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Ibero-Amerikanisches Forum: Herausforderungen der Freiheit

Foro Iberoamericano

Das "Ibero-Amerikanische Forum: Herausforderungen der Freiheit" fand am Sonntag, den 23. Mai, statt. Álvaro Vargas Llosa und Gerardo Bongiovanni als Vertreter der Internationalen Stiftung für Freiheit und Aparicio Caicedo von der Denkfabrik Ecuador Libre eröffneten die Veranstaltung. Letzterer dankte der Denkfabrik für ihre Unterstützung vor mehr als 10 Jahren und betonte die Bedeutung der Freiheit in Lateinamerika.


Jörg Dehnert, Direktor der Friedrich-Naumann-Stiftung Andenländer, und Iván Duque, Präsident von Kolumbien, konnten nicht physisch am Forum teilnehmen; sie brachten jedoch durch ein aufgezeichnetes Video zum Ausdruck, wie wichtig liberale Werte wie Freiheit, Rechsstaatlichkeit und Marktwirtschaft auch in diesen Krisenzeiten sind und wünschten der neuen Regierung Erfolg.


Im Rahmen des Panels II: "Die aktuellen Herausforderungen von Ibero-Amerika in einem intensiven Wahljahr".  Der erste Podiumsteilnehmer, Pablo Casado, Präsident der Volkspartei (PP), Spanien, sprach in Anlehnung an Jean-François Revel; der Kommunismus sei nicht 1989 gescheitert, als die Berliner Mauer fiel, sondern 1961, als man einen Vorhang bauen musste, damit die eigenen Bürger nicht aus dem Elend, der Unterdrückung, des kommunistischen Gefängnisses entkommen konnten. Er betonte seine tiefe Sorge um die Diktaturen in Nicaragua, Kuba und Venezuela.
Weiterer Schwerpunkt der Diskussion war die Verquickung zwischen Protektionismus und Populismus. Beides wurden als Gegner der Freiheit gegen der Marktwirtschaft und des Privateigentum herausgestellt und vielmehr versuchen, eine Wirtschaft zu schaffen, die auf die Bereicherung der herrschenden Klassen ausgerichtet ist.
Schließlich betonte er neben seiner Sorge um Peru, Mexiko, Bolivien und Mittelamerika die politische Bedeutung zwischen Ecuador und Spanien, die zur Förderung von Tourismus, Infrastruktur, Telekommunikation, Bankwesen und Energie beitragen wird.


Der zweite Podiumsteilnehmer innerhalb von Panel II; Leopoldo López, Koordinator von Voluntad Popular, Venezuela, erzählte von seiner Erfahrung, was es bedeutet, ohne Freiheit zu leben, aus dem Gefängnis und in der Diktatur, die Venezuela lebt, er bekräftigte, dass China, Russland, Iran, Türkei, Kuba Freiheit und Demokratie angreifen, es ist eine lateinamerikanische Pflicht, Aktivisten zu sein, um sie zu verteidigen.


Álvaro Vargas Llosa erklärte in seiner Analyse der Situation in Peru, dass der Andenstaat sich bei der Stichwahl in einem großen Dilemma befände. Auf der einen Seite stände der Kandidat einer marxistischen, leninistischen Partei ist, ein Bewunderer von Fidel Castro und der totalitären Erfahrung von Venezuela. Auf der anderen Seite kandidiere mit Keiko Fujimori die Tochter des ehemaligen Diktators Alberto Fujimori, gegen die zudem selbst bezüglich Geldwäsche und Korruption seitens der Staatsanwaltschaft ermittelt wird und die sich deshalb auch mehrere mal und mehrere Monate in Untersuchungshaft befand. Obwohl die umstrittene Tochter des Ex-Diktators in einer aufgezeichneten Videobotschaft Ihre Verpflichtung zur Einhaltung der Demokratie und demokratischer Institutionen bekräftigte, konstatierte der Sohn des peruanischen Nobelpreisträgers dass dennoch unter diesen „Optionen“ sei laut eine Wahlpräferenz unter liberalen Wertvorstellungen weiter sehr schwer bleibe.


In Panel IV: "Demokratie und Freiheit". José María Aznar, ehemaliger Präsident von Spanien. In seiner Rede betonte er, dass es eine Verpflichtung sei, Freiheit, Demokratie und freie Wirtschaft gegen jede Art von Populismus zu verteidigen, egal ob von rechts oder von links. Er betonte die lateinamerikanischen Probleme, die durch die Pandemie entstanden sind, und die Rückschläge, die sie verursacht hat.  
In Panel V: "Besondere Grüße", in der aufgezeichneten Botschaft von Isabel Díaz Ayuso, Präsidentin der Gemeinschaft von Madrid, drückte ihr großes Interesse an der Zusammenarbeit bei der Verteidigung des Lebens und der Freiheit aus.


María Corina Machado, Koordinatorin von Vente Venezuela, betonte, dass Ecuador aus einer Periode eines kontinentalen Herrschaftsprojekts mit ideologischen, geostrategischen und kriminellen Merkmalen herauskam, sie bekräftigte, dass dieser Triumph ein Schritt vorwärts im Aufbau eines Blocks von Demokraten im Westen ist. Sie erinnerte daran, dass der Kampf von Venezuela nicht nur von Venezolanern ist, da das Regime das organisierte Verbrechen, den Terrorismus, den Drogenhandel und die Guerilla vertritt, und es sind diese Akteure, die derzeit versuchen, Kolumbien zu destabilisieren. Sie schloss mit der Feststellung, dass der Kampf Lateinamerikas uns allen gehört.


Schließlich endete das Forum mit einer Rede von Guillermo Lasso, der ein Resümee des Präsidentschaftswahlkampfes zog. Er sagte, dass das Volk für die Verteidigung der Demokratie gestimmt hat. Einer der wichtigsten Punkte in seinem Regierungsplan ist, dass Impfungen keine Ideologie haben, aus diesem Grund hat er mit Russland und China Impfstoffe für Ecuadorianer ausgehandelt. Er will die chronische Unterernährung von Kindern und den Mangel an Arbeitsplätzen bekämpfen und die Bildung stärken.
Einige der wichtigsten Ankündigungen seiner Rede waren; die Aufhebung des Kommunikationsgesetzes, das in Correas Regierung geschaffen wurde und die Konzessionierung von 3 Raffinerien.

 

 

Gerardo Bongiovanni y Zarah Nieto
Gerardo Bongiovanni, fundador y presidente de la Fundación Libertad junto a Zarah Nieto, asistente de proyectos de FNF Países Andinos.

IBERO-AMERIKANISCHES FORUM: HERAUSFORDERUNGEN DER FREIHEIT