Weltumwelttag
Liberale Umweltpolitik für Fortschritt und Nachhaltigkeit

Unsere Angebote rund um die Umweltpolitik
Alpen Garmisch-Partenkirchen Umwelt

„Zu den unabdingbaren Menschenrechten gehört eine Umwelt in bestem Zustand.“ So steht es im umweltpolitischen Kapitel der Freiburger Thesen aus dem Jahr 1971. Die FDP griff damit als erste deutsche Partei das Thema Umweltschutz auf und verknüpfte es eng mit der Eigenverantwortung der Bürgerinnen und Bürger. Umweltbewusstsein ist das Fundament einer generationengerechten Politik. Wer heute die Umwelt schützt, schützt auch den Wohlstand von morgen. Liberale Umweltpolitik setzt auf innovative Technologien und effektive Produktionsprozesse und auf Fakten statt Mythen.

Viele Fakten zum Klimaschutz gibt es in unserem Quiz.

Negativemissionstechnologien

Die EU hat sich das Ziel gesetzt, bis 2050 treibhausgasneutral zu sein: Wenn neue Emissionen freigesetzt werden, müssen diese mit Negativemissionstechnologien (NETs) aus der Atmosphäre entfernt werden. Darunter versteht man technische Lösungen, wie das Abscheiden und anschließende Speichern von CO2. NETs müssen dringend weiterentwickelt und auf den Markt gebracht werden. Damit hinreichende Anreize für die Entwicklung von NETs bestehen, muss den Betreibern entsprechender Anlagen das entnommene CO2 vergütet werden. Wie NETs funktionieren und warum wir sie brauchen, um die globale Erwärmung zu begrenzen und Klimaneutralität zu erreichen, erklären wir in unserem Video.

Hier geht es zum Erklärvideo.

Der Wald als Klimaschützer

Wälder und Moore leisten als natürliche CO2-Speicher sowohl auf globaler als auch auf nationaler Ebene einen wichtigen Beitrag zum Klimaschutz. Sie bauen Biomasse auf, reichern organisches Material im Boden an und entziehen so der Atmosphäre aktiv Kohlendioxid. Sie sind damit sogenannte CO2-Senken. Diese müssen deutlich ausgebaut werden, um den Klimawandel zu begrenzen. Dabei bieten Wälder ein erhebliches Speicherpotenzial, allein 8 Tonnen CO2 speichert ein Hektar Wald im Durchschnitt pro Jahr. Allerdings wird diese Speicherleistung des Waldes momentan nicht honoriert. Im europäischen Emissionshandel wird der Ausstoß von CO2 verteuert, die Speicherung von CO2 kommt jedoch nicht vor. 

Wer CO2 emittiert, bezahlt – wer CO2 bindet, wird honoriert - so marktwirtschaftlich könnte die Finanzierung der Aufforstung und Ausweitung von Deutschlands Wäldern aussehen. Und doch ist in der Realität die Klimaleistung der Wälder für die Allgemeinheit bislang umsonst. Die Forstwirtschaft und Holzverwendung bindet jährlich 127 Millionen Tonnen CO2, was 14 Prozent der gesamten Treibhausgasemissionen in Deutschland ausmacht. Diese Speicherleistung wird momentan aber nicht entlohnt. Würden die Wälder in den EU-ETS eingebunden, könnten sie für das Speichern des CO2 handelbare Zertifikate erhalten. In Neuseeland wird das bereits genauso gehandhabt. 

Wie Anreize für eine nachhaltige Waldnutzung und Aufforstungen geschaffen werden, diskutierten Dr. Wilfried Rickels, Dr. Lukas Köhler MdB, Prof. Dr. Ute Seeling und Fabian Wendenburg in unserem Webtalk Klimaschützer Wald.

Mehr interessante Vorträge und Diskussionen zum Thema Klimaschutz und Umweltpolitik finden Sie in unserer  Mediathek.