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Migration
Ausstellung 'Wandernde Seelen': Ein Spiegel von Mut und Hoffnung im Herzen von Rabat

"Persönliche Geschichten an Kreuzungen der Menschlichkeit"
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Die Fotografin hinter diesem Projekt, die in ihrem eigentlich Leben Mitglied des Stiftungsteams in Rabat ist, hat es geschafft, die Essenz des migrantischen Lebens in Marokko einzufangen: Gesichter aus der Ferne, Blicke, die Bände sprechen, Lächeln, die Geschichten verbergen. Schwarz-weiß Porträts, Audiozeugnisse, untermalt vonelektronischer Musik, schufen eine fesselnde Atmosphäre, in der jede Besucherin und jeder Besucher die Kraft der einzelnen Lebensgeschichten spüren konnte.

Durch das Objektiv erzählten Migrantinnen und Migranten ihr Leben, teilten ihre Hoffnungen und drückten das immense Heimweh nach ihrem Herkunftsland aus. Doch was am stärksten widerhallte, war ihre Botschaft von Hoffnung und Resilienz angesichts der Herausforderungen, die sie in Marokko, ihrem Gastland, erlebt haben.

Beim Durchwandern der Ausstellung entdeckten die Besucher unter anderem die Geschichten von Alae-Eddine, Joëlle und Ashley.

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Alae-Eddine, ein Mann, dessen Augen die Sehnsucht nach Syrien verraten, teilt mit entwaffnender Aufrichtigkeit den Schmerz der Trennung und die Dringlichkeit, seine durch den Konflikt zerstreute Familie wieder zu vereinen. Seit Jahren in Marokko lebend, kämpft er darum, die wertvolle Aufenthaltsgenehmigung zu erhalten, die es ihm ermöglichen würde, mit seinen Liebsten zusammen zu sein.

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Joëlle, mit ihrer ansteckenden Energie, teilt ihre Reise von der Elfenbeinküste nach Marokko, einen Pfad gesäumt von Hindernissen, doch erhellt durch Solidarität und Akzeptanz. Ihre beruflichen Erfolge und ihre kulturelle Integration sind die Früchte ihrer Entschlossenheit und ihrer Fähigkeit, über Unterschiede hinwegzusehen.

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Ashley verließ die Wirren der Zentralafrikanischen Republik auf der Suche nach Frieden in Marokko. Konfrontiert mit der harten Realität des Rassismus und den Herausforderungen der Einwanderung, hat sie sich durch ihr afrikanisches Bekleidungsgeschäft eigenständig gemacht, während sie gleichzeitig ihre Kultur bekräftigt und Stereotypen herausfordert.

"Wandernde Seelen: Geschichten des Mutes" ist eine Feier des Lebens, der zurückgelegten Wege und der tief in der Seele verwurzelten Hoffnungen. Beim Verlassen der Ausstellung trägt man das Echo dieser Leben in sich, die Gewissheit, dass jede Geschichte es wert ist, gehört zu werden, und dass jede wandernde Seele unsere Gesellschaft bereichert.