Kosovo Serbia
„Die Zukunft der Westbalkanländer liegt in der Europäischen Union“

Der Weg zu einer Einigung zwischen Serbien und Kosovo ist noch lang
Kurti and Vucic in Berlin

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Bundeskanzler Olaf Scholz unterstrich bei der gemeinsamen Pressekonferenz am vergangenen Mittwoch, die Zukunft aller Länder des Westbalkans liege in der Europäischen Union und dazu gehöre auch der Kosovo, dessen internationale Anerkennung Deutschland unterstütze.

Des Weiteren führte Scholz in Richtung Serbien und Kosovo aus, dass ein ernsthafter Dialog um den zentralen Konflikt zwischen beiden Ländern wiederaufgenommen werden müsse:

„Ich bin davon überzeugt, dass es in Zeiten wie diesen, in denen in einer Region in unserer Nähe ein brutaler Krieg geführt wird, entscheidend ist, dass beide Länder den Konflikt Schritt für Schritt lösen. Dies wird zu Frieden und Stabilität auf dem Westbalkan und in Europa insgesamt beitragen.“

Der deutsche Bundeskanzler sagte anlässlich des Besuchs von Albin Kurti und Aleksandar Vucic, dass sein Land die Visaliberalisierung für Kosovo-Bürger nachdrücklich unterstütze. Er erinnerte daran, dass Deutschland sich für die Zusammenarbeit der Länder der Region im Rahmen des Berliner Prozesses einsetze und fügte hinzu, dass der wichtigste Prozess, an dem derzeit gearbeitet werden müsse, der Aufbau eines gemeinsamen regionalen Marktes sei.

Ein informelles Abendessen in Berlin mit Staatschef Vucic und Premier Kurti sowie dem EU-Sondergesandten für den serbisch-kosovarischen Dialog Miroslav Lajčák wurde auf Einladung des deutschen Bundeskanzlers organisiert.

Die Äußerungen von Kurti und Vucic direkt im Anschluss machten jedoch schnell wieder klar, dass in grundlegenden Fragen eine Einigung wohl noch lange auf sich warten lässt.