Meinungsfreiheit in der Türkei
Meinungsfreiheit im Schatten der Pandemie

Fotoausstellung und Podiumsdiskussion
Meinungsfreiheit im Schatten der Pandemie HRA

© Friedrich Naumann Foundation for Freedom

Am 26. und 27. Mai organisierte die Friedrich-Naumann-Stiftung Türkei in Zusammenarbeit mit dem Institut für Auslandsbeziehungen zwei Podiumsdiskussionen und Fotoausstellungen zum Thema "Meinungsfreiheit während der Pandemie" in der deutschen Botschaft in Ankara und im deutschen Generalkonsulat in Istanbul. Der Höhepunkt beider Veranstaltungen war die Ausstellung der Gewinnerfotos mit dem Ziel, die Auswirkungen der Covid-19-Pandemie auf menschenrechtsbezogene Themen wie die Meinungsfreiheit zu zeigen.

Im Vorfeld der Veranstaltung wählte eine Expertenjury die besten 19 aus zweihundert eingesendeten Fotos zum Thema Meinungsfreiheit während der Pandemie aus, in denen die Freiheitsbeschränkungen in der Türkei während der Pandemie am besten zum Ausdruck kommen und zeigen, laut Kommentar der Gewinner, wie die Regierung die Beschränkungen zur Durchsetzung ihrer Ideologie nutzte. Während der Veranstaltung hatten die eingeladenen Fotografeninnen und Fotografen die Möglichkeit, über ihre Fotos zu sprechen, sich mit Fachleuten auszutauschen und sich für ihre berufliche Laufbahn inspirieren zu lassen.

Die Ausstellungen begannen mit einer Begrüßungsansprache von Udo Di Fabio, in der er, als ehemaliges Mitglied des deutschen Bundesgerichtshofs, die Bedeutung der Rechtsstaatlichkeit hervorhob und betonte, dass diese in der Türkei eine wichtige Rolle spielen müsse. In der deutschen Botschaft in Ankara moderierte Barçın Yinanç die anschließende Podiumsdiskussion mit Bican Şahin, Mustafa Yeneroğlu und Zeynep Gürcanlı, in der gleichermaßen darauf hingewiesen wurde, dass die Rechtsstaatlichkeit wieder stärker in den Mittelpunkt gerückt werden müsse, um die Freiheit in der Türkei zu fördern.

Journalistin Nevşin Mengü moderierte die Podiumsdiskussion im Generalkonsulat in Istanbul mit Veysel Ok, Can Candan und Sebla Arcan, die die türkische Politik und die Einschränkungen der Freiheit in der Türkei während der Covid-19-Pandemie aus verschiedenen Perspektiven beleuchteten. Beide Podiumsdiskussionen zeigten mögliche Lösungsansätze für den Umgang mit den Freiheitseinschränkungen in der Türkei auf und folgerten, dass die junge Generation das entscheidende Element in der Hoffnung auf Freiheit sein werde.

Die Veranstaltungen endeten mit einem informellen Austausch, bei dem die Teilnehmenden die Möglichkeit hatten, sich über Menschenrechtsthemen auszutauschen sowie Kontakte zu verschiedenen Menschenrechtsakteurinnen und -akteuren für eine zukünftige Zusammenarbeit zu knüpfen.

Mit einer Teilnahme von mehr als 170 Personen war die Veranstaltung ein großer Erfolg. Wir freuen uns auf künftige gemeinsame Begegnungen, Diskussionen und Veranstaltungen und bedanken uns bei allen Teilnehmenden, Sprecherinnen und Sprechern, die die Veranstaltungen besucht haben, sowie beim Institut für Auslandsbeziehungen für die großzügige Unterstützung im Vorfeld und während des gesamten Ablaufs.