Heim, Heimat, Heimaten

Exil-Journalisten schreiben über die Fremde und das Vertraute

Meinung18.06.2018Dorothee Nolte
 Eine Tagesspiegel-Beilage in Zusammenarbeit mit der Friedrich-Naumann-Stiftung für die Freiheit und der Robert Bosch Stiftung.
Eine Tagesspiegel-Beilage in Zusammenarbeit mit der Friedrich-Naumann-Stiftung für die Freiheit und der Robert Bosch Stiftung.Friedrich-Naumann-Stiftung für die Freiheit

Dieser Artikel wurde am Samstag den 16.06.2018 im Tagesspiegel veröffentlicht und ist online auch hier zu finden.

Über den Begriff „Heimat“ wird heftig diskutiert. Aber selten nur kommen diejenigen zu Wort, die gezwungenermaßen am meisten darüber nachdenken,was er bedeutet – weil sie ihre alte Heimat verloren haben und ein neues Heimatgefühl suchen. In dieser Beilage schreiben Exiljournalistinnen und -journalisten aus Syrien, Afghanistan und Ägypten über ihre Erfahrungen. In vielen Texten kommt zum Ausdruck: Die Herkunftsländer waren für die Autoren immer schon schwierige Heimatländer. Kann man sichwohl und zuhause fühlen,wo man – etwa als Frau, als Kurde, als Homosexueller, als nicht-religiöserMensch – von der Gesellschaft nicht akzeptiert, als Mensch zweiter Klasse gesehen wird? In Deutschland dagegen herrscht Freiheit, das ja. Aber es fehlen die vertrauten Gerüche, Menschen, Bilder, und jeder, der herkommt, hat das Gefühl, sich erklären zu müssen. Nichts ist selbstverständlich. Eine neue Heimat zu finden ist nicht leicht, man muss sie sich erarbeiten. Diese Beilage entstand in Zusammenarbeit mit der Friedrich-Naumann-Stiftung für die Freiheit und der Robert Bosch Stiftung im Rahmen des mehrfach preisgekrönten Projekts #jetztschreibenwir, das der Tagesspiegel seit zwei Jahren gestaltet. Mehr Texte zum Thema „Heimaten“ finden Sie unter www.tagesspiegel.de/exiljournalisten.

Mazen Abo-Ismail stammt aus Afghanistan und ist seit 2016 in Deutschland. Seit Mai 2017 ist er Volontär der Medienanstalt Berlin-Brandenburg bei ALEX Berlin.