Internationaler Tag der Pressefreiheit
Studie zum Lokaljournalismus: „Local Media Survival Guide 2022“

Global Local
© Dzmitry Dzemidovich

Die Studie „Local Media Survival Guide 2022" zeigt, wie der Journalismus sich erneuert, um nachhaltige Wege zu finden, lokalen Gemeinschaften auf der ganzen Welt zu helfen und Fehlinformationen zu bekämpfen.

Weltweit ist der Lokaljournalismus unter Druck, traditionelle Finanzierungsmodelle brechen weg und viele lokale Medienhäuser stehenvor dem Aus. Die schwierige Situation wird für Lokalmedien durch die Zunahme an Desinformationen erhöht, die insbesondere durch die Verbreitung durch Soziale Medien die finanzielle Situation der Lokalmedien verschärfen und ihre Glaubwürdigkeit gefährden. 

Lokale und kommunale Qualitätsmedien spielen eine zentrale Rolle bei der Aufrechterhaltung und Förderung demokratischer Gesellschaften. Sie leisten einen wichtigen Beitrag zur Wahrung des Rechts auf Informationsfreiheit und der (politischen) Meinungsbildung. Lokale Medien sind oftmals fest innerhalb der Gesellschaft vor Ort verankert und besitzen das Vertrauen ihrer Leserschaft. Dadurch sind lokale Medien- und Medienschaffende auch die wichtigsten Akteure bei der Bekämpfung von Desinformationen und der Förderung von faktenbasiertem Qualitätsjournalismus. 

IPI bildet ein weltweites Netzwerk von Medienschaffenden, das führende digitale, Print- und Funk-Nachrichtenmedien in fast 100 Ländern vertritt und für die Universalität der Medienfreiheit und der Grundwerte des Journalismus gegen die vielerorts existierenden Bedrohungen seitens des organisierten Verbrechens, aus der Wirtschaft und aus der Politik kämpft.

Ziel des gemeinsamen Projektes von IPI und der Friedrich-Naumann-Stiftung für die Freiheit ist es, neue Erkenntnisse zu gewinnen, welche Strategien für lokale Qualitätsmedien im Globalen Süden erfolgreich waren, ihre Finanzierung gesichert haben und welche Rolle sie bei der Bekämpfung von Desinformationen spielen. 

In der Studie „Local Media Survival Guide 2022" werfen wir zum ersten Mal einen umfassenden Blick auf die Innovationen in den Nachrichtenmedien, die lokale Gemeinschaften außerhalb der USA und Westeuropas versorgen. Gesprochen wurde mit Journalisten und Medienmacher, die in Asien, Afrika, Lateinamerika, dem Nahen Osten und Osteuropa an vorderster Front kämpfen. Sie fordern unsere Aufmerksamkeit und unseren Fokus, da sie in Echtzeit Strategien für ihr Überleben und Wachstum finden und umsetzen.

Die Studie ist ein qualitativer Echtzeit-Bericht, der auf ausführlichen Gesprächen mit mehr als 35 Journalisten, Redakteuren, Medienführern und Unternehmern basiert, die in den Schwellen- und Entwicklungsregionen Asiens, Afrikas, Lateinamerikas, des Nahen Ostens und Osteuropas veraltete Medien umstellen und neue lokale Medien schaffen, sowie auf der Lektüre ihrer Kommentare und Selbstreflexionen in Blogs, Reden und Artikeln.

Der Bericht soll dazu dienen, die Erfahrungen und Lehren lokaler Medienschaffenden auf der ganzen Welt zu teilen und eine Gemeinschaft zur Vernetzung und Unterstützung aufzubauen. Es geht darum, ihre Geschichte mit ihrer eigenen Stimme zu erzählen - und allen Beteiligten zu helfen, voneinander zu lernen.

Bei Medienanfragen kontaktieren Sie bitte:

Helena von Hardenberg, Presse und Digitale Kommunikation
Helena von Hardenberg
Referatsleitung Presse & Digitale Kommunikation
Telefon: +49 30 288778-565