Walter Scheel
Walter Scheel: Ein großer Liberaler

Walter Scheel prägte maßgeblich die deutsche und europäische Nachkriegsordnung
Walter Scheel Vereidigung
Walter Scheel bei seiner Vereidigung. © Liberales Archiv

Am 8. Juli 2019 wäre Walter Scheel 100 Jahre alt geworden. Zeit seines Lebens war er ein optimistischer Visionär und mutiger Gestalter. Die Positionierung der FDP als moderne Partei, die europäische Einigung und auch die Deutsche Einheit hat er gestaltet und vorbereitet. Anders als viele seiner Zeitgenossen gerade unter den Liberalen, war seine pro-europäische Haltung nicht allmählich – durch Einsicht oder Anpassung – gewachsen, sondern stand von Beginn seines politischen Wirkens an fest.

Seine zahlreichen politischen Mandate und Ämter bilden Stationen einer außerordentlichen deutschen Politikerkarriere, die über drei Jahrzehnte vom Rat der Stadt Solingen bis in das höchste Amt der Bundesrepublik Deutschland führte. Als erster Bundesminister für wirtschaftliche Zusammenarbeit sowie als Außenminister prägte Walter Scheel maßgeblich die deutsche und europäische Nachkriegsordnung. Die von ihm mitinitiierte Entspannungspolitik zur DDR und den Ostblockstaaten legte den Grundstein für die spätere Deutsche Einheit.

Auch als vierter Bundespräsident der Bundesrepublik Deutschland setzte er sein Engagement für Frieden und Freiheit fort: „Einen wir Europa aus Einsicht und mit freiem Willen. Es ist die schönste, die lohnendste historische Aufgabe, die uns in unserer Geschichte gestellt wurde.“ Dieser Appell Walter Scheels an seine Zeitgenossen aus dem Jahr 1977 ist bis heute hochaktuell.

Den Jahrestag des 100. Geburtstags Walter Scheels nehmen die Friedrich-Naumann-Stiftung für die Freiheit und die Fraktion der Freien Demokraten im Landtag Nordrhein-Westfalen zum Anlass, im Bundesland seines politischen Wirkens seine Lebensleistung zu würdigen und an Meilensteine seiner Karriere zu erinnern.