Menschenrechte International

Malaysia – Genitalverstümmelung stoppen!

Nachricht02.11.2018
Weibliche Genitalverstümmelung stoppen!
CC BY-NC-ND 2.0 flickr.com/ UNICEF Ethiopia

Weibliche Genitalverstümmelung (Female Genital Mutilation / Cutting, FGM/C), oftmals verharmlosend als weibliche Beschneidung bezeichnet, verfolgt viele Betroffene ihr ganzes Leben lang. FGM/C, das bezeichnet alle nicht-medizinischen Praktiken oder Verfahren, die die teilweise oder vollständige Entfernung der äußeren weiblichen Genitalien oder ihre Verletzung beinhalten.

Neben der Elfenbeinküste setzt sich die Friedrich-Naumann-Stiftung auch in anderen Regionen der Welt gegen diese oft schwere Verletzung des Menschenrechtes auf körperliche Unversehrtheit ein. So wird FGM/C in einigen südostasiatischen Ländern, wie etwa in Malaysia oder Indonesien, auch aus religiösen Überzeugungen praktiziert. Im Jahr 2009 erklärte Malaysias oberster islamischer „Fatwa Rat“ FGM/C sogar zur religiösen Pflicht. Die FriedrichNaumann-Stiftung unterstützt dort seit vielen Jahren die Frauenrechtsorganisation Sisters in Islam (SIS), die sich über die Grenzen Malaysias hinweg gegen FGM/C einsetzt. Die vor allem aus islamischen Rechtsexpertinnen bestehende Organisation tritt nicht nur gegen die religiöse Begründung von FGM/C ein, sondern klärt auch generell zu diesem Thema auf. „Es gibt keinen öffentlichen Diskurs über FGM/C in Malaysia, da es keine öffentlichen Daten zu den negativen Folgen dieser Praxis gibt. 85% der muslimischen Mädchen werden von Ärztinnen und Ärzten in Privatkliniken meist ohne Komplikationen beschnitten“, berichtet die SIS-Mitarbeiterin Syarifatul Adibah. Unter den negativen Folgen leiden die Betroffenen Frauen und Mädchen jedoch ihr Leben lang.