Dies ist eine Kooperationsveranstaltung der Stiftung Orte der deutschen Demokratiegeschichte, der Friedrich-Naumann-Stiftung für die Freiheit und der Thomas-Dehler-Stiftung.
Nach dem Zweiten Weltkrieg wurden mit der Gründung der Vereinten Nationen, der Stärkung des Völkerrechts und der Verankerung universeller Menschenrechte wichtige Grundlagen einer internationalen Friedensordnung geschaffen. In Deutschland stellte das Grundgesetz die Würde des Menschen ins Zentrum der staatlichen Ordnung und garantierte grundlegende Rechte und Freiheiten. Der Fall der Berliner Mauer, die deutsche Wiedervereinigung und der Zusammenbruch der Sowjetunion eröffneten schließlich Millionen Menschen in Deutschland und Europa den Weg in Freiheit und Selbstbestimmung. Was über Jahrzehnte gewachsen ist, ist heute keineswegs mehr selbstverständlich. Russland führt einen mörderischen Angriffskrieg in Europa, autoritäre Mächte und Regierungen versuchen, das Recht des Stärkeren an die Stelle einer regelgebundenen internationalen Ordnung zu setzen, und auch in Deutschland stellen sich politische Kräfte offen gegen die Grundlagen unserer freiheitlichen Demokratie. Die Gaibacher Rede zur Freiheit fragt, was Freiheit und Demokratie für uns bedeuten, was sie schützenswert macht und was wir tun müssen, um sie zu bewahren.
Die Gaibacher Rede zur Freiheit 2026 hält der Verleger, Literaturwissenschaftler, Autor und Publizist Jörg Bong. Seit vielen Jahren beschäftigt er sich mit der Revolution von 1848/49, deren demokratische Ideen und Protagonisten lange Zeit wenig Beachtung fanden. In seinem Buch „Die Flamme der Freiheit“ macht er den Kampf um Demokratie und Selbstbestimmung als ein entscheidendes Kapitel deutscher Demokratiegeschichte erfahrbar. Seine Auseinandersetzung mit den frühen Demokratinnen und Demokraten führt zugleich zu einer Frage, die bis heute aktuell ist: Wie lässt sich Freiheit erringen, bewahren und gegen ihre Gegner verteidigen?
Zum Veranstaltungsort:
Schloss Gaibach ist eng mit der Geschichte des bayerischen Konstitutionalismus verbunden. Graf Franz Erwein von Schönborn-Wiesentheid ließ den Konstitutionssaal klassizistisch ausgestalten und von 1821 bis 1828 die Konstitutionssäule errichten, um an die erste bayerische Verfassung von 1818 unter König Max I. Joseph zu erinnern. Am 27. Mai 1832 wurde Gaibach zum Schauplatz eines bedeutenden Ereignisses der liberalen Freiheitsbewegung: Beim sogenannten Gaibacher Fest forderte der damalige Würzburger Bürgermeister Wilhelm Joseph Behr in seinen Reden eine Weiterentwicklung der Verfassung und kritisierte staatliche Willkür und Pressezensur. Die bayerischen Behörden reagierten mit harter Repression. Behr wurde wegen Majestätsbeleidigung und Hochverrats zu mehrjähriger Haft verurteilt und erst 1847 wieder freigelassen.
Die Anmeldung erfolgt über die Plattform der Friedrich-Naumann-Stiftung für die Freiheit.
Informationen zur Stiftung Orte der deutschen Demokratiegeschichte finden Sie hier!
Vortrag Gaibacher Rede zur Freiheit 2026
Die Flamme der Freiheit – Festrede von Jörg Bong
Veranstalter:
Landesbüro Bayern
Mitveranstalter:
Thomas-Dehler-Stiftung
Gäste
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Dr. Jörg Bong
Programm
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Musikalischer Einstieg
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Grußworte
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Thomas Hacker
Präsident der Thomas-Dehler-Stiftung -
Sabine Leutheusser-Schnarrenberger
Ehem. Bundesjustizministerin, Vizepräsidentin der Thomas-Dehler-Stiftung -
Dr. Kai-Michael Sprenger
Direktor der Stiftung Orte der deutschen Demokratiegeschichte
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Thomas Hacker
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Musikalisches Zwischenspiel
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Festrede: Die Flamme der Freiheit
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Dr. Jörg Bong
Literaturwissenschaftler, Autor und Publizist
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Dr. Jörg Bong
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Diskussion mit dem Publikum
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Musikalischer Ausklang
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Im Anschluss sind Sie zu einem Empfang (Grüner Saal) eingeladen! Die Veranstaltung endet um 22:00 Uhr.
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Die Veranstaltung wird musikalisch begleitet von Musikerinnen des Ensembles Musica Libera:
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Lea Ostgathe
Gesang -
Friederike Wendt
Violine -
Ayaka Watanabe
Klavier
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Lea Ostgathe
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Kooperationspartner