Energie und Umwelt

Die Wahlprogramme zur Bundestagswahl 2017 im Überblick
Umwelt, Wahlprogramm
iStock / erhui1979

Energie

FDP

  • Vollendung des europäischen Energiebinnenmarktes
  • Energiebinnenmarkt  liberalisieren
  • EU-Emissionshandel stärken und auf weitere Sektoren ausweiten
  • Vielfältigen Energiemix durch Technologieoffenheit schaffen
  • Energiesektor marktwirtschaftlich und durch Wettbewerb regeln
  • Dauersubventionen des EEG beenden
  • Stromnetzausbau wirtschaftlich tragfähig gestalten
  • Energieerzeuger bei Netzstabilität einbinden
  • Bürger von der Stromnetzumlage entlasten
  • Strom-Versorgungssicherheit durch Wettbewerb sichern
  • Keine baurechtliche Privilegierung von Windkraftanlagen
  • Abstandsregelungen für Windkraftanlagen erhöhen
  • Windkraftanlagen nur bei öffentlicher Akzeptanz errichten
  • Stromsteuer auf europäisches Mindestniveau senken

CDU/CSU

  • Fossile Energien durch umweltfreundliche Energien langfristig ersetzen
  • Energiewende marktwirtschaftlich organisieren
  • Festhalten an bestehenden Energie- und Klimazielen, Klimaschutzplan von 2016 hat Bestand
  • Deutschland als einheitliche Strompreiszone
  • Netzausbau beschleunigen
  • Keine Nachteile für Grundstückseigentümer, Investitionen und Arbeitsplätze
  • Moderne Stromspeicher- technologien voranbringen; Deutschland wieder Standort für Batteriezellproduktion
  • Sektorkopplung weiter entwickeln
  • Verknüpfung der Stromerzeugung mit Verkehr, Gebäude und Wärme
  • Fortsetzung der marktwirt- schaftlichen Heranführung und Systemintegration der erneuerbaren Stromerzeugung
  • Strom muss langfristig für Unternehmen und private Verbraucher bezahlbar bleiben

SPD

  • Konventionelle Energieträger mit erneuerbaren Energien ergänzen
  • Bis 2050 Energie weitestgehend treibhausgasneutral  erzeugen
  • Erdgas für Energieerzeugung bedeutsam
  • Kraft-Wärme-Kopplung  fördern
  • Ausbau grenzüberschreitender Energienetze
  • Auslastung bestehender Stromleitungen mit Hilfe neuer Technologien verbessern
  • Unbefristetes Verbot für unkonventionelles Fracking

DIE LINKE

  • Staatliche Förderung für erneuerbare Energien ausbauen
  • Mehr Energieeffizienz, verpflich- tenden Anteil erneuerbarer Energien an der Wärmeversor- gung und bei grundlegenden Sanierungen
  • EEG in seiner ursprünglichen Anlage verteidigen
  • Landwirtschaft soll angemesse- nen Beitrag zu einer nachhaltigen Versorgung mit erneuerbaren Energien leisten
  • Kommunen müssen mehr auf erneuerbare Energien setzen
  • Überführung von Strom- und Wärmenetzen in öffentliche Hand und demokratische Kontrolle
  • Bundeseinheitliches Netzentgelt über alle Spannungsebenen
  • Keine höheren Netzentgelte in Regelzonen mit einem hohen Anteil von Ökostromanlagen als in Regionen mit geringer regenerativer Erzeugung
  • Stromsteuer für private Verbraucher senken
  • Energiewendefonds für zusätzliche  Entlastungen

B 90 /Die Grünen

  • Europäische Energieunion vorantreiben und zu Klimaunion ausbauen
  • Energiewirtschaft auf 100 Prozent erneuerbare Energien bis 2050 umstellen (im Strombereich bis 2030)
  • Bürokratischen Ausschreibungszwang im EEG beenden
  • Jährliche Ausbauziele für erneuerbare Energien anheben und an Klimaziele von Paris anpassen
  • Umweltschädliche Subventionen abschaffen (Steuerprivilegien für schwere Dienstwagen, Flugverkehr, Diesel)
  • Förderprogramm „Faire Wärme“, mit mind. 2 Mrd. Euro jährlich energetische Modernisierung unterstützen
  • 400 Mio. Euro für 10.000  Wärmespeicher
  • Strompreisrabatte für Industrie minimieren, Entlastungen geknüpft an Umsetzung von Energieeffizienzmaßnahmen
  • Stromsteuer abschaffen, Gegenfinanzierung aus CO2-Mindestpreis

AfD

  • Energiepreise kalkulierbar machen, Förderung erneuerbarer Energien zurückfahren
  • Ersatzlose Streichung des EEG
  • Keine EE-Anlagen in Wäldern und Schutzgebieten
  • Keine Vorrangflächen für Wind- energieanlagen ohne Zustimmung der betroffenen Bürger
  • Mindestabstand von Windener- gieanlagen zur Wohnbebauung das Zehnfache der Gesamthöhe
  • Laufzeit sicherer Kernkraftwerke muss sich nach der technischen Nutzungsdauer richten
  • Rückholbarkeit der Kernkraftwerk-Reststoffe für Recycling
  • Kerntechnische Kompetenz durch internationale Projekt- beteiligungen sicherstellen
  • EnEV und das EEWärmeG abschaffen
  • Marktwirtschaftliche Entwicklung der Elektromobilität

Klima

FDP

  • Emissionshandel als globales Klimaschutzinstrument weiterentwickeln
  • Klimaschutz technologieoffen fördern
  • Pariser Klimaschutzabkommen einhalten statt nationaler Alleingänge
  • Emissionshandel EU- und weltweit fördern
  • Globale Standards für Emissionshandel  etablieren
  • Keine Mindestpreise auf dem Markt für Emissionszertifikate
  • Erneuerbare-Energien-Gesetz abschaffen
  • Klimaschutz technologieoffen fördern
  • Intelligente Stromzähler nur mit hohen Datenschutzstandards
  • Energiepolitik darf nicht Verbotspolitik sein

CDU/CSU

  • Eintreten für Erhalt und Erfolg des Pariser Klimaschutz- Abkommens
  • Festhalten an nationalen Klimaschutzzielen
  • Langfristig Wirtschaft dekarbonisieren und umweltfreundliche Energien einführen
  • Entschieden mit anderen Ländern für Erhalt und Erfolg des Klimaabkommens eintreten
  • Bekenntnis zum Erhalt der Wettbewerbsfähigkeit der deutschen Wirtschaft und der Entlastung privater Haushalte, aber dennoch auch Bekenntnis zum Klimaschutzplan 2050
  • Energetische Gebäudesanierung steuerlich fördern

SPD

  • Bekenntnis zum Pariser Klimaschutzabkommen und einer treibhausgasneutralen Weltwirtschaft
  • Europäischen Emissionshandel weiterentwickeln
  • Bei Misserfolg Verhandlungen über Vereinbarungen von CO2-Preisen auf europäischer Ebene aufnehmen
  • Stärkere Einbindung verschiedener Energiesektoren
  • Sektorenkopplung soll Energiewende in den Wärme und Verkehrssektor tragen
  • Speicher und andere Technologien für die Sektorenkopplung sollen gezielt durch Technologie offene gesetzliche Rahmenbedingungen sowie durch F&E-Programme vorangebracht werden
  • Weiterentwicklung Klimaschutzplan 2050

DIE LINKE

  • Klimaschutzplan 2050 an Erfordernisse des Pariser Klimaschutzabkommens anpassen und verschärfen
  • Reform des Emissionshandels Internationalen Flugverkehr in  den EU-Emissionshandel einbeziehen und steuerlich der Bahn gleichstellen
  • Einsatz von Blockheizkraftwerken (BHKW) und Kraft-Wärme- Kopplung (KWK) als hocheffiziente Brückentechnologie besser fördern und Anteil bis 2020 auf 25 Prozent erhöhen
  • Nationales Kohleausstiegsgesetz, Ausstieg spätestens 2035
  • Verbot für den Neubau von Kohlekraftwerken, kein Neuaufschluss von Braunkohletagebauen; CO2-Grenzwert maximal 60 g
  • Mindeststandards für den Energieverbrauch von Produkten, Produktionsweisen und Gebäuden (auch im Bestand).

B 90/Die Grünen

  • Jährliche Ausbauziele anheben und an die Klimaziele des Pariser Abkommens anpassen
  • Green New Deal für Europa, Investition in die soziale und ökologische Erneuerung der europäischen Wirtschaft
  • Europäische Energieunion vorantreiben und zu Klimaunion ausbauen
  • 20 schmutzigsten Kohlekraftwerke sofort abschalten
  • Ressourcen und Energie effizient nutzen, auf Kreislaufwirtschaft und Digitalisierung setzen
  • EU-Emissionshandel reformieren
  • Überschüssige CO2-Zertifikate dauerhaft löschen, kostenlose Zuteilung von Zertifikaten beenden; CO2-Mindestpreis auf Bundesebene
  • Bundesweites Klimaschutzgesetz
  • Ab 2030 nur noch abgasfreie Autos zulassen, Ende des Verbrennungsmotors; Elektromobilität gezielt stärken
  • Für alle 27 Staaten der EU soll bis 2050 eine CO2-Reduktion von mindestens 95 Prozent gegenüber 1990 verpflichtend sein

AfD

  • Dekarbonisierung beenden und den Klimaschutzplan 2050 der Bundesregierung  aufheben
  • Pariser Klimaabkommen kündigen
  • Deutschland soll aus allen staatlichen und privaten „Klimaschutz“-Organisationen austreten und ihnen jede Unterstützung  entziehen

Landwirtschaft

FDP

  • Greening kritisch begleiten
  • Risikoausgleichsrücklage für Land- und Forstwirtschaftsbetriebe ermöglichen
  • Marktwirtschaftliche Preisbildung im Lebensmittelhandel
  • Landwirtschaftliche Unternehmen fördern
  • Praktikables und bewegliches Düngerecht
  • Keine pauschalisierenden Verbote in der Landwirtschaft
  • Zukunft der nachhaltigen Forstwirtschaft sichern
  • Forstwirtschaftliche Zusammenschlüsse unterstützen
  • Holz-Nutzung durch Innovations- und Forschungsprogramm voranbringen
  • Artgerechte Tierhaltung und Tierernährung
  • Gezielte Agrarinvestitionsförderung
  • „Lenken statt Verbieten“ beim Schutz von Heimtieren

CDU/CSU

  • Land- und Ernährungswirtschaft in eigenständigem Ressort erhalten
  • Fortführung der Direktzahlungen nach 2020
  • Besondere Förderung aktiver Landwirte, Junglandwirte, kleiner und mittlerer Betriebe; Familienbetriebe fördern und erhalten
  • Dauerhafte Risikoausgleichsrücklage
  • Faire Lieferkette mit Marktver- antwortung von Verarbeitung bis Handel
  • Düngemittel einsparen und Umweltschäden  vermeiden
  • Nachhaltige Holz- und Rohstoff- wirtschaft ohne Verzicht auf zentrale Anliegen des Umwelt- und Landschaftsschutzes
  • Nutztierhaltungsstrategie soll Tierwohl  stärker berücksichtigen
  • Gesellschaftliche Akzeptanz herstellen und Investitions- und Planungssicherheit für Betriebe erhöhen
  • Einheitliche Standards in der EU für Tierschutz; Einführung eines staatlichen Tierwohllabels

SPD

  • Gerechte Arbeitsbedingungen und faire Löhne für die Beschäftigten in der Landwirtschaft
  • Ausstieg aus pauschalen Landwirtschaftssubventionen bis 2026
  • Grundsatz „öffentliches Geld nur für öffentliche Leistungen“
  • Einsatz von Pflanzenschutz- mitteln und Dünger auf das unbedingt notwendige Maß reduzieren und das Bodenschutzgesetz novellieren
  • Anteil der Flächen mit natürlicher Waldentwicklung auf 5 Prozent der Gesamtwaldfläche bzw. 10 Prozent der öffentlichen Waldfläche erhöhen
  • Ablehnung gentechnisch veränderte Organismen in der Landwirtschaft und von Patenten auf Leben
  • Nationale Nutztierstrategie erarbeiten
  • Modernes Tierschutzgesetz schaffen
  • Betriebe mit artgerechter Tierhaltung unterstützen
  • Fachkundige Haltung von Haustieren, Schutz von Wildtieren

DIE LINKE

  • Sozial gerechte und ökologisch nachhaltige Landwirtschaft mit Schwerpunkt auf regionale Erzeugung, Verarbeitung und Vermarktung fördern
  • Regionale Verarbeitungs- und Vermarktungsstrukturen als Gegenstrategie zur Marktmacht
  • Einsatz von Mineraldünger und Pflanzenschutzmitteln an den standortspezifischen Nährstoffbedarf anpassen
  • Konkretisierung Bodenschutzgesetz
  • Verbrauch von Land- und Forstwirtschaftsflächen stoppen
  • Tiergerechte und auf heimische Nachfrage bezogene Tierproduktion
  • Verbot der Massentierhaltung
  • Tierversuche durch Alternativ- methoden ersetzen
  • Wildlebende Tiere besser schützen
  • Wilderei und illegalen Wildtierhandel bekämpfen
  • Verbot von gentechnischen Pflanzen und Tierklonung

B 90 / Die Grünen

  • Agrarförderung nach dem Prinzip „öffentliches Geld für öffentliche Leistung“
  • Bäuerlich-ökologische Landwirtschaft unterstützen
  • Gentechnikgesetz, das Äcker und Teller frei von Gentechnik hält
  • Einfache Kennzeichnung der Art der Tierhaltung auf allen Tierprodukten
  • Kükenschreddern beenden
  • Alternativen zu Tierversuchen fördern
  • Düngerecht an Gewässerschutz ausrichten
  • Einsatz von besonders schädlichen und gesundheitsgefährdenden Stoffen wie Glyphosat und Neonicotinoiden beenden
  • Wildnis zulassen und Wälder schützen, die sich wieder zu Urwäldern entwickeln
  • Forstwirtschaft soll sich künftig am Schutz der biologischen Vielfalt ausrichten
  • Ausgleichsregelung so gestalten, dass der größte Nutzen für Natur und Naturschutz finanziert wird
  • Massentierhaltung in den nächsten 20 Jahren beenden

AfD

  • Förderung von landwirtschaftli- chen Familienbetrieben und Genossenschaften
  • Abbau von Bürokratie, Überregulierung durch EU, Bund und Länder
  • Regionale Lebensmittelerzeugung und Direktvermarktung durch bäuerliche Betriebe stärken, hinderliche Vorschriften beseitigen
  • Gegen Preisdumping zulasten von Umwelt, Mensch und Tier
  • Förderung von landwirtschaftlichen Familienbetrieben und Genossenschaften
  • Für gentechnikfrei erzeugte Lebensmittel aus der deutschen Landwirtschaft
  • Aufhebung aller Handelsbeschränkungen für alte Nutzpflanzensorten
  • Mitfühlende und würdevolle Behandlung aller Tiere bei Haltung Transport und Schlachtung
  • Handel, Bewerbung und Einfuhr von Fleisch aus tierquälerischer Schlachtung (Schächten) wird abgelehnt
  • Rechtssicherheit von Kleingärten und Kleintierhaltungen stärken und Regularien abbauen

Umwelt und Natur

FDP

  • Zukunft der Artenvielfalt sichern
  • Bundesprogramme „Biologische Vielfalt“ und „Wiedervernetzung“ ausbauen
  • Keine Ausweitung der sachlichen Verbote im Bundesjagdgesetz
  • Fischerei, welche die Bestände erhält und den Natur- und Tierschutz sichert
  • Rahmenbedingungen für innovative Kreislaufwirtschaft verbessern
  • Vertrauen in private Entsorgungsunternehmen
  • Auf „blaues“ Wachstum setzen
  • Klima, Umwelt und Ressourcen intelligent schützen durch innovativeTechnologien und effektive  Produktionsprozesse
  • Meeresverschmutzung durch Plastikmüll bekämpfen
  • Illegale Schiffsmüllentsorgungen viel stärker ahnden
  • Meerespolitik als Zukunftsaufgabe
  • Ausbau der Meeresforschung
  • Nachhaltige Meerespolitik: wirtschaftliche Nutzung, Umweltschutz und Sicherheit im Einklang
  • Verursacherprinzip beim Schutz des Grundwassers

CDU/CSU

  • Artenschutz wichtig und unverzichtbar
  • Schutzstatus von Tieren und Pflanzen im Lichte der Populationsentwicklung regelmäßig überprüfen und gegebenenfalls  anpassen
  • Lösung von Umweltproblemen durch Technologie
  • Unterstützung anderer Länder durch Ressourceneffizienz und grüne Technologie
  • Erarbeitung Biotechnologie- Agenda
  • Verschmutzung, Vermittlung und Überfischung der Weltmeere vermeiden

SPD

  • Bedrohte Tiere und Pflanzenarten und ihre Lebensräume besser schützen
  • Nationales Ziel von zwei Prozent großflächiger Wildnisgebiete in Deutschland  vorantreiben
  • Jagd soll zeitgemäß und naturnah sein
  • Fischerei und andere Nutzungen in nationalen Gewässern naturschutzgerecht regeln
  • Abfall vermeiden, mehr recyceln Produkte langlebiger machen
  • Kreislaufwirtschaft und Ressourceneffizienz stärker in der Aus- und Weiterbildung verankern
  • Wettbewerbsfähigkeit der deutschen Wirtschaft mit funktionierenden Innovationen sowie geschlossenen Wertschöpfungsketten mit Klima- zielen verbinden
  • Reduktion der Verschmutzung von Nord- und Ostsee durch Plastik, Fischereimüll, Nährstoffeinträge und Lärm
  • Einsatz für großflächige Schutzgebiete auf hoher See bei den Vereinten Nationen
  • Einrichtung eines Arktis-Schutz- gebietes bei der Internationalen Meeresschutzorganisation OSPAR
  • Schutz des Trinkwassers und der Gesundheit haben oberste Priorität
  • Unbefristetes Verbot für unkonventionelles Fracking

DIE LINKE

  • EU-Naturschutz-Richtlinien und ihre nationalen Entsprechungen umsetzen und finanziell stützen
  • Bundesprogramm „Biologische Vielfalt“ aufstocken
  • Schaffung  „Naturerbe-Fonds“
  • Wirtschaftszonen von Fischerei, Ressourcenabbau und sonstigen wirtschaftlichen Eingriffe befreien
  • Ressourcenverbrauchsabgabe für nicht erneuerbare Primärrohstoffe und Einwegverpackungen einführen
  • EU-Abfall-Richtlinie umsetzen
  • Abfallentsorgung als Daseinsvorsorge in öffentliche Hand
  • Ökologischer Umbau, erneuer- bare Energien, ökologische Mobilität, Klimaschutz, nachhaltiges Wirtschaften
  • Schutz der Natura-2000-Schutz- gebiete in Nord- und Ostsee
  • Umsetzung Wasserrahmenrichtlinie
  • Erhaltung bzw. Wiederherstellung naturnaher Struktur
  • Reduzierung des Schadstoffeintrags durch Düngemittel und Pestizide
  • Eintrag von Mikroplastik vor allem ins Wasser eindämmen
  • Sicherung  von Auenflächen
  • Reduktion der Umweltbelastung von Gewässern durch Human- Arzneimittel
  • Vorklärung von Abwässern aus Altenheimen oder Krankenhäusern
  • Frackingverbot

B 90/ Die Grünen

  • Biotopverbund bundesweit ausbauen, Wildnisgebiete aus der Nutzung nehmen
  • Überkapazitäten der europäi- schen Fangflotte abbauen und alle Fischereiabkommen ökologisch und sozial verträglich gestalten
  • Ressourcenabgabe für Produzenten soll echte Kreislaufwirtschaft fördern
  • Wertstoffgesetz soll anspruchsvolle Verwertungsquoten festschreiben
  • Müllverbrennung in Kraft- und Zementwerken beenden
  • Grenzwertvorgaben, CO2-Reduktionsziele und Produktstandards
  • Anreize zur Entwicklung umweltfreundlicher Techniken
  • Ökologische Modernisierung als Innovations- und Investitionsprogramm sowie Jobmotor
  • Neuer Wohlstandsindikator (Messung ökonomischer, ökologischer, sozialer, gesellschaftlicher und gleichstellungs- politischer Entwicklungen)
  • Einsatz von Mikroplastik in Kosmetika beenden, Internationale Plastikkonvention zur Verringerung von Plastikmüll
  • Schaffung von nutzungsfreien Meeresschutzgebieten
  • Eintrag von Plastik in Gewässer und Umwelt verhindern
  • Einsatz von Gülle und Pestiziden durch Sofortmaßnahmen eindämmen
  • Düngerecht am Gewässerschutz ausrichten
  • Haftung von Herstellern von problematischen Medikamenten, Chemikalien und Pestiziden für Schäden

AfD

  • Umweltzonen abschaffen
  • Lärmschutz verbessern, Investitionsprogramm Lärmschutz
  • Landschaftszerstörung durch Windkraft und Stromtrassen beenden
  • Kleinteilige Wasserversorgung durch Kommunen und Zweckverbände fördern, Ablehnung der EU-weiten Liberalisierung und Kommerzialisierung des Wassermarktes

Wohnungsbau

FDP

  • Wohnungsnot in Deutschland durch Neubau bekämpfen
  • Anreize für Wohnbau schaffen
  • Jährliche Abschreibungsrate für Gebäude auf 3 Prozent erhöhen
  • Mietpreisbremse abschaffen
  • EU-Wohnimmobilienkreditrichtlinie 1:1 umsetzen
  • Zweckbindung der Bundesmittel für Wohnungsbauförderung
  • Wohngeld statt Förderung angeblich sozialen Wohnungsbaus
  • Sozialwohnungsberechtigung auf wirklich Bedürftige begrenzen
  • Grunderwerbsteuerfreibetrag von 500.000 Euro einführen

CDU/CSU

  • Keine Maßnahmen beschließen, die Wohnraum zusätzlich verteuern
  • Abschaffung überflüssiger Vorschriften prüfen
  • Neubau von Mietwohnungen steuerlich fördern/ degressive AfA für begrenzten Zeitraum wiedereinführen
  • Sozialen Wohnungsbau und die Stadtentwicklungspolitik auch nach 2019 in gemeinsamer Verantwortung von Bund, Ländern und Gemeinden fortsetzen
  • Wohngeldsystem reformieren und verbessern
  • Baukindergeld in Höhe von 1.200 Euro jährlich für jedes Kind

SPD

  • Investitionsanreize und bundes- weit einheitliche Standards sollen Bauen attraktiver machen
  • Kommunen sollen schneller und besser planen können
  • Kommunale und genossen- schaftliche Wohnungsunterneh- men, Baugruppen, private Investoren und Vermieter, die sich für sozialen Zusammenhalt im Quartier engagieren und be- zahlbaren Wohnraum schaffen, unterstützen und fördern
  • Mietpreisbremse  verbessern
  • Prinzip „Wer bestellt bezahlt“ auch für Maklerkosten beim Kauf von Wohneigentum einführen
  • Begrenzung der zulässigen Mieterhöhung nach einer Modernisierung
  • Sozialen Wohnungsbau und die Stadtentwicklungspolitik auch nach 2019 in gemeinsamer Verantwortung von Bund, Ländern und Gemeinden fortsetzen
  • Bei geringem Einkommen Wohngeld als Zuschuss zur Miete, Höhe des Wohngeldes regelmäßig  anpassen

DIE LINKE

  • Neustart des sozialen Wohnungsbaus: mindestens 250.000 Sozialwohnungen im Jahr bauen und ankaufen, mit 5 Mrd. Euro unterstützen
  • Ablehnung von Abschreibungs- objekten im Immobiliensektor
  • Echte Mietpreisbremse einführen, flächendeckend, bundesweit, unbefristet und ausnahmslos
  • Keine Mieterhöhung ohne Verbesserung des Wohnwertes, lediglich Umlage des Inflations- ausgleichs
  • Bund-Länder-Programm für sozialen Wohnungsbau
  • Wohngeld auf Basis der Bruttowarmmiete zahlen
  • Sämtliche Energieverbrauchs- kosten im Wohngeld zu einer Energiekostenkomponente (Klimawohngeld) zusammenführen

B 90/ Die Grünen

  • Gemeinwohlorientierte Wohnungspolitik, 1 Mio. Wohnungen neu bauen und sozial binden
  • Neue Wohnungsgemeinnützig- keit, Genossenschaften wieder- beleben und sozialen Woh- nungsbau viel stärker fördern
  • Mietpreisbremse richtig anziehen, unnötige Ausnahmen abschaffen
  • Auf Bundesebene die soziale Wohnraumförderung deutlich erhöhen. 1 Mio. zusätzliche preiswerte Wohnungen, Zulagen und Steuerförderung im Tausch gegen günstigen Wohnraum
  • Wohngeld verdoppeln, dynamisch anpassen, Heizkosten wieder berücksichtigen

AfD

  • Mietpreisbremse untauglich, reduziert Rentabilität des Wohnungsbaus und verhindert dringend benötigten Neubau von Wohnungen
  • Den Wohnungsbestand deutlich erhöhen
  • Ausweisung neuer und die Optimierung bestehender Baugebiete
  • Beschleunigung der Baurecht- schaffung und Kostenverringe- rung durch die Vereinfachung von Baustandards und Beseitigung unnötiger Vorschriften etwa zur Wärmedämmung
  • Einkommensschwache Mieter weiterhin durch Wohngeld unterstützen
  • Zinslose Darlehen, Zuschüsse und Erlass der Grunderwerbsteuer beim Erwerb von Wohneigentum durch Familien

Publikationen zum Thema

Die Wahlprogramme im Überblick

Die wesentlichen Kernforderungen von FDP, CDU/CSU, SPD, DIE LINKE, Bündnis 90/Die Grünen und AfD im Vergleich Mehr