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Umfrage: Knappe Mehrheit der Deutschen unterstützt Gastronomie in der Corona-Krise

Wie gut kommen neue, digitale Geschäftsideen und Vertriebswege von Selbstständigen, Kreativen und Künstlern in Zeiten der Corona-Krise wirklich an?
Schild "Haltet zusammen"
Ein Schild mit der Aufschrift "Haltet zusammen" im Schaufenster eines geschlossenen Geschäfts. © picture alliance

Die rund 4 Millionen Selbstständige, kleine und mittelständische Unternehmen, Künstler und Kulturschaffende in Deutschland sind besonders betroffen vom wirtschaftlichen und sozialen Shutdown. Mit jedem weiteren Tag drohen sie weiter in die finanzielle Krise zu rutschen. So gestalten die Unternehmen neue digitale Modelle, um ihre Betriebe vor dem Kollaps zu bewahren.

YouGov

Eine aktuelle Umfrage von YouGov mit 2.037 Teilnehmern ergab: Die Reaktionen in der Bevölkerung sind zwar noch verhalten, aber knapp die Mehrheit ist zur Unterstützung der Gastronomiebetriebe bereit: 

• Nahezu jede/r Zweite (44 Prozent) ist bereit, Abhol- und Lieferdienste des Lieblingsrestaurants zu nutzen und der Gastronomie dadurch zu helfen. Besonders beliebt ist dieser Service bei 18-24-Jährigen (52 Prozent). 

• Rund ein Viertel aller Befragten ist bereit, Anzahlungen etwa für Friseurbesuche (24 Prozent) und Handwerkeraufträge (22 Prozent) zu leisten, auch wenn die Leistung erst später erbracht wird. Insbesondere in der Altersgruppe der über 55-Jährigen ist diese Hilfe beliebt (26 Prozent).

• Überraschend freuen kann sich auch der regionale Buchhandel über seine junge Zielgruppe: Von den 18-24-Jährigen geben 26 Prozent an, dass sie Bücher vorbestellen und später abholen würden. 

• Online an kostenpflichtigen Konzerten und Streams aktiv teilnehmen würde 15 Prozent der 18-24-Jährigen, ebenso wie 15 Prozent der Befragten im Alter zwischen 45 und 55 Jahren. Im Vergleich: Nur rund jede/r Neunte (11 Prozent) würde aktuell Online-Konzerte nutzen. 

• Sonstige kostenpflichtige Online-Angebote, wie diese von Musikschulen oder Yoga-Stunden, werden derzeit noch nicht gut angenommen. Lediglich

  • 6 Prozent würden Online-Angebote von Musikschulen nutzen und bezahlen.
  • 5 Prozent würden online mit ihrem Yogalehrer praktizieren und dafür bezahlen.
  • 3 Prozent würden einen Online-Kurs ihres Lieblingsbarmixers schauen und bezahlen.

Knapp ein Viertel der Befragten ist zu keiner der genannten Unterstützungsleistungen bereit, weitere 13 Prozent äußern keine Meinung. Angesichts einer Krise, die für viele das wirtschaftliche Aus bedeuten könnte und den Alltag eines jeden Einzelnen durchdringt, bleibt jedoch die Zuversicht, dass Empathie und Gemeinsinn in Zukunft noch erstarken werden. 

10-Punkte-Survival-Guide für den Shutdown

10 Punkte Plan Survival

Der weitgehende Stillstand scheint zu wirken: Die Ausbreitung des Coronavirus in Deutschland hat sich seit Beginn der Maßnahmen verlangsamt. Jetzt geht es darum, diesen zeitlich so kurz wie möglich zu halten und gleichzeitig dafür zu sorgen, dass die gesunden Unternehmen überdauern können. Wie das funktionieren kann, zeigen wir in unserem 10-Punkte-Plan.

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Johann Ahlers
Johann Ahlers
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