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Gendered Disinformation
Gendered Disinformation: FNF-Reihe zum Weltfrauentag

Symbolbild: Eine Frau in der Bildmitte, umgeben von einem Wirbel aus Chat-/Sprechblasen, Emoji-Symbolen und Störbild-Fragmenten.
© Bild mit KI erstellt

Zum Internationalen Frauentag 2026 veröffentlicht die FNF eine Reihe von Länderstudien zu Gendered Disinformation in Mexiko, dem Libanon und den Philippinen. Die Reihe folgt auf ein früheres Policy Paper zu Tschechien und der Slowakei. 

Gendered Disinformation wird weltweit eingesetzt, um Frauen anzugreifen, die sich in Politik und Öffentlichkeit engagieren. Sie zeigt sich in vielen Formen – von sexualisierter Diffamierung und gezielter Rufschädigung bis hin zu Drohungen und Belästigung. Ziel ist es, diese Frauen aus der öffentlichen Debatte zu drängen – und andere einzuschüchtern und abzuschrecken.
 

Länderstudien

Die Studien stützen sich auf Daten, Einschätzungen von Expertinnen und Experten sowie auf die Erfahrungen Betroffener. Sie machen sowohl wiederkehrende Muster als auch länderspezifische Vorgehensweisen sichtbar.

Zugleich sind sie mehr als eine Bestandsaufnahme von Schäden und Risiken: Sie zeigen die Resilienz der Betroffenen und entwickeln konkrete Ansätze, um entgegenzuwirken – von politischen Maßnahmen und Plattformverantwortung über journalistische Sorgfalt bis hin zu zivilgesellschaftlichem Engagement.

  • Mexico: EON Institute knüpft an Erkenntnisse aus einer FNF-Kooperation an, die den Einsatz generativer KI bei Mexikos Wahlen 2024 untersucht hat und arbeiten die mexikanische Perspektive in Expertenrunden und Dialoge mit jungen Frauen heraus.
  • LibanonSamir Kassir eyes Center und InflueAnswers analysieren genderbezogene Desinformation im Libanon auf Grundlage ausführlicher Interviews mit Frauen in Politik und Journalismus, umfassender Literaturrecherche und internationaler Vergleiche.
  • Philippinen: Der Center for Liberalism and Democracy analysiert anhand prominenter Fallbeispiele auf den Philippinen Gendered Desinformation und ordnet sie mithilfe unterschiedlicher theoretischer Ansätze ein.

Relevant für Betroffene – und für die Demokratie

Die Erkenntnisse zeigen: Gendered Disinformation ist weder nur ein Frauenthema noch allein eine Frage digitaler Rechte, sondern eine Herausforderung für die liberale Demokratie insgesamt. Denn wer Frauen zum Schweigen bringen will, will die Demokratie zum Schweigen bringen.

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