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Welteisbärentag: Ein Leben auf dünnem Eis

Eisbär
Auch die Eisbären sind vom Klimawandel bedroht. © Gettyimages /Thomas Niedermueller / Freier Fotograf

Heute findet der "Internationaler Tag des Eisbären" statt. Er wurde 2004 von der Polar Bears International Organisation ins Leben gerufen, um auf die Bedrohung des Lebensraumes für diese Raubtiere aufmerksam zu machen und sich für ihren Schutz einzusetzen. 

Unser Planet heizt sich auf. Grund dafür ist die globale Erwärmung. Durch den CO2-Ausstoß werden unsere Ozeane sauer und wärmer – ein Todesurteil für den Eisbären und viele andere Arten. 

Das Klima auf der Erde verändert sich. Wenn sich der Klimawandel weiterhin so schnell ausbreitet, kann das verheerende Folgen für unsere Umwelt haben: Die Temperaturen steigen und extreme Wetterereignisse nehmen zu. Hitzesommer, Temperaturstürze, Dürren, Wüstenbildung Wirbelstürme – durch unhaltbare Lebensbedingungen müssten Milliarden Menschen umsiedeln. Die kommende Hitze wird die Landwirtschaft in vielen Regionen nicht mehr möglich machen und die Lebensmittelversorgung weltweit einschränken. Arten werden aussterben und die Vielfalt unserer Natur geht verloren. 

Durch die steigenden Wassertemperaturen dehnt sich das Wasser aus: Die Polkappen schmelzen verstärkt und der Meeresspiegel steigt abermals. Bis Ende des Jahrhunderts werden 77 Zentimeter vorausgesagt, was dazu führt, dass Küstenregionen und Inselstaaten überfluten. 

Bis 2050 könnte die Arktis im Sommer komplett eisfrei sein. Keine guten Aussichten für die Bewohner rund um den Nordpol. Gerade für den Polarbären geht es ums Überleben.

Polarbären leben und jagen auf Packeis. Da ihr Lebensraum rapide schmilzt, halten sich die Raubtiere schon jetzt vermehrt auf dem Festland auf. Angelockt von Nahrungsabfällen nähern sie sich dort menschlichen Siedlungen, was Konflikte verursacht und oft mit einem Abschuss endet. So wird die Klimaerwärmung nicht nur durch fehlendes Eis zum Überlebensproblem. Die Zahl der Eisbären ist auf Talfahrt, wie aktuelle Erhebungen der Weltnaturschutzunion IUCN belegen. Ein Drittel der globalen Population könnte bis 2050 verschwinden.

Doch auch das ganze Ökosystem Meer ist durch die Klimaerwärmung gefährdet. Je mehr CO2 ausgestoßen wird, desto mehr leiden die Meeresbewohner. Die Ozeane erwärmen sich nicht nur, sie nehmen auch einen großen Teil des ausgestoßenen Kohlendioxids auf. Dadurch werden die Meere wärmer und saurer – was für viele Arten einem Todesurteil gleichkommt.