Kooperation
Südafrika und Deutschland stärken ihre Partnerschaft in der Landwirtschaft
Minister of Agriculture John Steenhuisen together with Germany’s Federal Minister of Food and Agriculture, Alois Rainer signing bilateral agreement in the Western Cape, South Africa.
© Friedrich Naumann Foundation
Alois Rainer, Deutschlands Bundesminister für Ernährung und Landwirtschaft, besuchte Südafrika vom 10. bis 12. März 2026 zu einem dreitägigen offiziellen Besuch, der der Vertiefung der bilateralen Zusammenarbeit im Agrarsektor diente. Es war der erste Besuch eines deutschen Landwirtschaftsministers in Südafrika seit dreizehn Jahren. Im Verlauf des Aufenthalts sprach ich kurz mit Rainer, dem südafrikanischen Landwirtschaftsminister John Steenhuisen von der Democratic Alliance (DA) sowie mit dem deutschen Botschafter Andreas Peschke.
Im Mittelpunkt des Besuchs stand unter anderem die Unterzeichnung eines bilateralen Abkommens, mit dem Südafrika bei der Bekämpfung der Maul- und Klauenseuche (MKS) unterstützt werden soll, die das Land in den vergangenen Jahren vor große Herausforderungen gestellt hat. Zugleich soll das Abkommen den Handel mit tierischen Erzeugnissen zwischen beiden Ländern fördern.
Rainer nannte die Partnerschaft einen wichtigen Meilenstein. „Es ist mir ein großes Anliegen, in Südafrika zu sein. Zum einen ist es das erste Mal seit dreizehn Jahren, dass ein deutscher Landwirtschaftsminister dieses Land besucht. Zum anderen ist Südafrika ein befreundetes Land, ein verlässlicher und guter Partner.“
Auch persönlich, so Rainer, verbinde ihn ein gutes Verhältnis mit Steenhuisen. „Ich habe ein gutes Verhältnis zu Minister Steenhuisen. Während des Global Food Forum haben wir über Südafrikas Herausforderungen im Zusammenhang mit der Maul- und Klauenseuche gesprochen. Dieses Thema ist auch in Deutschland nicht unbekannt, und deshalb wollten wir helfen, indem wir unsere wissenschaftliche Expertise zur Verfügung stellen.“
Auch über die akuten MKS-Fälle hinaus berieten die beiden Minister über weiterreichende Möglichkeiten der Zusammenarbeit. „Wir haben außerdem über einen Handel auf Augenhöhe gesprochen, als Freunde und Partner“, ergänzte Rainer.
Steenhuisen unterstrich ebenfalls die Bedeutung der Beziehungen zwischen beiden Ländern und erklärte, Deutschland sei seit Langem ein wichtiger Partner Südafrikas. „Deutschland war immer ein guter Freund Südafrikas“, sagte er. Nach seinen Worten werde deutsches Fachwissen nun eine entscheidende Rolle bei der Eindämmung des Ausbruchs spielen.
„Jetzt, in einer Zeit großer Not, arbeiten einige der weltweit führenden Experten gemeinsam mit unserer Behörde daran, dieses Problem zu bekämpfen“, sagte Steenhuisen.
Für ihn ist die Partnerschaft zugleich ein Beispiel für die Bedeutung internationaler Zusammenarbeit. „So funktioniert internationale Kooperation, und so sieht Freundschaft aus. Wir sind Deutschland in dieser schwierigen Zeit dankbar und freuen uns, wenn wir diese Unterstützung eines Tages erwidern können.“
Botschafter Andreas Peschke betonte, der Besuch des Ministers komme zu einem besonders wichtigen Zeitpunkt. Deutschland habe im vergangenen Jahr selbst Erfahrungen mit Ausbrüchen der Maul- und Klauenseuche gemacht und könne nun seine Expertise sowie bewährte Verfahren mit Südafrika teilen.
„Deutschland und Südafrika pflegen in vielen Bereichen sehr enge Partnerschaften“, sagte Peschke. „Die Landwirtschaft ist einer davon, und sie ist ein bedeutender Bereich des Handels zwischen unseren beiden Ländern.“
Zudem hob Peschke die Zusammenarbeit Deutschlands mit Südafrika im Rahmen von Südafrikas G20-Präsidentschaft hervor, insbesondere bei Fragen der Ernährungssicherheit. Dies unterstreiche das gemeinsame Engagement beider Länder für die Stärkung des Agrarsektors.