Unfassbare Naturgewalt: Die Flutkatastrophe in Asien

05.01.2005

Am 26. Dezember 2004 erschütterte eines der heftigsten je registrierten Erdbeben den Meeresboden vor der indonesischen Insel Sumatra und löste eine riesige Flutwelle, einen sogenannten Tsunami, aus. Mit einer Geschwindigkeit von über 700 km/h breitete sich die Flutwelle aus, verwüstete Küstenregionen in Indonesien, Thailand, Birma, Indien, Sri Lanka, den Malediven und sogar im fernen Afrika. Viele Inseln sind in den Fluten für immer verschwunden. Die Katastrophe kam aus heiterem Himmel: während im Pazifik derartige Flutwellen des öfteren auftreten, hat es im Indischen Ozean so etwas seit Jahrhunderten nicht gegeben.

Die genaue Zahl der Opfer wird niemals ermittelbar sein. Derzeit rechnet die UNO mit 200.000 Toten. Millionen sind obdachlos, die materiellen Schäden gehen in die Milliarden. Wohl noch nie zuvor waren so viele Länder direkt betroffen – neben den Küstenländern auch die Heimatländer von Tausenden Touristen, die der Katastrophe zum Opfer gefallen sind.

Die Friedrich-Naumann-Stiftung und ihre Partner werden sich am Wiederaufbau der verwüsteten Region beteiligen, vor allem in Indien und Sri Lanka. Die Rolle der Zivilgesellschaft ist dabei sehr wichtig. Unsere Partner versuchen derzeit, so viele Menschen wie möglich zu erreichen: “People’s Watch-Tamil Nadu” und “Tanstia-FNF Service Centre” in Südindien sowie “Small and Medium Enterprise Developers” und “Institute for Democracy and Leadership” in Sri Lanka haben sich an unmittelbaren Nothilfeaktionen beteiligt. “People’s Watch” engagiert sich insbesondere bei der psychologischen Betreuung traumatisierter Flutopfer. Derzeit werden mit Unterstützung der Friedrich-Naumann-Stiftung längerfristige Programme der Wiederaufbauhilfe ausgearbeitet, über die wir Sie weiter informieren werden.

First hand experience of Mr. Desikan, Catalyst Trust, Chennai