Innovation for Democracy Café
Bewertungshandbücher und Werkzeugsätze für die Digitale Demokratie – unsere 2. Episode des Innovation for Democracy Café

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Nehmen Sie an der 2. Episode des Innovation for Democracy Café am 28. Juni 2022 um 10:00-11:30 Uhr MESZ teil. Klicken Sie hier, um sich für das Café anzumelden!

 

Was ist das Innovation for Democracy Café?

2022 starten wir das „Innovation for Democracy Café“! In einer Reihe von digitalen Events werden wir uns genauer anschauen wie man digitale Technologie oder innovative Methoden dazu nutzen, um Freiheit, Demokratie und Menschenrechte zu fördern. Das Innovation for Democracy Café wird von Ya-wei Chou moderiert, die Programm Managerin für das Thema Innovation for Democracy des FNF Global Innovation Hubs in Taiwan. Besuchen Sie bitte diese Seite, wenn Sie die vorherige Episode sehen möchten.

Die Zweite Episode: Bewertungshandbücher und Werkzeugsätze für die Digitale Demokratie

In dieser Episode möchten wir über digitale Demokratie sprechen. Es gibt wahrscheinlich hundert Definitionen für den Begriff der digitalen Demokratie.  Meistens ist damit gemeint, Bürgerbeteiligung durch digitale Methoden zu ermöglichen. Die Ausbreitung von COVID-19 hat ihre Bedeutung hervorgehoben: Wenn direkte, physische Kommunikation unmöglich ist, müssen sich die Regierung und die Bevölkerung auf digitale Hilfsmittel verlassen, um das Funktionen einer echten Demokratie aufrecht zu erhalten. In der Zeit ohne COVID bietet die digitale Demokratie einfachere und praktikablere Formen der Beteiligung.

Allerdings stellen wir auch fest, dass die Bürgerinnen und Bürger und die Befürwortenden einer solchen Digitalen Demokratie auch mehr Ressourcen oder Kenntnisse benötigen, damit sie eine aktive Rolle in der digitalen Demokratie spielen können:

Einiges davon kann sehr technisch klingen, was die Menschen abschrecken könnte. Zum Beispiel verfügt nicht unbedingt jeder über das Wissen, wie man prüft, ob der Schutz der Privatsphäre bei einem digitalen Werkzeug ausreichend ist. Um die Transparenz digitaler Werkzeuge zu erhöhen, sollten die Menschen auch wissen, warum Open Source wichtig ist, und Open-Source-Werkzeuge sollten als Alternative angeboten werden.

Die Menschen müssen wissen, welche digitalen Werkzeuge sie nutzen können, wie sie diese digitalen Werkzeuge nutzen können, und wie sie sie bewerten können. Nur dann können sie zum Fortschritt der digitalen Demokratie beitragen und die digitale Demokratie zu einer Bottom-Up-Demokratie machen. Vor allem für Praktikerinnen und Praktiker, die eine Diskussion in einer Gemeinschaft anstoßen, wird die Bewertung dieser Werkzeuge auf der Grundlage von Kosten, Nutzbarkeit, und Schutz der Privatsphäre entscheidend sein. Mit diesem Wissen können die Leute nicht nur digitale Werkzeuge in ihre Gemeinschaften benutzen, sondern auch sie der Regierung empfehlen. Insbesondere müssen die Beamtinnen und Beamten auch lernen, wie sie der Regierung helfen können, mit den Problemen fertig zu werden, die durch die feste Struktur und die Vorschriften der öffentlichen Auftragsvergabe bei der Einführung digitaler Werkzeuge entstehen.

Die Menschen sollen auch ausreichendes Wissen haben, um zu bewerten, ob sie digitale Werkzeuge einführen sollen. Zum Beispiel sollten Alternativen, auch nicht-digitale, angeboten werden, wenn ein digitales Werkzeug wegen der digitalen Kluft für die meisten Leute nicht zugänglich ist.

Und nicht zuletzt sind auch die Anpassung der Verwaltungsstruktur und die Bildung einer Kultur, die die digitale Demokratie unterstützt, wichtig, damit die digitale Demokratie in der Regierung funktionieren kann. Diese Bemühungen sind vielleicht nicht physisch zu erkennen, aber sie sind Schlüsselelemente bei der Schaffung eines Umfelds, das das Funktionieren der digitalen Demokratie unterstützt.

In dieser Episode haben wir Frau Katya Petrikevich, Mitgründerin und Internationale Direktorin von Participation Factory, und Frau Hao-ting Chang, Designleiterin beim Public Digital Innovation Space, eingeladen, diese Themen mit uns zu diskutieren. Frau Katya Petrikevich sehr viel zum Handbuch von People Powered für die Digitalen Beteiligungsplattformen und die Bewertung der Plattformen beigetragen. Frau Hao-ting Chang hat viele Regierungsbehörden begleitet und trainiert, um zu lernen, wie man digitale Werkzeuge zur Verbesserung der Bürgerbeteiligung nutzt und wie man die Struktur und die Kultur der Politikgestaltung neugestaltet. Ihre Präsentation wird den Zuhörern helfen, digitale Werkzeuge gut zu beherrschen und sie zu nutzen, um weitere integrative und widerstandsfähige Formen der öffentlichen Beteiligung zu entwickeln.  

Lernen Sie unsere Gäste hier kennen:

Haoting Chang, Designleiterin beim Public Digital Innovation Space

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Haoting ist Designleiterin beim Public Digital Innovation Space in der Zentralregierung in Taiwan. Sie ist in der Formulierung von Designentscheidungen zur Lösung komplexer Probleme erfahren, indem sie nutzerzentriertes Designdenken und Forschungsfähigkeiten einsetzt. Ihre Arbeiten konzentrieren sich auf partizipatives Design, Bürgerbeteiligung in der offenen Regierung und Jugendbeteiligung. Sie glaubt, dass die Menschen durch die Beteiligung die Erfahrungen und Schwierigkeiten der anderen verstehen werden und so einen Bottom-Up-Prozess der Politikgestaltung bilden, der allen die Möglichkeit bietet, Ideen zu äußern und sich in den Prozess der Gestaltung öffentlicher Dienstleistungen einzubringen. Die Erwartung, dass öffentliche Dienstleistungen „von der Regierung für die Bevölkerung angeboten“ werden, wird sich dahingehend ändern, dass „Dienstleistungen von den Menschen und der Regierung gemeinsam geschaffen werden können“, und so einen integrativen öffentlichen Dienst bilden.

Katya Petrikevich, Mitgründerin und Internationale Direktorin von Participation Factory

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Katya leitet internationale Aktivitäten von Participation Factory und arbeitet daran, die bewährten Verfahren im Bereich von öffentlicher Beteiligung und CivicTech einzubinden. Derzeit arbeitet sie auch als Mitglied eines Ausschusses für Bürgerhaushalt von People Powered. Als Teil des Netzwerkes bietet sie Mentoring für die Einführung von Bürgerhaushalten auf der ganzen Welt an und war auch Mitglied des Civic Tech Review Committee. Im Zuge ihrer Tätigkeit koordinierte Katya die Arbeit der nationalen und internationalen Büros eines Unternehmens für Civic Tech und Beratung und hat ihr Fachwissen für die Entwicklung neuer Methodologien geliefert. Als Teil ihrer Arbeit unterstützte sie auch die Forschung über aktuelle Trends der Technologie für den Ausschuss der EU, trainierte junge westafrikanische Leiter und Leiterinnen im TechCamp in Abidjan, und arbeitete als eine Jurorin in dem Wettbewerb der Prager Zivilgesellschaft SWITCH. Katya versucht immer, ihr Wissen über Menschenrechte in den Bereich der Bürgerbeteiligung einzubringen, wobei sie den Themen der Geschlechterparität und Einbeziehung von Randgruppen besondere Aufmerksamkeit widmet.

 

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