Policy Paper
CO2-Emissionshandel versus CO2-Steuer

Welches der beiden Konzepte ist am wirkungsvollsten gegen den Klimawandel?
Publikation CO2-Emissionshandel versus CO2-Steuer

Um Klimawandel und Umweltschäden entgegenzuwirken, sind Mechanismen zur CO2-Reduzierung unerlässlich. Mehr als vier Fünftel der weltweiten Energieerzeugung basieren auf fossilen Energieträgern. Im vergangenen Jahr hat die Nutzung fossiler Rohstoffe wie Erdgas, Kohle oder Öl zugenommen. Bei der Verbrennung dieser Rohstoffe entsteht unter anderem Kohlenstoffdioxid (CO2), welches als eines der Treibhausgase für den Klimawandel verantwortlich ist. Das Gesamtausmaß der Auswirkungen des Klimawandels ist noch unbekannt. Die Schäden durch CO2-Emissionen werden aber perspektivisch den Nutzen der Verwendung fossiler Energieträger überwiegen. Ökonomisch sinnvoll ist es, die Kosten zur Vermeidung oder Beseitigung von Umweltbelastungen dem Verursacher anzurechnen (Verursacherprinzip), da sonst die Verursacher keinen Preis für von ihnen verursachte Schäden am Gut Umwelt oder Klima zahlen. Diese Kosten werden andernfalls von der Allgemeinheit und zukünftigen Generationen getragen.

Durch Implementierung des Verursacherprinzips in den Klimaschutz wird dem CO2 ein Preis gegeben, um Anreize für Emittenten zu schaffen, ihren CO2-Ausstoß zu reduzieren. Dieser Preis beinhaltet das Recht, CO2 auszustoßen, welches vor der Einführung von Steuern oder Emissionsberechtigungen keinen ökonomischen Wert hatte: Jeder durfte unbegrenzt CO2 emittieren. Die Verursacher von Umweltschäden hatten also keinen unmittelbaren Anreiz, die Kosten für die externen Effekte durch Treibhausgasemissionen zu internalisieren. An dieser Stelle braucht es staatliche Eingriffe, damit die Märkte wieder effizient funktionieren und von den Verursachern des Ausstoßes von CO2 ein angemessener Preis hierfür gezahlt wird.