Wolfgang Gerhardt Symposium
Ein politisches Leben für die Freiheit
„Wie er Menschen für den Liberalismus engagiert und begeistert hat, das sollte uns heute auch ein Ansporn sein“, mit diesen Worten eröffnete Florian Rentsch als Vorsitzender des Kuratoriums der Friedrich-Naumann-Stiftung für die Freiheit das erste Wolfgang-Gerhardt-Symposium am Nachmittag des 6. November 2026.
Vor rund 150 Gästen wurde nicht nur an den 2024 verstorbenen liberalen Ausnahme-Politiker erinnert, es wurde auch in allen Rede-Beiträgen klargemacht, dass Freiheit nicht selbstverständlich ist.
Dies griff auch Torsten Lieb in seinem Grußwort für die FDP Hessen auf und zitierte Wolfgang Gerhardt, der 2020 gesagt hatte: „Da macht man jahrzehntelang politische Bildungsarbeit, aber man hat das Gefühl, man kann immer wieder gerade von vorne anfangen!“
Freiheit und Menschenrechte verteidigen
Auf die Gefährdung der Freiheit im Alltäglichen wies auch Linda Teuteberg, Mitglied des Bundesvorstands der FDP, hin und sie zitierte dabei aus seinen Worten unter dem Titel „Was jetzt zu tun ist“ – diese Worte seien sowohl im Bereich der internationalen Politik, aber auch im Inneren aktueller denn je.
„Der Schutz von Freiheit, Demokratie und liberalen Werten in aller Welt war ihm ein Herzensanliegen und die internationale Arbeit der Friedrich-Naumann-Stiftung für die Freiheit wurde unter seiner Aegide massiv darauf ausgerichtet, Menschenrechte weltweit zu schützen“, so Teuteberg.
Mit Spannung verfolgten die rund 150 Ehrengäste auf Schloss Vollrads auch die Äußerungen von Professor Dr. Jürgen Falter, dem führenden Politik-Wissenschaftler und Mitglied der Akademie der Wissenschaften und der Literatur aus Mainz. Er wies unter anderem darauf hin, dass Freiheit und Verantwortung die Fähigkeit der Verteidigung benötigen, denn wir lebten im Moment in einer Situation, in der autokratische Systeme einander unterstützten und dabei anfingen, liberale Systeme auszuhöhlen.
Was Demokratien stark macht
Ein weiterer Höhepunkt der Veranstaltung war darauffolgend die von dem Berliner Journalisten Dr. Christoph von Marschall geleitete Diskussion anlässlich des Wolfgang-Gerhardt-Symposiums:
Christoph Eichhorn, ehemals deutscher Botschafter und Keynotespeaker für Geopolitik,
Roland Werner, Senior Director für Government Affair bei Uber und seit Jahren in der Friedrich-Naumann-Stiftung für die Freiheit engagiert,
Professor Dr. Clemens Fischer, Professor für internationaler Beziehungen an der Universität Köln und Linda Teuteberg diskutierten die Herausforderungen internationaler Bedrohungslagen und die Gefährdung des Liberalismus in den Staaten selbst.
Eine Quintessenz am Ende dieser Diskussion war eindeutig: „Mündige Bürger mit starker Bildung und eine starke Wirtschaft sind die Voraussetzungen für Länder, die ihre Werte und den Liberalismus stark verteidigen können.“