Weltweit für die Frauenrechte

Nicht nur am Internationalen Frauentag setzt sich die Stiftung für die Freiheit für Frauenrechte ein

Nachricht08.03.2018
Der 8. März ist der Internationale Frauentag - doch das Streiten für die Frauenrechte ist eine Daueraufgabe | GettyImages/ frimages

#PressforProgress - so lautet das Motto des diesjährigen Internationalen Frauentags. Seit 1911 wird jedes Jahr am 8. März der "Internationale Tag der Frauen" begangen, um auf die Wahrung der Frauenrechte aufmerksam zu machen und auf eine Gleichstellung der Geschlechter hinzuwirken. 

Die Friedrich-Naumann-Stiftung für die Freiheit setzt sich im Rahmen ihrer Menschenrechtsarbeit weltweit für die Frauenrechte ein - und das ganzjährig. Wir haben den Internationalen Frauentag daher zum Anlass genommen, eine Übersicht über unsere Projektarbeit und Berichterstattung zum Thema zu geben.

Publikationen zum Thema

Fokus Menschenrechte: Frauenrechte in Malaysia

Alles begann mit einer einfachen Frage: Wenn Gott gerecht ist und wenn der Islam gerecht ist – warum werden dann Frauen in seinem Namen ungleich behandelt? Mit dieser Frage auf dem Herzen fand sich Mitte der 1980er Jahre eine Gruppe von malaysischen Juristinnen, Journalistinnen und Aktivistinnen zusammen, die aktuelle Probleme der Familienrechtsreform dieser Jahre diskutierte. Inspiriert durch die Ideen des ägyptischen Reformislams beschäftigte sich die Gruppe fortan auch mit einer Neuauslegung der Originalquellen des Korans, um den vorherrschenden diskriminierenden Auslegungen entgegenzutreten. Die Gruppe wurde später als „Sisters in Islam“ (SIS) bekannt und sind heute einer der wichtigsten Stimme der islamischen Feminismusbewegung in Malaysia und weltweit. Die SIS betreiben landesweite Ausbildungsprogramme und bieten Rechtsberatung für Betroffene an. Im Jahr 2009 initiierte SIS dann die weltweite Gleichstellungsbewegung „Musawah“ (arab. für „Gleichheit“), die 250 Frauen aus 50 Ländern in Malaysia zusammenbrachte. Die Arbeit der Organisation wird aber weiter von konservativen Kräften der Gesellschaft abgelehnt und es kommt zu Einschüchterungsversuchen gegen Mitarbeiter. Aber auch offizielle Stellen versuchen den Einfluss der SIS einzudämmen. So müssen sich die SIS seit 2014 gegen ein religiöses Edikt (Fatwa) zur Wehr setzen, das ihnen „Liberalismus und politischen Pluralismus“ und damit eine „Abkehr vom Islam“ vorwirft. Mehr