Internationaler Frauentag
Solidarität mit allen Frauen, besonders mit den Kämpferinnen der Ukraine

Frauentag

© picture alliance / AA | Katie McTiernan  

Heute feiern wir den Tag der Frauen. Heute ist der Tag aller Mütter und Töchter dieser Welt. Der grausame Krieg in der Ukraine wirft jedoch einen Schatten über diesen Tag.

Millionen von Menschen in der Ukraine erleben in diesen Tagen das Unvorstellbare, Krieg. Frauen und Kinder sind oft die größten Opfer des Krieges, weswegen wir vor allem heute diesen Frauen besondere Anerkennung schenken. Sie kämpfen, sie schützen ihre Angehörigen in Bunkern, sie leisten medizinische Hilfe, sie stehen neben ihren Männern an vorderster Front. Das ist ein Beweis für ihren Mut, ihr Durchhaltevermögen und ihre Stärke in den dunkelsten Tagen seit dem Kalten Krieg.

Schon vor acht Jahren zeigten Hunderte ukrainischer Frauen heroischen Einsatz im Kampf gegen die aufständischen Separatisten und die patriarchale Gesellschaft. Sie legten ihre Berufe nieder und traten in das Militär ein oder nahmen andere relevante Tätigkeiten auf, um ihrem Land und seiner Gesellschaft in bestmöglicher Weise zu helfen.

Seit 2014 und den gewaltsamen Auseinandersetzungen in der Ostukraine leisten die Frauen in der Ukraine Großes. Trotz der Traumata von dem vorherigen Konflikt in der Ostukraine kämpfen sie auf allen Ebenen für ihr Vaterland und für ihre Familien. Laut einer Studie der Justice for Peace in Donbas Coalition, hat sich gender-basierte Gewalt seit 2014 deutlich erhöht. Des Weiteren nahm auch häusliche Gewalt infolge des gewaltsamen Konflikts durch die Traumatisierung von Soldaten zu. Dennoch sind rund 32.000 Frauen, rund 15 Prozent seit dem Beginn der bewaffneten Konflikte im ukrainischen Militär. Doch nicht nur im Militär, sondern auch in umfassenden Mitwirkungsmöglichkeiten engagieren sich Tausende Ukrainerinnen für ihr Land und seiner Verteidigung. Ihre Rolle ist differenziert zu betrachten. Einerseits sind sie die größten Opfer des Konflikts, und gleichzeitig engagieren auch sie sich im schrecklichen Chaos des Krieges und tragen so zum sozialen und politischen Wandel bei.

Kira Rudik ist eine von Ihnen. Sie ist eigentlich ukrainische Abgeordnete im Parlament, doch seit dem Krieg wie viele Frauen in lokalen Verteidigungsdivisionen oder an der Front. Schieß- und Waffentrainings für alle Frauen, die noch in der Ukraine sind und ihr Land verteidigen wollen, gehören seit Beginn des Krieges zum Tagesprogramm.

Ob alt oder jung, Sie alle haben den Traum, ihren Familien und Kindern eine Heimat zurückkämpfen und die russischen Soldaten in ihr Heimatland zu schicken. Der vereinende kämpferische Geist, der in der gesamten Ukraine wirkt, wird auch von diesen Frauen getragen. Ob jung oder alt, sie alle kämpfen vereint an der Seite aller Männer und Ukrainer.

Die Welt denkt heute an alle Frauen, doch ganz besonders an alle Frauen in und aus der Ukraine. Wir stehen hinter ihnen und hoffen, dass sie stark bleiben und mutig und tapfer weiterkämpfen.

 

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Helena von Hardenberg, Presse und Digitale Kommunikation
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