Reshape Europe
Reshape Europe- Europa neu gestalten

Reshape Europe
© FNF

Für eine widerstandsfähige und souveräne EU in der neuen Weltordnung

Der russische Krieg gegen die Ukraine ist der vierte weitreichende Schock, der die Europäische Union in den letzten 20 Jahren getroffen hat - nach der Finanz- und Wirtschaftskrise von 2008, der Flüchtlingskrise von 2015 und der Corona-Krise seit 2020. Neben dem unermesslichen menschlichen Leid hat der Krieg in der Ukraine auch tiefgreifende Auswirkungen auf viele Bereiche des Lebens der Menschen in Europa und auf der ganzen Welt: rekordhohe Rohstoffpreise, unterbrochene Lieferketten, drohende Energieknappheit sowie eine hohe Inflation.

Abgesehen von den verheerenden wirtschaftlichen Auswirkungen hat der russische Einmarsch in der Ukraine zu einer drastischen Veränderung der europäischen Friedensordnung und der Weltpolitik geführt. Für ganz Europa stehen Frieden und Freiheit auf dem Spiel. Zudem wird die Reaktion der Europäischen Union und ihrer Mitgliedstaaten auf den russischen Angriffskrieg von anderen autoritären Regimen genau beobachtet. Wie sich liberale Demokratien gegen Diktaturen behaupten, ist die zentrale geopolitische Frage des 21. Jahrhunderts.

"Heute ist es mehr denn je unsere Aufgabe, unser Modell einer pluralistischen, offenen und liberalen Gesellschaft zu verteidigen und zu fördern."

Karl-Heinz Paqué
Karl-Heinz Paqué

Weltweiter Dialog

Unter dem Motto „Reshape Europe“ startet die Friedrich-Naumann-Stiftung für die Freiheit einen weltweiten Dialog zur Zukunft Europas. Die Konferenz am 11. Oktober 2022 in Berlin ist der Start der Kampagne, die über zwei Jahre laufen wird. Gemeinsam mit internationalen Experten und europäischen Liberalen diskutieren wir, welche Auswirkungen der Krieg in der Ukraine auf Europa und die Welt hat. Was bedeutet der russische Krieg gegen die Ukraine für die EU und ihre Rolle in der Welt? Wie können die EU und ihr liberal-demokratisches Modell widerstandsfähiger gegen autoritäre Regime und deren Versuche, die EU zu untergraben, werden? Welche Reformen in der Innen- und Außenpolitik der EU sind dafür notwendig? Welche Erwartungen setzen andere Teile der Welt in die EU, wie kann die EU ein stärkerer Partner für ihre Verbündeten werden?

Die Konferenz wird aus zwei hochrangigen Panels bestehen, die von einer Grundsatzrede der deutschen Bundesministerin für Bildung und Forschung Bettina Stark-Watzinger MdB und einer Videobotschaft von Bundesfinanzminister Christian Lindner MdB sowie einer Live-Ansprache aus der Ukraine von Olga Stefanishyna, der stellvertretenden Premierministerin der Ukraine für europäische und euro-atlantische Integration, begleitet werden.

Zusätzlich zu den beiden Podiumsdiskussionen wird es ein interaktives Workshop-Format geben, bei dem die Konferenzteilnehmer - von denen viele aus der EU-Expertengemeinschaft kommen werden - in drei parallelen Fishbowl-Formaten mit EU-Experten aus der ganzen Welt zusammentreffen und diskutieren können.

Die Workshop Gruppen konzentrieren sich auf Themen wie: Die EU als Wertegemeinschaft - Wird die EU diesem Anspruch gerecht? Die EU als Wirtschaftsmotor - Strategische Souveränität im Spannungsfeld von Geopolitik und Geo-Ökonomie. Sowie das Thema: Die EU als Kraft der Freiheit - Europas Sicherheits- und Verteidigungspolitik in einer neuen Welt(un)ordnung sich auf einen sehr wichtigen Aspekt, der im strategischen Wettbewerb mit anderen Global Players entscheidend ist.