22.04.2010: 4. Berliner Rede zur Freiheit am Brandenburger Tor mit Paul Nolte

22.04.2010

Zeitgemäß über die Herausforderungen der Freiheit zu sprechen, „wie sie die Menschen heute umtreiben“, das forderte der Historiker und Publizist Paul Nolte in seiner „Berliner Rede zur Freiheit am Brandenburger Tor“. Eingeladen hatte die Friedrich-Naumann-Stiftung für die Freiheit.

Vor rund 500 Zuhörern im Allianz-Stiftungsforum am Pariser Platz schlug Nolte vor, Freiheit neu zu bestimmen als „Freiheit in der Bürgergesellschaft“. Allein in ihr kämen Alltagspraxis und konkrete Lebenswirklichkeit der Menschen zum Ausdruck. Außerdem definiere sich die Bürgergesellschaft nicht zuerst über das Verhältnis zum Staat. Andererseits verweigere sich Freiheit der Entpolitisierung und radikalen Privatisierung. Die Freiheit der Bürgergesellschaft sei die Freiheit in Verantwortung einer sozialen Gemeinschaft.

Nolte kritisierte die Politik dafür, dass sich ihre Sprache vom Freiheitsverständnis einer breiten Bevölkerung immer weiter entferne. Er beanstandete, dass der Liberalismus die ökologische Herausforderung noch zu wenig angenommen habe. Das zu tun, heiße allerdings nicht, auf die energie- oder sozialpolitischen Konzepte einer bestimmten Partei umzuschwenken.

Hochaufgelöste Bilder von der Veranstaltung auf Anfrage unter (0331) 7019-214