Invasion der Ukraine
Krieg in Europa – Stimmungsbilder aus Russland und der Ukraine

Kiew am 26. Februar 2022

© picture alliance/dpa/MAXPPP | Philippe De Poulpiquet

Seit Donnerstag, dem 24. Februar 2022 greift Russland die Ukraine an. In seiner Rede, in der der russische Präsident Wladimir Putin die Unabhängigkeit der beiden „Volksrepubliken“ Donezk und Luhansk anerkannte und den russischen Angriff zu legitimieren versuchte, stellte er die Souveränität der Ukraine als Ganzes in Frage. Die Ukraine, ein seit über dreißig Jahren unabhängiger, auch von Russland anerkannter Staat, sei keine selbstständige Nation und verfüge deshalb nur über ein eingeschränktes Selbstbestimmungsrecht.

Dass diese Kriegsrhetorik an jeglichen völkerrechtlichen Grundsätzen vorbeigeht und zudem die teilweise gemeinsame, teilweise getrennte Geschichte grotesk verdreht, ist eine in Russland kaum thematisierte Tatsache. Dort herrscht vielmehr ein Narrativ vor, dass Russland beständig in die Ecke gedrängt und kleingehalten werde. In dieser Erzählung ist die Ukraine ein Werkzeug des Westens, um zu verhindern, dass Russland zu der Größe findet, die dem Land zustehe.

Unsere Projektleiterin aus Kyjiw berichtet von der bis zuletzt ungläubigen Stimmung auf der Straße, warum kaum jemand einen russischen Angriffskrieg für möglich gehalten hat, und wie sehr sich das von der russischen Führung offiziell verbreitete Narrativ vom Verhältnis zwischen den beiden Nationen unterscheidet. 

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