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SERBIEN
Serbien vor der Entscheidung einer Generation

Vorwahlanalyse 2026
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Um die unangefochtene Dominanz zu sichern, die die Serbische Fortschrittspartei (SNS) in den vergangenen anderthalb Jahrzehnten aufgebaut hat, kündigte Aleksandar Vučić Anfang September 2026 an, als Präsident der Republik zurückzutreten und das Balkanland, das EU-Beitrittskandidat ist, künftig als Ministerpräsident zu führen. Infolgedessen werden die Bürgerinnen und Bürger Serbiens bis zum Jahresende zweimal an die Urnen gerufen – oder sogar dreimal, falls es bei der Präsidentschaftswahl zu einer Stichwahl kommt.

Im Wesentlichen sind zwei Szenarien denkbar: Im ersten bleibt Aleksandar Vučić an der Macht, diesmal als Ministerpräsident und mit Unterstützung seiner siegreichen SNS-Partei. Anschließend dürfte ein ihm nahestehender Präsidentschaftskandidat einen klaren Wahlsieg erringen. Anders als Vučić würde dieser sein Amt weitgehend auf repräsentative Aufgaben beschränken. Die zweite Möglichkeit ist ein Sieg der oppositionellen Studierendenliste – entweder allein oder im Bündnis mit anderen Oppositionsparteien, deren politische Ausrichtungen sich teilweise erheblich unterscheiden.

Angesichts der programmatischen und personellen Heterogenität der Studierendenliste würde ein Wahlsieg vermutlich schwierige Koalitionsverhandlungen und eine herausfordernde Regierungsbildung nach sich ziehen. Die langfristige politische Ausrichtung des Landes bliebe zunächst ungewiss. Derzeit ist zudem völlig offen, ob die Liste einen eigenen Präsidentschaftskandidaten aufstellen wird – und wenn ja, wen. Ebenso wenig lässt sich sagen, welche politischen Positionen diese Person vertreten würde …

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