Jahresbericht

Freiheit. Aufbruch. Innovation – Jahresbericht 2021

Das Jahr 2021 war wieder ein Jahr enormer Kraftanstrengungen. Corona hat unsere Arbeit im Jahr 2021 maßgeblich geprägt. Ich danke unseren Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern, aber auch unseren Partnern in über 60 Ländern. Und trotzdem: Wenn man aus dem Frühjahr 2022 zurückschaut, dann scheinen die vergangenen Schwierigkeiten beinahe klein – im Vergleich zu den komplexen politischen Fragestellungen, die in der Zukunft zu lösen sind.

Zu den zentralen Themen des Jahres 2021 gehörte vor allem die Gefahr der autokratischen, politischen Kräfte in Europa, Asien und dem Nahen Osten, die die offene Gesellschaft und Grund- und Menschenrechte nachhaltig versuchen zu schwächen. Die Friedrich-Naumann-Stiftung für die Freiheit setzt sich dafür ein, solche Angriffe auf die liberale Demokratie sichtbar zu machen, aufzuklären und mit ihren bildungspolitischen Veranstaltungen und Publikationen auf größtmögliche Teilhabe einer offenen, toleranten Gesellschaft hinzuwirken.

Im Kampf für Freiheit und Demokratie setzen sich viele Menschenrechtsverteidigerinnen und -verteidiger weltweit ein. Menschen, die im Engagement für die Freiheit anderer und deren Menschenrechte ihre eigene Freiheit riskieren. Über das unermüdliche Engagement von Pro-Demokratie-Aktivistinnen und -aktivisten und ihren weltweiten Kampf für die Freiheit berichteten wir in unserer Publikation „Human Rights Defenders“. Der aktuelle Menschenrechtsbericht gibt Einblick in die tägliche Projektarbeit mit unseren Partnern in den Regionen weltweit – mit Berichten über Ägypten bis Zentralamerika. Die Themen unserer Bildungsarbeit waren immens vielfältig: 1700 Jahre jüdisches Leben in Deutschland, digitale Transformation, Zukunft der Bildung, Europapolitik, Klimawandel und Nachhaltigkeit, um nur einige zu nennen. Ein besonderes Augenmerk legen wir in unserer thematischen Arbeit auf die Frage, wie Innovationen die Herausforderungen auch und gerade im Bereich des Klimawandels, der Mobilität und der Zukunft der Innenstädte bewältigbar machen. Das Liberale Institut und das Referat Globale Themen haben innovative politische, an der Lebenswirklichkeit der Menschen orientierte Ideen entwickelt. Lösungsansätze, die wir in Gutachten und weiteren Fachpublikationen veröffentlicht haben. Zum Thema „Zukunft der Bildung“ gab es erstmals eine digitale Masterclass.

Die Friedrich-Naumann-Stiftung für die Freiheit blickte nicht nur auf die politische Entwicklung im Inland. Nach der Wahl von Joe Biden zum neuen US-Präsidenten sind Deutschland und Europa gefordert, sich gegenüber den Global Playern USA und China neu strategisch zu positionieren. Deutschland steht vor gewaltigen Herausforderungen der Modernisierung und muss sich gemeinsam mit der EU behaupten. Viele Veranstaltungen der Stiftungen widmeten sich diesem Thema.

Seit jeher ist Zeitgeschichte ein Schwerpunkt der Stiftungsarbeit. Anlässlich des 60. Jahrestages der Errichtung der Berliner Mauer erinnerte die Stiftung mit Gedenkveranstaltungen an diejenigen, die die Flucht versuchten und scheiterten, mit dem Ziel, frei zu leben. Ein weiterer Schwerpunkt waren die Freiburger Thesen: 1971, vor mehr als 50 Jahren, verabschiedete die FDP die Freiburger Thesen, das innovative und zukunftsweisende Grundsatzprogramm. Die Friedrich-Naumann-Stiftung für die Freiheit ehrte dieses Jubiläum im letzten Jahr mit Zeitzeugengesprächen, Podiumsdiskussionen und einer ergänzten Neuauflage der Freiburger Thesen „Wandel beginnt im Kopf“.

Trotz anhaltender Auswirkungen der Pandemie konnte die Friedrich-Naumann-Stiftung für die Freiheit ihren Wachstumskurs halten: Im Bildungsprogramm stieg die Zahl der Teilnehmenden an unseren Veranstaltungen um ein Drittel auf knapp 168.000 in mehr als 2300 Veranstaltungen, von denen 75 Prozent digitale Formate waren. Um Ihnen noch mehr Zahlen unseres Erfolgs zu präsentieren: Bei der Presseresonanz erzielte die Stiftung in den Printmedien eine Bruttoreichweite von über einer Milliarde.

Die Webseite freiheit.org ist ein wahrer Besuchermagnet: Mit 5,9 Millionen Webseitenaufrufen erreichten wir eine Steigerung um 40 Prozent. Für uns als Stiftung war das Jahr 2021 von personellen Veränderungen geprägt: Bettina Stark-Watzinger hat ihr Mandat im Vorstand mit dem Wechsel in das Ministerium für Bildung und Forschung niedergelegt. Wir danken ihr für ihre unermüdliche Arbeit und ihr Engagement insbesondere bei den Bildungsthemen und im Empowerment.

Unser langjähriger Hauptgeschäftsführer Steffen Saebisch wechselte als beamteter Staatssekretär in das Bundesministerium der Finanzen. In den sieben Jahren bei der Stiftung hat Steffen Saebisch die Friedrich-Naumann-Stiftung für die Freiheit inhaltlich und organisatorisch völlig neu aufgestellt. Er hat die Ziele der Stiftungsarbeit zeitgemäß definiert und die Bildungsarbeit der Stiftung modern und zukunftsfähig gemacht. Wie die Gremien und die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter der Stiftung bin auch ich ganz persönlich Steffen Saebisch sehr dankbar: Für seine Ideen, seine Power und Durchsetzungskraft und für sein Vertrauen.

Dieser Bericht zeigt auf, welche Projekte und Themen die Stiftungsarbeit im vergangenen Jahr geprägt haben. Mit der Lektüre gewinnen Sie einen Einblick in die Arbeit der Stiftungsmitarbeitenden und Partner. Ich lade Sie auch herzlich ein, die digitale Bibliothek, die Mediathek +Freiheit und natürlich auch unsere vielen Veranstaltungen zu aktuellen politischen und gesellschaftlichen Themen zu besuchen – sei es digital oder auch wieder in Präsenz.


Annett Witte
Hauptgeschäftsführerin der Friedrich-Naumann-Stiftung für die Freiheit

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Helena von Hardenberg, Presse und Digitale Kommunikation
Helena von Hardenberg
Referatsleitung Presse & Digitale Kommunikation
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