Wirtschaft und Menschenrechte

Die Stiftung für die Freiheit bietet Ideen und Ansätze zur Menschenrechtsverantwortung von Unternehmen

Analyse31.01.2017
In einer globalisierten Welt wird der Einfluss, den transnationale Unternehmen auf die Menschenrechte haben immer größer.
In einer globalisierten Welt wird der Einfluss, den transnationale Unternehmen auf die Menschenrechte haben immer größer. iStock/artwell

Die Menschenrechte regeln in erster Linie das Verhältnis des Staates zu seinen Bürgerinnen und Bürgern. In unserer zunehmend globalisierten Welt, in der wirtschaftliche Produktions- und Lieferketten den gesamten Globus umspannen, wird der Einfluss, den transnationale Unternehmen auf die Menschenrechte haben immer größer.

Kann das klassische System der Menschenrechte als Schutz- und Gewährleistungspflichten des Staates nicht einfach auf private Wirtschaftsunternehmen übertragen werden, so stellt sich doch immer dringlicher die Frage, welche menschenrechtlichen Pflichten Unternehmen genau tragen. Auf internationaler Ebene sind dazu im Jahr 2011 die UN Leitprinzipien für Wirtschaft und Menschenrechte verabschiedet worden. Diese werden zurzeit in den Mitgliedsstaaten der UN in Form von Nationalen Aktionsplänen umgesetzt. In Deutschalnd wurde ein solcher Aktionsplan im Dezember 2016 nach langwierigen und schwierigen Diskussionen verabschiedet.

Die Stiftung für die Freiheit versucht neue Ideen, Ansätze und Lösungen zu entwickeln und die öffentliche Debatte um die Menschenrechtsverantwortung der Unternehmen in die Gesellschaft hineinzutragen.

Freiheit verpflichtet! Weltweit!

Damit Sie mit machen können, veranstalten wir seit September 2015 deutschlandweit Podiumsdiskussionen mit nationalen und internatioalen Experten zur Frage der menschenrechtlichen Verantwortung der Unternehmen.

Einige unserer Gäste sehen Sie in den folgenden Videos.

In 2017 kommen wir nach Berlin, Bonn, Hamburg, Frankfurt, Stuttgart, München. Die genauen Daten folgen demnächst.

Wirtschaft und Menschenrechte

Friedrich-Naumann-Stiftung für die Freiheit

Wirtschaft und Menschenrechte

Friedrich-Naumann-Stiftung für die Freiheit

Wirtschaft und Menschenrechte

Friedrich-Naumann-Stiftung für die Freiheit

Business Case Cempetition: Recht auf Privatsphäre per App

„Avatars“ gewinnen Studentenwettbewerb zu Wirtschaft & Menschenrechten in Hongkong

Wirtschaft und Menschenrechte

Friedrich-Naumann-Stiftung für die Freiheit

An wenigen Orten der Welt ist das Thema „Wirtschaft und Menschenrechte“ relevanter als in Hongkong. Zwar sind die Auswirkungen unverantwortlichen Wirtschaftshandelns hier weniger sichtbar als zum Beispiel an den Produktionsstätten der Textil- oder Elektronikindustrie der Region. In Hongkong sitzen jedoch viele der vor allem in China tätigen Großunternehmen, die die wirtschaftlichen Freiheiten der „Sonderverwaltungszone“ nutzen, die aber gleichzeitig immer wieder mit Menschenrechtsverletzungen wie etwa moderner Sklaverei in Verbindung stehen. Damit war die Stadt mehr als passend für die von der Stiftung gemeinsam mit der Studentenorganisation „Eureka ausgerichtete „Hongkong Business Case Challenge 2017“ zum Thema Wirtschaft und Menschenrechte.

Unternehmensverantwortung und G20

Sorgfaltspflichten und die Bekämpfung von Zwangsarbeit, 04. Mai 2017, Berlin
Im Anschluss an den „B20-Gipfel“ diskutierten Unternehmensvertreter sowie Experten aus Zivilgesellschaft, Politik und Wissenschaft die Bedeutung einer menschenrechtlichen Sorgfaltspflicht und verantwortlichen Geschäftsverhaltens in globalen Lieferketten für die Förderung eines nachhaltigen Wirtschaftswachstums. Dabei wurde an konkreten Beispielen die praktische Umsetzung menschenrechtlicher Sorgfaltspflichten in global tätigen Unternehmen vorgestellt und der damit verbundene unternehmerische Mehrwert erläutert.

Publikationen zum Thema

Freiheit verpflichtet. Verantwortung befreit. Wege zu einer liberalen Weltwirtschaftsethik

Die gegenwärtige Debatte über Weltwirtschaftsethik berührt liberale Kernanliegen, namentlich das Verhältnis von Freiheit und Verantwortung individuellen wie institutionellen Handelns. Im Folgenden wird zunächst die Herausforderung beschrieben, die heute Anlass zur immer lauter werdenden Forderung nach Unternehmensethik bildet (1). Darauf folgt eine Analyse, warum sich Liberale dieses Themas annehmen sollten (2), was Liberale bereits zur Debatte beigetragen haben (3) und woran es bisherigen liberalen Konzeptionen mangelt (4). Abschließend wird ausgeführt, wie Liberale sich erfolgreich zu Fragen der Weltwirtschaftsethik und der unternehmerischen Verantwortung positionieren können (5). Mehr

Publikationen zum Thema

Fokus Menschenrechte: Corporate Social Responsibility und Menschenrechte

Das Thema Corporate Social Responsibility (CSR) ist in den letzten Jahren zunehmend in das Bewusstsein der Öffentlichkeit gerückt. Zum Ende 2016 wird nun die „CSR-Richtlinie“ (2014/95/EU) der EU umgesetzt, die künftig Unternehmen ab 500 Mitarbeiter dazu verpflichtet auch zu den menschenrechtlichen Auswirkungen ihrer Tätigkeit Bericht zu erstatten. Umstritten bleibt jedoch, inwieweit CSR-Maßnahmen zu einer nachhaltigen Verbesserung der Menschenrechtslage, insbesondere in Produktionsländern beitragen. Mehr

Für Medienanfragen kontaktieren Sie unseren Menschenrechts-Experten der Stiftung für die Freiheit:

Maximilian Spohr
Tel.: +49 331 7019-220