Nachruf
Nachruf auf Carola von Braun
Carola von Braun und Dr. Maren Jasper-Winter
© privatWir trauern um Carola von Braun. Sie ist am 7. August von uns gegangen.
Der Tod von Carola von Braun macht mich persönlich sehr traurig. Für mich war sie ein politisches Vorbild.
Carola von Braun hat als erste Frauenbeauftragte des Berliner Senats, als Vorsitzende der FDP Berlin, als Vorsitzende der FDP-Fraktion im Berliner Abgeordnetenhaus und als Bundestagsabgeordnete der FDP liberale Politik in Berlin und darüber hinaus entscheidend mitgeprägt. Von 1982 bis 1992 war sie Mitglied des Kuratoriums der Friedrich-Naumann-Stiftung für die Freiheit.
Was ich an ihr besonders bewundert habe, war ihr Mut und ihre Klarheit. Sie ist für ihre liberalen Überzeugungen eingestanden und hat dabei nie den Blick für das Gemeinsame verloren. Sie konnte klare Haltung zeigen und zugleich Brücken zu politischen Mitstreiterinnen und Mitstreitern anderer Parteien bauen. Sie hat damit gezeigt: Liberal sein heißt auch, offen für den Dialog zu sein und gemeinsam Lösungen zu suchen.
Besonders beeindruckt mich ihr jahrzehntelanges Engagement für Frauen und für mehr Frauen in der Politik. Als erste Frauenbeauftragte Berlins hat sie wichtige Impulse gesetzt. Mit der von ihr mitbegründeten Überparteilichen Fraueninitiative Berlin hat sie zudem gezeigt, wie viel erreicht werden kann, wenn Frauen über Parteigrenzen hinweg zusammenarbeiten. Sie war Gründungsmitglied der Bundesverband Liberale Frauen
Für mich persönlich geht mit Carola von Braun eine Frau, von der ich politisch viel gelernt habe und zu der ich aufgeschaut habe.
Danke, Carola, für deinen Mut, deine Klarheit, deine liberale Haltung und deinen unermüdlichen Einsatz für Frauen.
Meine Gedanken sind bei ihrer Familie und ihren Angehörigen.