Corona-Pandemie
Wie kommt Europas Wirtschaft aus der Krise?

Sterne der EU-Flagge vor Geld und Wirtschaft-Diagramm

© Giulio Benzi via shutterstock.com

Die Corona-Pandemie hat die wirtschaftliche Entwicklung überall auf der Welt beeinflusst und viele Unternehmen in Schwierigkeiten gebracht. Von Seiten der Politik wurden nicht nur Milliarden, sondern gar Billionen Euro ausgegeben, um der Pandemie zu trotzen. So hat die EU im Jahr 2020 als Reaktion auf die durch die Corona-Pandemie verursachte Rezession einen Wiederaufbaufonds mit der Bezeichnung "NextGenerationEU" (NGEU) verabschiedet. Diese bereitgestellten Mittel bieten die Chance, den europäischen Binnenmarkt neu zu beleben mit Investitionen in Forschung, Digitalisierung und Klimaschutz. Allerdings ergibt sich daraus auch die Frage, wie die Europäische Union auf der anderen Seite diesen Schuldenberg wieder abtragen wird. Eine Antwort darauf hängt damit zusammen, dass nicht nur das Corona-Virus, sondern auch die Globalisierung die Wirtschaft und die Gesellschaften der 27 EU-Länder verändert hat. Wie sich das auf die wirtschaftliche Lage der Europäischen Union auswirkt und wie es aktuell um die gemeinsame Währung bestellt ist, diskutierten der Politologe Siebo Janssen und Prof. Dr. Galina Kolev vom Institut der deutschen Wirtschaft mit interessierten Bürgerinnen und Bürgern in einem Webtalk der Friedrich-Naumann-Stiftung für die Freiheit.

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Gelebte Solidarität der EU-Staaten

Die Corona-Pandemie hat die EU-weiten Verbesserungspotenziale insbesondere in der Bildung und der digitalen Infrastruktur offengelegt. Daher sind EU-Investitionen in Infrastruktur, Wirtschaft und Bildung trotz der Verschuldung notwendig, um der kommenden Generation nicht Länder mit rückständigen Verkehrswegen, vernachlässigtem Klimaschutz und maroden Schulen zu hinterlassen. Im Webtalk wurde betont, dass nur eine echte gelebte Solidarität der EU-Staaten langfristig helfen werde, um in vielen Bereichen, wie beispielsweise Migration und Klimaschutz, allen EU-Staaten einen guten Start aus der Corona-Krise zu ermöglichen. In dem Zusammenhang waren sich die Diskussionsteilnehmerinnen und -teilnehmer einig: Niemand glaubte daran, dass die Schulden der einzelnen EU-Mitgliedstaaten vergemeinschaftet werden.