Freiheitspreis
Schlusswort zur Verleihung des Freiheitspreises 2026 an das iranische Volk
Das Iranische Volk erhält den Freiheitspreis 2026 der Friedrich-Naumann-Stiftung
Die Friedrich-Naumann-Stiftung für die Freiheit verleiht den Freiheitspreis 2026 den mutigen Menschen im Iran, die für Freiheit, Bürgerrechte und Demokratie kämpfen.
© FNFEs gilt das gesprochene Wort.
Zum Abschluss dieser eindrucksvollen Preisverleihung möchte ich mich zuerst an all diejenigen wenden, die diesen Preis erhalten – hier im Saal und überall, wo Sie diese Preisverleihung verfolgen.
An all die mutigen Iranerinnen und Iraner, die für die Freiheit eintreten.
Ich möchte Ihnen versichern:
Sie haben die volle Unterstützung von uns Liberalen.
Sie haben die volle Unterstützung aller in Deutschland und Europa, denen die Freiheit am Herzen liegt.
Wir wünschen Ihnen weiterhin die Kraft und den Mut, sich dem menschenverachtenden Regime in Teheran entgegenzustellen.
Wir sind sicher, dass Sie letztlich Erfolg haben werden.
Der Iran wird wieder ein freies Land werden, das allen Iranerinnen und Iranern eine Heimat ist:
- eine Heimat, in der sie gern leben,
- eine Heimat, in der sie ihre Träume verwirklichen können,
- eine Heimat, in der sie ihr Leben selbst gestalten können.
Verantwortung für die Freiheit im Iran
Den Hauptteil der Arbeit und des Kampfes dafür wird das iranische Volk leisten.
Doch auch wir Liberale, wir Deutsche und wir Europäer können einen Beitrag leisten.
Wir können das nicht nur, wir sind dazu verpflichtet.
Denn, wie Bijan Djir-Sarai in seiner Laudatio betonte: Freiheit ist ein universeller Wert.
Damit tragen wir auch Verantwortung für die Freiheit der Iranerinnen und Iraner.
In diesem Fall fällt diese Verantwortung – wie in vielen anderen – unmittelbar mit den deutschen und europäischen Interessen zusammen.
Ein stabiler, demokratischer Iran, der Teil einer stabilen Region ist, liegt in unserem Interesse.
Ein Iran, der die Vernichtung Israels nicht länger als Staatsdoktrin verfolgt, muss für uns eine Verpflichtung sein.
Ein Iran dagegen, der den russischen Angriffskrieg gegen die Ukraine massiv unterstützt, liegt nicht im deutschen Interesse.
Wir können vielleicht nicht viel tun, aber sicher mehr als bisher.
Das gilt vor allem für die öffentliche Debatte.
Der verbrecherische, zivilisationsfeindliche und zerstörerische Charakter des derzeitigen Regimes im Iran muss viel stärker in den Blickpunkt der Öffentlichkeit gerückt werden.
Genauso wichtig ist, dass wir auf eine konsequente deutsche und europäische Politik gegenüber dem Mullah-Regime hinwirken.
Jede Annäherung an dieses Regime ist fehl am Platz.
Sie ist weder politisch noch wirtschaftlich zu rechtfertigen.
Das müssen wir öffentlich noch viel stärker klarmachen.
Nur so werden wir unserer Verantwortung für die Freiheit der Iranerinnen und Iraner gerecht.
Abschließend möchte ich mich bei allen bedanken, die dieses Ereignis möglich gemacht haben.
Dazu gehören die Stadt Frankfurt, das Team der Paulskirche, das Streichquartett Kronberg Academy, die Kolleginnen und Kollegen der Friedrich-Naumann-Stiftung für die Freiheit sowie die Mitarbeitenden von Sicherheitsdienst und Catering.
Ihnen allen herzlichen Dank.