POLICY PAPER

Chinas Einfluss in Europa

Weitere Autoren: Benjamin Herscovitch, Anna Marti, Dániel Mikecz, Filip Šebok, Sascha Tamm, Plamen Tonchev, Renaldas Vaisbrodas, Jan Weidenfeld

Der Beginn des Krieges Russlands gegen die Ukraine am 24. Februar markiert einen tiefen Einschnitt für die EU und die Staaten Europas. Fragen nach dem Selbstverständnis der EU als freiwilliges Bündnis von Nationalstaaten, der eigenen Verteidigungsfähigkeit und dem Schutz durch die NATO sowie Fragen nach der Bedeutung der Werte, für die dieses Europa zu stehen meint, unterstreichen die Geflüchteten aus der Ukraine. Die Demokratien der Europäischen Union sind angreifbar und ihre Reaktionen auf Putins Krieg werden auch andernorts genauestens beobachtet. Autoritär regierte Nachbarn prophezeien bereits den Niedergang des freiheitlich-demokratischen Modells und betonen ihre Überlegenheit gegenüber den „westlichen Systemen“. Die Formen der Gewalt und des Einflusses dieser Systemrivalen sind jedoch verschieden.

Dieses Policy Paper richtet einen besonderen Blick darauf, welche Mittel China nutzt, um die Handlungsfähigkeit einzelner Staaten und damit der EU insgesamt zu schwächen. Gleichzeitig evaluiert es verschiedene Strategien, die im Umgang mit der Volksrepublik zur Anwendung kommen. Es richtet sich an Leserinnen und Leser, die das vielfältige Engagement Chinas aus der Perspektive der Wissenschaft verfolgen. Die Auswahl der untersuchten Länder weist über den europäischen Schüsselrand: Die USA, Australien und Taiwan wissen alle eine eigene Geschichte mit China zu erzählen. Basierend auf diesen Erfahrungen werden Politikempfehlungen entwickelt, die Anhaltspunkte vermitteln, wie sich die EU in diesem Systemwettstreit verhalten kann. Wie schon der chinesische Stratege Sun Tsu (544 – 496 v. Chr.) in seinen Betrachtungen zur Kriegskunst feststellte: The art of war teaches us to rely not on the likelihood of the enemy not coming, but on our readiness to receive him.

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Helena von Hardenberg, Presse und Digitale Kommunikation
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