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Der unterschätzte Iran-Krieg: Warum Die Sicherheit Deutschlands Sicherheit auch im Nahen Osten entschieden wird

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Der Iran-Krieg zeigt, wie unmittelbar die Sicherheit des Nahen und Mittleren Ostens mit deutschen und europäischen Interessen verbunden ist. Die wiederholten Angriffe auf Jordanien treffen einen der wichtigsten westlichen Stabilitäts- und Sicherheitspartner der Region; zugleich verdeutlicht die Krise an der Straße von Hormus, wie schnell regionale Eskalationen über Energiepreise und globale Lieferketten auch Europas Wirtschaft erreichen. Während die strategische Bedeutung verlässlicher Partner wie Jordanien damit weiterwächst, droht der Westen durch den Rückzug aus langfristiger wirtschaftlicher und entwicklungspolitischer Zusammenarbeit selbst an Einfluss zu verlieren. Für Deutschland und Europa folgt daraus: Sicherheitspolitik gegenüber der Region darf nicht erst in der nächsten Krise beginnen; sie braucht verlässliche, langfristige Partnerschaften, die Sicherheitsinteressen, wirtschaftliche Resilienz und politische Zusammenarbeit zusammendenken.

Acht Raketen innerhalb weniger Stunden. Kaum Schlagzeilen. Keine Aufruhr. In den frühen Morgenstunden des 31. August fing die jordanische Luftverteidigung acht Flugkörper ab, die in den Luftraum des Haschemitischen Königreichs eingedrungen waren. Fast zeitgleich erklärten die iranischen Revolutionsgarden, gezielt zwei amerikanische Militärstandorte in Jordanien mit Raketen angegriffen zu haben - als Vergeltung für vorherige amerikanische Angriffe auf die iranische Insel Larak.

Der nächste Schlag der Amerikaner ließ nicht lange auf sich warten. Diesmal traf eine ballistische Rakete Sirik im Iran. Nach iranischen Angaben kamen dabei elf Gäste einer Hochzeitsgesellschaft ums Leben, darunter angeblich auch ein Kleinkind. Eine Verifizierung iranischer Angaben ist nahezu unmöglich.

Was aus europäischer Perspektive wie ein weiterer Schlagabtausch in einer inzwischen schwer überschaubaren Serie von Angriffen und Vergeltungsschlägen im vermeintlich weit entfernten Nahen Osten erscheinen mag, sollte Europa durchaus Sorge bereiten. Die Reihe iranischer Angriffe auf umliegende Staaten seit Beginn des US-Iran-Krieges erscheint im Nachhinein nicht nur als Inszenierung militärischer Stärke. Sie wirft zunehmend die Frage auf, ob Iran gezielt jene regionalen Partner unter Druck setzt, deren Destabilisierung auch westliche Interessen besonders empfindlich treffen würde.

Das Haschemitische Königreich Jordanien scheint sich dabei als eine Achillesferse des Westens herausgestellt zu haben. Seit Beginn des US-Iran-Krieges im Februar wurde sein Luftraum mehrfach zum Schauplatz iranischer Raketen- und Drohnenangriffe. Auch Angriffe auf die mit dem Westen verbündeten Golfstaaten treffen amerikanische und europäische Interessen. Doch Jordanien vereint einige Faktoren, die das kleine Königreich für die regionale und damit auch für die europäische Sicherheitsordnung besonders bedeutsam machen.

Der Angriff Ende August verlief ohne große mediale Begleitung, ohne Aufruhr und vor allem: ohne größere Aufmerksamkeit in Europa. Dabei führt er vor Augen, was Eskalationen wie in Sirik wieder ins Bewusstsein katapultiert: Der Iran-Krieg ist weiterhin nicht vorbei. Und seine Auswirkungen enden nicht an den Grenzen des Nahen Ostens.

Jordanien als Beispiel strategischer Partnerschaften

Jordanien steht exemplarisch für eine strategische Realität, die Europa sich nicht leisten kann, weiter zu ignorieren. Das Königreich liegt zwischen Syrien, Irak, Israel und den Palästinensischen Gebieten und damit an einer der sensibelsten geopolitischen Schnittstellen der Welt. Zugleich zählt es seit Jahrzehnten zu den verlässlichsten westlich orientierten und stabilsten Partnern der Region.

Seit 2014 beteiligt sich Jordanien entschlossen an der internationalen Koalition gegen den sogenannten Islamischen Staat. 2015 initiierte König Abdullah II. darüber hinaus den Aqaba-Prozess, ein internationales Kooperationsformat zur Bekämpfung von Terrorismus und gewalttätigem Extremismus. Der schmerzhafte Verlust des jordanischen Piloten Mu’ath al-Kasasbeh, der Ende 2014 über syrischem Gebiet abstürzte und anschließend vom IS vor laufenden Kameras ermordet wurde, hinterließ eine tiefe Narbe in der jordanischen Gesellschaft. Auch nach dem territorialen Zusammenbruch des sogenannten Kalifats blieb Jordanien militärisch und sicherheitspolitisch engagiert und gegenüber islamistischem Terror hochgradig wachsam.

Ähnliches gilt für die Stabilisierung seiner unmittelbaren Nachbarschaft. Nach dem politischen Umbruch in Syrien brachte Jordanien Vertreter Syriens, Iraks, der Türkei und des Libanon zusammen, um über Terrorismus, Drogenschmuggel, Waffenhandel und die Gefahr eines Wiedererstarkens des IS zu beraten. Parallel versucht Amman, den politischen Übergang und die wirtschaftliche Stabilisierung Syriens diplomatisch zu begleiten.

Massive Fluchtbewegungen und eine Überforderung seitens Europas haben seit Beginn des syrischen Bürgerkriegs gezeigt, weshalb die nahöstliche Dynamik auch für Europa relevant ist. Instabilität in seiner südlichen Nachbarschaft wirkt sich auf Migration, innere Sicherheit und gesellschaftliche Debatten innerhalb Europas aus. Terrorismus, organisierte Kriminalität, gescheiterte Staatlichkeit und regionale Kriege halten sich nicht an Landesgrenzen.

Jordanien selbst hat einen erheblichen Teil der humanitären Folgen dieser Instabilität getragen. Noch Ende 2025 waren mehr als 440.000 Flüchtlinge und Asylsuchende bei UNHCR registriert, überwiegend aus Syrien; über viele Jahre lag die Zahl deutlich höher. Trotz begrenzter wirtschaftlicher Ressourcen, hoher Arbeitslosigkeit und eigener struktureller Herausforderungen hat das Königreich damit einen wesentlichen Beitrag dazu geleistet, regionale Fluchtbewegungen aufzufangen und weiteres Chaos in der Region abzuwenden.

Auch im Gaza-Krieg versucht Jordanien, politische Diplomatie mit konkreter humanitärer Verantwortung zu verbinden. Das Königreich organisierte Luft- und Landkorridore für Hilfslieferungen, brachte medizinische Versorgung nach Gaza und gehört zugleich zu den Staaten, die kontinuierlich für eine politische Perspektive auf den israelisch-palästinensischen Konflikt werben.

Es ist deshalb kein Zufall, dass auch die Europäische Union ihre Beziehungen zu Jordanien strategisch neu bewertet hat. Seit 2025 verbindet beide Seiten eine strategische und umfassende Partnerschaft. Regionale Kooperation, Sicherheit und Verteidigung, wirtschaftliche Resilienz sowie Migration und Flüchtlingsschutz gehören ausdrücklich zu deren zentralen Säulen. Anfang 2026 folgte der erste formalisierte Sicherheits- und Verteidigungsdialog zwischen Jordanien und der EU. Dabei geht es um Terrorismus und Grenzsicherheit ebenso wie um Syrien, Gaza und die Sicherheit im Roten Meer.

Europa investiert also bereits in Jordaniens Stabilität – aus gutem Grund. Denn diese ist nicht nur jordanisches Interesse. Der Iran-Krieg zeigt vielmehr, wie eng die Sicherheitsräume Europas und des Nahen Ostens miteinander verbunden sind.

Von Jordaniens Luftraum bis Hormus: Deutsche und europäische Wirtschaft hängt von der Sicherheit des Nahen und Mittleren Ostens ab

Doch Europas Interesse an der Stabilität der Region endet schlicht nicht an Jordaniens Grenzen. Während das Königreich exemplarisch für die sicherheitspolitischen Folgen einer weiteren Eskalation steht, zeigt ein Blick weiter östlich, wie schnell der Iran-Krieg auch zu einer unmittelbaren deutschen Wirtschaftsfrage werden kann.

Kaum ein Ort verdeutlicht diese globale Dimension so deutlich wie die Straße von Hormus. Die nur rund 54 Kilometer breite Meerenge zwischen Iran und der Arabischen Halbinsel gehört zu den schmalsten Passagen der Weltwirtschaft. Noch 2025 passierten sie täglich rund 20 Millionen Barrel Rohöl und Ölprodukte – etwa ein Viertel des weltweit auf dem Seeweg gehandelten Öls. Gleichzeitig liefen rund 20 Prozent des globalen LNG-Handels durch die Meerenge. Insbesondere Katar ist darauf angewiesen: Rund 93 Prozent seiner LNG-Exporte passieren Hormus.

Seit Beginn des Krieges Ende Februar 2026 ist aus diesem theoretischen Verwundbarkeitsszenario Realität geworden. Die faktische Schließung beziehungsweise massive Einschränkung der Passage ließ die durch Hormus transportierten Öl- und Flüssigbrennstoffmengen im zweiten Quartal auf durchschnittlich nur noch 4,9 Millionen Barrel pro Tag fallen – gegenüber 21,6 Millionen Barrel Ende 2025. Saudi-Arabien und die Vereinigten Arabischen Emirate können zwar einen Teil ihrer Exporte über Pipelines an der Meerenge vorbeiführen. Die verfügbaren Ausweichkapazitäten liegen jedoch lediglich bei etwa 3,5 bis 5,5 Millionen Barrel täglich. Für Katar, Kuwait, Irak, Bahrain und Iran existieren solche Alternativen aber nur sehr begrenzt oder gar nicht.

Für Deutschland liegt die eigentliche Verwundbarkeit dabei weniger in seinen direkten Energieimporten aus der Golfregion als in den globalen Preiseffekten. Lediglich 6,1 Prozent der deutschen Rohölimporte kamen 2025 aus dem Nahen Osten; auf EU-Ebene waren es 13 Prozent. Auch beim Gas ist Europa inzwischen stärker diversifiziert: Die USA stellten 2025 bereits 58 Prozent der LNG-Importe der EU, Katar dagegen nur einen vergleichsweise kleinen Anteil.

Gerade deshalb wäre es jedoch falsch, aus einer geringen direkten Abhängigkeit eine geringe wirtschaftliche Verwundbarkeit abzuleiten. Öl und LNG werden auf globalen Märkten gehandelt. Fallen Lieferungen aus dem Golf aus, konkurrieren europäische Abnehmer plötzlich mit asiatischen Staaten um dieselben verfügbaren Mengen - unabhängig davon, ob das betreffende Gas ursprünglich für Rotterdam oder Shanghai bestimmt war.

Wie schnell dieser Mechanismus wirkt, zeigte sich bereits in der ersten Jahreshälfte 2026. Zwischen März und Juni gingen die LNG-Verladungen aus Katar und den Vereinigten Arabischen Emiraten gegenüber dem Vorjahr um rund 35 Milliarden Kubikmeter zurück. Andere Produzenten, insbesondere in Nordamerika und Afrika, konnten einen erheblichen Teil davon auffangen; vollständig kompensieren ließ sich der Ausfall allerdings nicht. Der europäische TTF-Gaspreis lag im zweiten Quartal deshalb durchschnittlich 32 Prozent über dem Vorjahresniveau und erreichte zeitweise Werte, die seit der Energiekrise 2022 und 2023 nicht mehr gesehen wurde.

Damit wird die Straße von Hormus auch zu einer deutschen Wirtschafts- und Sicherheitsfrage. Höhere Energiepreise treffen energieintensive Unternehmen, erhöhen Transport- und Produktionskosten und können über nahezu sämtliche Wertschöpfungsketten auf Verbraucherpreise und Wettbewerbsfähigkeit durchschlagen.

Die Krise offenbart damit zugleich eine strukturelle Schwäche europäischer Energiesicherheit: Europa hat seine Abhängigkeit von einzelnen Lieferanten zwar erheblich diversifiziert, bleibt aber vom globalen Energiemarkt abhängig, dessen zentrale Transportwege außerhalb seines unmittelbaren politischen Einflussbereichs liegen. Die Straße von Hormus ist deshalb nicht nur regionaler Schauplatz. Sie ist tadelloses Beispiel dafür, wie schnell ein Krieg im Nahen Osten binnen Stunden zu einem langfristigen europäischen Wirtschaftsproblem werden kann.

Der Westen riskiert seinen strategischsten Partner im Nahen Osten

Bei all diesen Umständen ist Deutschlands eigene Haltung umso bemerkenswerter: Gerade in einer Phase, in der die Entwicklungen der vergangenen Monate erneut zeigen, welchen strategischen Wert Jordanien für westliche Interessen hat, wachsen beim seit Jahrzehnten stabilsten Partner der Region Zweifel an der Verlässlichkeit westlicher Partner.

Über Jahrzehnte hat sich das Königreich außen- und sicherheitspolitisch eng an die Seite der Vereinigten Staaten und Europa gestellt und dabei nicht selten erhebliche eigene Risiken übernommen. Jordanische und amerikanische Streitkräfte kämpften gemeinsam gegen den sogenannten Islamischen Staat, zugleich sicherte Jordanien westliche Sicherheitsinteressen in einer zunehmend instabilen Nachbarschaft ab. Trotz Erhalt an Tradition bemühte sich Jordanien den Anschluss an Modernität und Demokratieförderung.

Umso schwerer wog der abrupte Rückzug der USA aus weiten Teilen ihrer Entwicklungs- und humanitären Zusammenarbeit. Allein infolge der USAID-Kürzungen wurden bereits Anfang 2025 rund 35.000 unmittelbar betroffene Arbeitsplätze geschätzt; Gesundheits-, Bildungs-, Wasser- und Flüchtlingsprogramme gerieten unter erheblichen Druck. Für ein Land, das über Jahre zu den größten Empfängern amerikanischer Unterstützung weltweit gehörte und zugleich enorme Lasten regionaler Krisen getragen hat, war dies nicht nur ein wirtschaftlicher Einschnitt, sondern auch ein politisches Signal. Die Frage nach der Verlässlichkeit westlicher Partnerschaften stellt sich in Amman seither mit neuer Dringlichkeit.

Dass Jordanien deshalb seine außenwirtschaftlichen Optionen neu bewertet, zeigte sich zuletzt besonders deutlich im Verhältnis zu China. König Abdullah II. reiste im August nach Shanghai, Shenzhen und Beijing und traf dort nicht nur hochrangige politische Vertreter, sondern auch führende chinesische Unternehmen. Im Mittelpunkt standen neue Partnerschaften unter anderem in den Bereichen Technologie, Digitalisierung, Forschung und Entwicklung, Industrie, Landwirtschaft, Pharma und Tourismus. Am 24. August traf Abdullah dann schließlich Präsident Xi Jinping; beide Seiten vereinbarten eine weitere Vertiefung ihrer strategischen Partnerschaft und unterzeichneten mehrere Abkommen und Absichtserklärungen.

Das alles bedeutet noch keine außenpolitische Abkehr Jordaniens vom Westen. Es zeigt aber, dass Amman seine strategischen Optionen erweitert. Ein Staat, der seine Sicherheit über Jahrzehnte eng mit westlichen Partnern verknüpft hat, wird sich zwangsläufig nach Alternativen umsehen müssen, wenn wirtschaftliche und entwicklungspolitische Zusagen weniger verlässlich erscheinen.

China bietet sich dabei zunehmend als Partner im Nahen und Mittleren Osten an. Ein vermeintlich innovativer und gewichtiger Partner, der Investitionen, Technologie und wirtschaftliche Kooperation weitgehend ohne jene politischen Bedingungen anbietet, die häufig westliche Zusammenarbeit begleiten. Darin liegt eine strategische Warnung für Europa: während die Bedeutung Jordaniens für die westliche Sicherheitsarchitektur zunimmt, darf die politische und wirtschaftliche Grundlage dieser Partnerschaft nicht gleichzeitig entzogen werden.

Die Lehre für Deutschland und Europa

Die Konsequenz daraus kann nicht darin bestehen, mit China um Einfluss zu konkurrieren, indem Europa seine eigenen Werte aufgibt. Im Gegenteil: Gerade liberale Demokratien sollten gegenüber ihren Partnern politische Reformen, individuelle Freiheitsrechte, Rechtsstaatlichkeit und gesellschaftliche Öffnung weiterhin klar einfordern.

Doch wer Werte einfordert, muss auch selbst Verlässlichkeit bieten.

Außereuropäische Partnerschaften wie jene mit Jordanien müssen deshalb langfristiger und strategischer gedacht werden. Deutsche und europäische Politik darf sich nicht darauf beschränken, auf die jeweils nächste Krise zu reagieren. Wirtschaftliche Resilienz, politische Modernisierung, Rechtsstaatlichkeit und gesellschaftliche Teilhabe sind ebenso Teil nachhaltiger Sicherheit wie funktionierende Luftverteidigung, Grenzschutz und Anti-Terror-Kooperationen.

Gerade Jordanien macht deutlich, wie eng all diese Dimensionen miteinander verbunden sind. Das Königreich bekämpft seit mehr als einem Jahrzehnt Terrorismus, bot Hunderttausenden Menschen Schutz, hielt regionale Gesprächskanäle offen und versucht, die Konflikte seiner Nachbarschaft nicht auf das eigene Territorium übergreifen zu lassen. Gleichzeitig befindet es sich in einer wirtschaftlich schwierigen Lage und inmitten einer Region, deren geopolitische Ordnung zunehmend global umkämpft ist.

Eine verlässliche Unterstützung Jordaniens ist daher keine Form außenpolitischer Großzügigkeit. Sie ist eine Investition in unsere eigene Sicherheit und Stellung in der Weltpolitik.

Denn Europa besitzt nicht mehr den Luxus, seine südliche Nachbarschaft als geopolitischen Nebenraum zu behandeln. Während der russische Angriffskrieg zu Recht den Blick nach Osten richtet, entscheidet sich ein Teil der europäischen Sicherheit zugleich südlich des Mittelmeers; in der Levante, im Irak, am Roten Meer und am Persischen Golf.

Was für Europa vermeintliche kleine Angriffe auf einen Staat im Nahen Osten sind, zeigt in Wirklichkeit, dass eine Eskalation am Persischen Golf Energiepreise und Lieferketten in Europa treffen kann. Und dass Staaten, deren Stabilität Deutschland und Europa seit Jahren zugutekommt, ihre außenpolitischen Alternativen neu bewerten, wenn westliche Partnerschaften an Verlässlichkeit verlieren.

Solange verlässliche Partner in der Region wie Jordanien Terrorismus eindämmen, regionale Eskalationen begrenzen, globale Fluchtbewegungen ausbalancieren und politische Gesprächskanäle offenhalten, schützen sie bei Weitem nicht nur ihre eigene Sicherheit, sondern tragen auch einen erheblichen Teil deutscher Sicherheit und Wirtschaftlichkeit.