re:publica
FNF auf der re:publica 26
Panel „Europas KI-Zukunft“ mit (v. l. n. r.) Pascal Kaufmann (AlpineAI), Nicole Büttner (FDP/Merantix Momentum) und Céline Nauer (FNF, Moderation).
© Tyler Schäfer / FNF„#NeverGonnaGiveYouUp“ das Motto der re:publica 26 war Programm.
Drei Tage, über 1.000 Sprecherinnen und Sprecher, mehr als 20 Bühnen in der STATION Berlin: Die Konferenz präsentierte sich in diesem Jahr weniger als reine Trendschau, sondern vielmehr als Bekenntnis zur digitalen Selbstbestimmung, zur Demokratie und zu einer klaren Haltung. Künstliche Intelligenz, Desinformation und die Frage, wer die Spielregeln der digitalen Welt schreibt, zogen sich durch nahezu jede Debatte.
Die Friedrich-Naumann-Stiftung für die Freiheit (FNF) war erneut als Partner dabei und brachte unter dem Leitgedanken „Smart & Souverän“ genau jene Fragen mit, die auch das Programm prägten, sowie liberale Antworten darauf.
Europa und die KI-Frage
Wie abhängig ist Europa von den großen KI-Plattformen und was lässt sich dagegen tun? Dieser Frage widmete sich das Panel „Europas KI-Zukunft: Gefangen im Lock-in oder souverän dank Wettbewerb?“ auf Stage 6, das von der Stiftung mitveranstaltet wurde.
Moderiert von Celine Nauer diskutierten Nicole Büttner, FDP-Generalsekretärin und Gründerin von Merantix Momentum, und Pascal Kaufmann, Neurowissenschaftler sowie Gründer von AlpineAI und der Mindfire Foundation, über Europas Handlungsspielraum im globalen KI-Wettbewerb. Büttner warb für klare marktwirtschaftliche Rahmenbedingungen und offenen technologischen Wettbewerb. Kaufmann brachte eine andere Perspektive ein: Echte KI, so seine These, lasse sich nicht allein durch mehr Rechenleistung erzwingen, sie erfordere ein tieferes Verständnis des menschlichen Gehirns und brauche einen europäischen Wettbewerber zu den US-Größen.
Panel „Europas KI-Zukunft“ mit (v. l. n. r.) Pascal Kaufmann (AlpineAI), Nicole Büttner (FDP/Merantix Momentum) und Céline Nauer (FNF, Moderation).
© Tyler Schäfer / FNFHier geht's zum Panel auf YouTube
Desinformation als Machtinstrument
Bereits am Montag war die Stiftung auf Stage 7 mit einem englischsprachigen Panel vertreten: „Gonna Tell a Lie and Hurt You? Reclaiming the Internet from Gendered Disinformation“. Mit dabei waren Maren Jasper-Winter, Vorstandsmitglied der Stiftung und Head of Public Affairs bei LEAG, sowie Nicté Cabañas und Charlotte Zeller.
Das Panel knüpfte an die globale Publikationsserie der FNF "Gendered Disinformation weltweit: Muster und Gegenstrategien" an. Im Mittelpunkt stand die Frage, wie digitale Desinformation gezielt gegen Frauen im öffentlichen Raum eingesetzt wird und warum es sich dabei nicht um ein Randphänomen handelt, sondern um ein strukturelles Problem für demokratische Gesellschaften.
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Panel „Gonna Tell a Lie and Hurt You?“ mit (v. l. n. r.) Charlotte Zeller (FNF, Moderation), Nicté Cabañas (EON Institute) und Maren Jasper-Winter (Mitglied im Vorstand, FNF).
© Gregor Fischer / re:publica (https://creativecommons.org/licenses/by-sa/4.0/deed.de)Am Stand: Medienarbeit, Gespräche, TINCON
Im Pop-up-Space der Stiftung war viel los. Neben Gesprächen über aktuelle Publikationen und Stipendienmöglichkeiten wurde der Stand auch zum Ort für Medienarbeit, mit Interviews und Begegnungen, die direkt aus der Konferenz heraus entstanden.
Nah war der Stiftungsstand an der TINCON, Deutschlands größter Konferenz für junge Menschen zwischen 13 und 25 Jahren, die parallel zur re:publica stattfindet. Wer zur TINCON kommt, erhält auch Zugang zur rp26. Das zeigte sich auch am Stand: Die Debatten über KI, Demokratie und digitale Teilhabe beschäftigen längst nicht nur ein Fachpublikum. Sie betreffen unmittelbar die Lebenswirklichkeit einer Generation, die mit diesen Fragen aufwächst.
FNF-Stand auf der re:publica
© Tyler Schäfer / FNFDie re:publica 26 hat gezeigt: Die großen Fragen der digitalen Gesellschaft sind längst politische Fragen. Wer KI reguliert, wer digitale Infrastruktur kontrolliert und wer Desinformation bekämpft, entscheidet sich nicht allein im Code, sondern in gesellschaftlichen Aushandlungsprozessen.
Die FNF hat diese Debatten mitgestaltet und liberale Positionen dort eingebracht, wo sie gebraucht werden: mitten in die Diskussionen über die digitale Zukunft.
Impressionen von der re:publica
© Tyler Schäfer / FNF*Tyler Schäfer ist Stipendiat der liberalen Medienakademie.