Niemann begleitet Bundespräsident auf Nahostreise

Deutschlands Beziehungen zum Libanon und zu Jordanien sind stabil und verlässlich

Nachricht01.02.2018Ulrich Niemann
Dirk Kunze, Elke Büdenbender, Frank-Walter Steinmeier und Ulrich Niemann | Friedrich-Naumann-Stiftung für die Freiheit

Bundespräsident Frank-Walter Steinmeier hat seine Nahost-Reise mit Staatsbesuchen im Libanon und Jordanien beendet. Begleitet wurde der Bundespräsident unter anderem von einer Delegation der deutschen politischen Stiftungen.

 „Das deutsche Interesse an einem stabilen Libanon hängt auch von einer starken Zivilgesellschaft ab, hier sind die Leistungen, die beispielsweise die Friedrich-Naumann-Stiftung für die Freiheit erbringt, deutlich sichtbar“, so Ulrich Niemann, Leiter der Auslandsabteilung der Friedrich-Naumann-Stiftung für die Freiheit, am Rande einer Veranstaltung in Beirut. Im Mittelpunkt der Reise des Bundespräsidenten standen die vielfältigen Beziehungen und Unterstützung dieser wichtigen Region, die man nicht auf die Flüchtlingskrise und den andauernden Konflikt im Nachbarland Syrien reduzieren darf. Der Bundespräsident erklärte mit Blick auf die hohe Zahl syrischer Flüchtlinge im Libanon: „Wir wissen um die besondere Belastung dieses Landes“. Das Zusammenleben der verschiedenen Religionen und Bevölkerungsgruppen in dem Land habe „Vorbildcharakter für die gesamte Region“, auch wenn dieses Miteinander nicht einfach ist und immer wieder neuen Belastungen ausgesetzt ist. Der Bundespräsident wollte mit seiner Reise ein Zeichen setzen für die ganzheitliche Wahrnehmung der Länder in ihrer Bedeutung für uns. Deshalb standen auch Besuche von Bildungseinrichtungen, Kulturstätten und Start-Up-Unternehmen auf dem Programm. Diese Potenziale zu erkennen und zu stärken, da waren sich die Vertreter der politischen Stiftungen einig, sei ein wichtiger Beitrag zur gemeinsamen Bewältigung der Herausforderungen.

Frank-Walter Steinmeier | Photographer: Armin Kübelbeck, CC-BY-SA, Wikimedia Commons

 "Im politischen Teil der Beziehungen spielen die Stiftungen eine besondere Rolle.“ 

Frank-Walter Steinmeier

Die Friedrich-Naumann-Stiftung für die Freiheit leistet in der Region liberale politische Bildungs-, Beratungs- und Dialogarbeit  und ist in den bereisten Ländern Libanon und Jordanien mit einigen Büros vertreten. Die liberale Stiftung arbeitet auch mit und für syrische Flüchtlinge. Sie unterstützt die Länder in ihren Bestrebungen nach Modernisierung von Politik und Verwaltung, Wirtschaft und Bildung. Der Projektregion Nordafrika und Mittlerer Osten kommt eine besondere Rolle in der Historie der Friedrich-Naumann-Stiftung für die Freiheit zu: In Tunesien begannen 1963 die internationalen Aktivitäten der Stiftung – mit einem Medienprojekt. Die Ausbildung von Journalisten und die Unterstützung von Presse- und Medienfreiheit sind bis heute ein zentraler Pfeiler unserer Aktivitäten in der Region. 

 

Ulrich Niemann ist Leiter des Fachbereichs Internationales der Stiftung für die Freiheit.