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Lernen Sie Frau Dr. Rodica Crudu aus der Republik Moldau kennen

Die Entscheidung zu bleiben, die Kraft zu handeln
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© Friedrich Naumann Foundation for Freedom

WIRTSCHAFT & AKADEMISCHE WELT & ZIVILGESELLSCHAFT

Das ist Multitasking pur! Rodica Crudu ist Dozentin, Expertin für europäische Wirtschaftspolitikbei einem gemeinnützigen Verein, dem Labor für Entwicklungsinitiativen - Republik Moldau, und Chefredakteurin der Osteuropäischen Zeitschrift für Regionalstudien. Bis vor kurzem leitete sie als Dekanin die Fakultät für internationale Wirtschaftsbeziehungen der Moldauischen Akademie für Wirtschaftswissenschaften. Darüber hinaus wurde sie im Rahmen des Jean-Monnet-Programms als Professorin ausgezeichnet. Ihre Erfahrung umfasst die Koordinierung mehrerer EU-finanzierter Projekte in den Bereichen europäische Integrationsstudien und Kapazitätsaufbau im Hochschulbereich.

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Sie unterrichtet Lehrveranstaltungen zum Thema „Europäische Integration und Wirtschaft“ und „Techniken des Außenhandels“ für Bachelor-Student*innen und „Institutionen und Politiken der EU“ für Studierende der Masterstudiengänge.

„Junge Leute in Moldawien haben eher eine pro-europäische Haltung. Ich habe den Eindruck, dass dies sogar bei den russischsprachigen Student*innen der Fall ist.” Sie freut sich darüber, dass immer mehr Studierende über den Tellerrand hinausschauen und fundierte Diskussionen führen. „Sie sind neuen Ideen gegenüber immer aufgeschlossener und machen sich europäische Werte zu eigen.“

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Für die Förderung der Qualität in der Hochschulbildung in der Republik Moldau wurde sie 2018 mit dem nationalen Preis „Calitatea de Cristal“ ausgezeichnet.

Die Erfahrung, die sie durch die verschiedenen Stipendien im Laufe der Jahre gesammelt hat, haben sie dazu veranlasst, ihre Lehrstrategien zu überdenken und sich von den alten Modellen zu verabschieden, denen sie als Studentin ausgesetzt war.

Ihre Entschlossenheit, das Umfeld und die Stimmung um sie herum zu verändern, beschränkte sich nicht auf ihre Lehrtätigkeit im Hörsaal. Sie trieb die Fakultät dazu an, ihre Präsenz in den sozialen Medien zu verstärken, und initiierte Austauschprogramme mit ausländischen Universitäten für Studierende und Lehrkräfte. Zudem unterstützte Rodica die Einrichtung eines gut ausgestatteten Arbeits- und Begegnungsraums für Studierende nach dem Vorbild ähnlicher Initiativen an Universitäten und Bibliotheken aus den westlichen Ländern.

Sie unterrichtet Unternehmertum sowohl in Rumänien als auch in der Republik Moldau, wodurch sich Vergleiche zwischen den Studierenden in diesen beiden Ländern ziehen lassen, die einander hinsichtlich der Sprache und der Tradition so nahe wie möglich sind. „Es ist halt anders.“ Sie meint, dass die Intuition und die Entschlusskraft in den beiden Gruppen unterschiedlich seien. „Stellen Sie sich einen Kuchen vor. Moldauische Studierende können ihn bewundern und riechen, aber sie schauen nur zu, wie andere ihn kosten. Rumänische Studierende kennen den Geschmack und das Aroma bereits sehr gut.”

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Seit den turbulenten Ereignissen in Osteuropa 1989 und der Auflösung der UdSSR 1991 verlassen die Bürger*innen der seitdem unabhängigen Republik Moldau ständig ihr Land. Die anhaltende wirtschaftliche Instabilität hat zu einer Massenauswanderung geführt.

Zwar hatte Rodica die Möglichkeit, dauerhaft im Ausland zu leben, doch hat sie sich immer wieder für die Heimkehr entschieden. Im Laufe ihrer beruflichen Tätigkeit nahm Rodica Cruduan zahlreichen Studienaufenthalten und Berufspraktika in verschiedenen europäischen Ländern teil (im Vereinigten Königreich, in Spanien, Belgien, Deutschland, Litauen, Rumänien usw.) und erhielt außerdem ein Fulbright-Stipendium in Washington, DC.

„Es liegt an [...] der Art und Weise, wie ich erzogen wurde - mit dem Glauben, dass wir daheim ein besseres Leben haben können und dass jeder dazu beitragen sollte.”

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Frau Crudu blickt seit Ende 2020, als Maia Sandu von der pro-europäischen Partei für Aktion und Solidarität zur ersten Präsidentin der Republik Moldau gewählt wurde, unermüdlich optimistisch in die Zukunft ihres Landes.

Im Hinblick auf ihre eigene Erfahrung als Frau in der akademischen Welt, meint sie, dass „Männer leichter befördert [werden], während Frauen ein Schattendasein zu führen haben.“

Sie versucht, ihre Lebensgeschichte als Vorbild für ihre beiden Töchter darzustellen. „Ich sage ihnen: Wenn man sich ständig Mühe gibt, wenn man hart arbeitet, wird man auch immer den Lohn für seine Leistung ernten können, aber die Arbeit selbst sollte das Glücklichsein nicht überschatten. Denn letztendlich geht es um Glück und Ermächtigung. Wenn man die richtige Balance findet, fällt es einem später leichter.“

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