Carina Kanitz
“Meinen eigenen Ideen nachgehen zu können – das ist Freiheit.”
Carina baut in Ulm ein Experiment auf, in dem Atome als Lichtquelle dienen. Damit will sie sichtbar machen, wie Materialien auf atomarer Ebene aufgebaut sind und wie sie funktionieren. Ihre Methode soll helfen, neue Materialien zu erforschen, etwa für Elektronik und Solarzellen.
Was sie heute ausprobiert, entscheidet sie selbst. Das Forschungsziel ist vorgegeben, der Weg dorthin nicht. Ihr Aufbau im Labor ist klein genug, um eine neue Idee schnell zu testen: Nach ein paar Tagen weiß sie oft, ob sie funktioniert. Wenn nicht, hat sie trotzdem etwas gelernt.
Diese Freiheit gibt Carina weiter. Als Jurorin bei Jugend forscht sieht sie Jugendliche, die einer Idee nachgehen, obwohl das Ziel noch offen ist. Und die scheitern dürfen. Sie kennt das: Vier Jahre lang machte sie selbst bei Jugend forscht mit.
Grundlagenforschung braucht Freiheit, sagt Carina, weil gute Ideen oft dann entstehen, wenn gerade etwas nicht gelingt.
Das macht Freiheit möglich.
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Was bedeutet Freiheit für dich?
“Der sein zu können, der ich sein möchte – das ist Freiheit.”
Florian, Arzt in Freiburg, arbeitet an einem System, das Herzpumpen ohne Herz-Lungen-Maschine einsetzen soll. Für Patienten, bei denen das Risiko sonst zu hoch ist.
“Tun zu dürfen, was man liebt – das ist Freiheit.”
Beatrice studiert Agrartechnik in Malawi und entwickelt ein System, das Pflanzen mit Sonnenenergie bewässern soll, ohne Pumpen und Rohre.
“Experimentieren zu können und das zu tun, woran man glaubt – das ist Freiheit.”
Sekelo sammelt in Durban Plastikmüll, mahlt ihn klein, erhitzt ihn und formt daraus Pflastersteine. Heute will er, dass Menschen aus seiner Community davon leben können.