Wer ist Raif Badawi?

Was bisher geschah: die Geschichte des saudischen Bloggers in Bildern
Der saudische Blogger Raif Badawi.
Der saudische Blogger Raif Badawi. © Ensaf Haidar, Raif Badawi cropped, CC BY-SA 3.0

Die Stiftung für die Freiheit verleiht am 11. Oktober zum dritten Mal den Raif Badawi Award. Der saudische Blogger und Redakteur wurde wegen Gotteslästerung zu einer Freiheitsstrafe von zehn Jahren und 1000 Peitschenhieben verurteilt. Weil Badawi sagte, was er denkt, befindet er sich seit fünf Jahren in Haft. Sein Schicksal bewegt. Weltweit. Wir haben die stärksten Bilder des Protests.

#FreeRaif - Die stärksten Bilder des Protests

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Unvergessen. Am 17. Juni 2012 wurde Raif Badawi als "Ungläubiger" verhaftet. Das Gericht warf ihm vor, er habe Muslime, Christen, Juden und Atheisten als gleichwertig bezeichnet, was gegen das Anti-Terror-Gesetze verstoße. Wegen „Beleidigung des Islam“ wurde er zu zehn Jahren Haft und 1000 Peitschenhieben verurteilt. Bisher wurden 50 vollstreckt.

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Ensaf Haidar, die Frau des saudischen Bloggers Raif Badawi, setzt sich unermüdlich für die Freilassung ihres Mannes ein. Und das medienwirksam. Die Mutter von drei Kindern nutzt alle ihr zur Verfügung stehenden Kanäle und ist nicht nur in den Sozialen Medien sichtbar aktiv.

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Erst vor kurzem sprach Ensaf Haidar in Genf vor den United Nations und appellierte für die Freilassung ihres Mannes.

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Auch dem Europäischen Parlament trägt Ensaf Haidar, hier noch mit Martin Schulz als Vorsitzendem, die Geschichte ihres Mannes vor und bittet um Unterstützung.

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Weil sich Raif Badawi auf seiner Webseite kritisch über Politik und Religion geäußert hat, hat der saudische Blogger und Redakteur bereits etliche Geburtstage im Gefängnis verbringen müssen. Seine drei Kinder vermissen ihren Vater. Und wünschen sich für ihre Familie nur eines: seine Freiheit.

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Badawis Schicksal bewegt. Das Schicksal des saudischen Bloggers war Anlass für die Friedrich-Naumann-Stiftung für die Freiheit, den Raif Badawi Award for corageous journalists ins Leben zu rufen. Die Auszeichung für mutige Journalisten soll dazu beitragen, dass Badawi nicht vergessen wird. Und darauf aufmerksam machen, dass es viele Journalisten gibt, die aufgrund ihres Berufs um ihr Leben fürchten. Nur weil sie sagen und schreiben, was sie denken.

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Der undotierte Preis würdigt den Einsatz mutiger Journalisten in islamisch geprägten Gesellschaften und möchte auf Menschenrechtsverletzungen aufmerksam machen. Gleichzeitig soll er den Fall des saudischen Bloggers Raif Badawi in Erinnerung halten, der wegen angeblicher „Beleidigung des Islam“ zu zehn Jahren Haft, eintausend Peitschenhieben und einer hohen Geldstrafe verurteilt wurde.

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2015 erhielt der marokkanische Journalist Ali Anouzla den Preis, 2016 zeichnete dei Jury die irakischen Radiojournalistinnen des Senders Dange NWE aus. Der Award wurde gemeinsam von Raif Badawis Frau, Ensaf Haidar, und dem Journalisten Constantin Schreiber initiiert.

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Die ehemalige Justizministerin, Sabine Leutheusser-Schnarrenberger (FDP), setzt sich im Vorstand der Friedrich-Naumann-Stiftung vehement für Menschenrechte ein. Auch die Verleihung des diesjährigen Raif Badawi Award an Investigativjournalist Ahmet Şık hat Leutheusser-Schnarrenberg aktiv begleitet.

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Ahmet Şık erhielt den Raif Badawi Award 2017. Am 11. Oktober 2017 wurde die Auszeichnung der Friedrich-Naumann-Stiftung für die Freiheit auf der Frankfurter Buchmesse an den türkischen Investigativ-Journalisten verliehen. Şık schreibt unter anderem für die regierungskritische Zeitung „Cumhuriyet“. Zurzeit befindet er sich in der Türkei im Gefängnis. Ihm wird vorgeworfen, in seinen Artikeln Terror-Propaganda zu verbreiten und Staatsorgane zu beleidigen.

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Zur Preisverleihung auf der Frankfurter Buchmesse am 11. Oktober konnte Ahmet Şık nicht reisen. Der Gewinner des Raif Badawi Award 2017 befindet sich in Haft. Türkei-Experte Hans-Georg Fleck, der für die Friedrich-Naumann-Stiftung in Istanbul arbeitet, ist der Meinung, dass die Verleihung des Preises an den türkischen Investigativjournalisten dennoch einen positiven Einfluss haben kann. In den wenigen verliebenen oppositionellen Medien der Türkei und im immer wichtiger werdenden Netz, fand die Preisverleihung ein positives Echo.