USA
Die Auswirkungen des Iran-Konflikts auf Energie- und Rohstoffpreise in den USA
Am 27. Februar 2026 starteten die USA in Kooperation mit Israel die Operation „Epic Fury“ gegen den Iran. Diese Eskalation ist der Höhepunkt eines dekadenlangen Diskurses über verschiedene Streitpunkte. Als Hauptgrund der Operation der USA und Israels werden die Entwicklung des iranischen Nuklearprogrammes, die Hisbollah-Offensive in Nordisrael und die Huthi-Angriffe im Roten Meer genannt.
Durch den andauernden Konflikt sind Öl- und Energiepreise stark gestiegen, die weltweite Nachfrage übersteigt den momentanen Export deutlich.
Vor dem Iran Konflikt (Februar 2026) lag der globale Marktpreis für Brent (Rohöl Sorte) bei $72 pro Fass. Seitdem stieg der Preis auf $118 Ende März, Stand 22. April liegt er nun bei ca. $100. Der größte Öl Produzent der Welt, die Vereinigten Staaten, erlebt auch deutliche Preisanstiege bei Benzin und Kerosin. Stand 20. April liegt der Benzinpreis in den USA bei $4.044 pro Gallone (3.78L), zum Vergleich: im Februar lag er noch bei $2.96 pro Gallone. Der Preis für Kerosin stieg von Februar 2026 bis März 2026 bereits um ca. 32%. Präsident Donald Trumps Ankündigungen über eine vermeintliche Beendigung des Krieges und die teilweise Öffnung der Straße von Hormuz sorgten dafür, dass die Ölpreise kurzfristig sanken. Allerdings ist über den kompletten Verlauf des Konflikts ein deutlicher Anstieg der Preise festzustellen.
In der Kritik aus der Bevölkerung stehen zunächst das militärische Manöver und die Berechtigung des Konflikts im Vordergrund, weniger die Auswirkungen auf Energie- und Rohstoffpreise. Initiativen der Regierung, wie in manchen europäischen Ländern (Mineralölsteuersenkung, beschränkte Preisanpassungen, etc.), werden derzeit nicht gefordert. Das Thema gestiegener Lebenshaltungskosten, das auch Benzinpreise beinhaltet, wird seit längerem - auch schon vor dem Iran-Krieg - diskutiert und wird voraussichtlich auch in den Midterm-Wahlen Anfang November eine wichtige Rolle spielen.