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Die Nachbarschaftshilfe: „Wir gegen Corona“

In der Coronakrise unterstützt die Nachbarschaftshilfe „Wir gegen Corona“ Hilfsbedürftige
Wir gegen Corona

Um die Ausbreitung des Coronavirus zu vermeiden, sollte jeder möglichst zu Hause bleiben. Das Risiko für ältere Menschen oder Personen mit Vorerkrankungen ist besonders hoch. Mit „Wir gegen Corona“ haben Thorsten Kud, Dominic Breuker, Benjamin Brühl und Marina Vierra eine Plattform gegründet um genau diesen Menschen zu helfen. Sie bringen Hilfsbedürftige und freiwillige Helfer aus der Nachbarschaft schnell und einfach zusammen. Wir haben mit ihnen gesprochen.

freiheit.org: Was ist die Idee von „Wir gegen Corona“?

Die von Freiwilligen organisierte Initiative „Wir gegen Corona“ unterstützt Menschen dabei, ihren Alltag auch unter häuslicher Isolation zu meistern: Auf der Plattform werden freiwillige Helfer an Hilfesuchende vermittelt, um bspw. deren Einkäufe zu übernehmen, den Müll wegzubringen oder das Einwerfen eines Briefes zu übernehmen. 

Auf einer Website und durch eine Telefonhotline können Hilfesuchende und Helfer sich registrieren und darlegen, welche Unterstützung sie benötigen, beziehungsweise welche Unterstützung sie bieten können. Durch die Eingabe des aktuellen Wohnorts und mit Hilfe eines Algorithmus werden Hilfesuchende und Helfende dann automatisiert zusammengebracht.

Wer sind die Personen hinter „Wir gegen Corona“? 

Wir gegen Corona ist eine private und offene Initiative, die vor anderthalb Wochen ins Leben gerufen wurde. Die Initiatoren sind Thorsten Kud, Dominic Breuker, Benjamin Brühl und Marina Vierra. Inzwischen ist die Initiative um weitere Freiwillige angewachsen. 

Die Hilfesuchenden bekommen von „Wir gegen Corona“ die Helfer zugewiesen, die sich in der Nähe befinden und die bei der angeforderten Hilfeleistung unterstützen können. So brauchen sich zum Beispiel alte Menschen nicht durch eine lange Liste klicken, um Hilfe zu finden.

Dazu können sich sich Helfer und Hilfesuchenden einfach auf der „Wir gegen Corona“-Website eintragen und das entsprechende Formular ausfüllen oder sich über die Hotline registrieren.

Im Anschluss erfolgt der Matching-Prozess: Dabei stellen wir sicher, dass Hilfesuchender und Helfer in einer Gegend wohnen und machen uns ein Bild von beiden Seiten: Wir telefonieren sowohl mit Helfern als auch mit Hilfesuchenden. Bei den Helfern setzen wir zudem auf Videotelefonie und machen ein Foto vom Helfer und von seinem Ausweis. Erst wenn wir die Einwilligung beider Seiten und die Helfer als vertrauenswürdig eingestuft haben, vermitteln wir die Kontakte. 

In welchen Städten kann man sich für „Wir gegen Corona“ registrieren? 

„Wir gegen Corona“ ist eine deutschlandweite Initiative. Helfer und Hilfesuchende können sich also aus allen Städten und allen Gegenden Deutschlands anmelden. 

Wie viele Menschen haben bisher nach Unterstützung gefragt? Und wie viele Helfer haben sich registriert?  

Bislang haben sich mehr als 25.000 Freiwillige und mehrere Hundert Hilfesuchende registriert.

Wo wird die meiste Hilfe benötigt?

Wir sind überzeugt: Hilfe wird ganz unabhängig vom Wohnort benötigt. Deshalb ist „Wir gegen Corona“ auch deutschlandweit verfügbar. 

Kannst du uns erzählen, wie eure Plattform schon geholfen hat?  

Gerade am vergangenen Wochenende hatten wir eine tolle Geschichte von einem über 80-Jährigen Herr, dessen Kinder und Enkelkinder zu weit von ihm entfernt wohnen, um ihn in der aktuellen Lage im Alltag zu unterstützen. Seine Enkelin hatte von uns gehört und hat ihn dann bei uns angemeldet. Wir konnten schnell eine Freiwillige in seiner direkten Umgebung ausfindig machen, die noch am selben Tag für ihn einkaufen war - nachdem sie auch eine ganze Weile mit ihm am Telefon gesprochen hatte. Eine schöne Geschichte, die zeigt, dass unsere Freiwilligen nicht nur helfen, den Alltag auch in Zeiten von Corona zu meistern, sondern auch, dass unsere Initiative Menschen zusammenbringt - trotz Isolation und Quarantäne. 

 

Wenn auch Du helfen willst oder Hilfe benötigst melde dich bei „Wir gegen Corona“ unter 0800 08 200 20.