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Ramadan
Ramadan Mubarak!

Die Friedrich-Naumann-Stiftung für die Freiheit wünscht allen Musliminnen und Muslimen einen frohen Ramadan.
Zuckerfest
© picture alliance / Zoonar | benis arapovic

5 Fakten zum Ramadan

Was steckt eigentlich hinter dem Fastenmonat und welchen Stellenwert hat er in der muslimischen Tradition sowie darüber hinaus?

#1 Fakt

5 Säulen

Die Einhaltung des Fastenmonats Ramadan ist eine der fünf Säulen des Islams, neben dem Glaubensbekenntnis, den fünf täglichen Gebeten, der Wohltätigkeit gegenüber Mitmenschen und der Pilgerfahrt nach Mekka. Diese bilden die Grundsätze des gemeinsamen Glaubens und religiösen Handelns. Hierbei ist der Fastenmonat - nicht anders als beispielsweise auch in der vorosterlichen christlichen Tradition - eine Zeit der spirituellen Einkehr, des Zusammenseins und Werteorientierung. Die muslimische Gemeinschaft rückt in diesem Monat traditionell enger zusammen, indem sie gemeinsam Fastenbrechen und Gebete praktizieren.

#2 Fakt

Verzicht

Der tägliche Rhythmus der Fastenzeit richtet sich am Verlauf der Sonne aus. Sie beginnt täglich nach dem Sahur, der letzten Mahlzeit vor Sonnenaufgang und endet mit dem Fastenbrechen (Iftar) nach Sonnenuntergang. Während des Fastens verzichten die betreffenden Personen auf Nahrung, Getränke, Genussmittel und Sexualität. Diese Praxis gilt für alle gläubigen Muslime, wobei Schwangere, Stillende, Reisende und Personen mit gesundheitlichen Einschränkungen ausgenommen sind. Für Kinder und Jugendliche ist der Ramadan freiwillig.

#3 Fakt

9. Monat

Der Fastenmonat Ramadan findet alljährlich im neunten Monat des islamischen Kalenders statt. Dieser Kalender basiert auf dem Mondzyklus und ist kürzer als der „westliche“ gregorianische Kalender, wodurch der Fastenmonat  jedes Jahr etwa zehn bis zwölf Tage früher beginnt als im Vorjahr. Der muslimische Fastenmonat Ramadan begann dieses Jahr am 23. März und endet mit dem heutigen Beginn des Zuckerfestes am 21. April. Demnach fiel er 2023 mit weiteren religiösen Festen, wie Pessach und Ostern, zusammen.

#4 Fakt

16.5 Stunden

In Deutschland leben derzeit rund 4,7 Millionen Muslime. Etwa drei Viertel der muslimischen Gemeinschaft mit Migrationshintergrund praktizieren das Fasten gemäß religiösen Vorschriften teilweise oder vollständig. Im Jahr 2023 fasteten Musliminnen und Muslime in Deutschland durchschnittlich rund 16,5 Stunden pro Tag

#5 Fakt

Gesellschaftliche Relevanz

Die Werte des Ramadan - Barmherzigkeit, Wohltätigkeit, Solidarität, Dankbarkeit und Großzügig – tragen eine gesellschaftliche Relevanz über Religionsgrenzen hinweg, die sich nicht zuletzt in einer hohen Spendenbereitschaft und Hilfe für Notleidende niderschlägt.