LSBTI

Rechte von Lesben, Schwulen, Bisexuellen, Trans* und Inter* Personen

Analyse07.03.2017
FNF LSBTI Menschenrechtslogo

Diskriminierungen aufgrund der sexuellen Orientierung oder Geschlechtsidentität gilt es sowohl in Deutschland als auch im Ausland zu bekämpfen. Dabei ist die Gleichberechtigung anders denkender und fühlender Menschen elementare Voraussetzung einer liberalen Gesellschaft.

Die Friedrich-Naumann-Stfitung setzt sich vor diesem Hintergrund in vielen ihrer Auslandsprojekte für die Rechte von LSBTI ein und versucht gleichzeitig die diesbezügliche Diskussion in Deutschland zu fördern. Dazu veranstalten wir jedes Jahr eine öffentliche Veranstaltung im Vorfeld der Pride Berlin.

FNF bei der CSD/ Pride Berlin 2016
FNF bei der CSD/ Pride Berlin 2016Friedrich-Naumann-Stiftung
Harvey Milk

Es bedarf keiner Kompromisse, um Menschen ihre Rechte zuzugestehen...es kostet kein Geld eine Person zu respektieren!

Harvey Milk
FNF bei der Stockholm Pride
FNF bei der Stockholm PrideFriedrich-Naumann-Stiftung
Hillary Clinton

Gay rights are human rights!

Hillary Clinton
FNF bei Sofia Pride
FNF bei Sofia PrideFriedrich-Naumann-Stiftung

Podiumsdiskussion I Du-ich-Wir - gemeinsam gegen Homophobie. Politiken für Vielfalt und Respekt in Deutschland und in der Türkei. I 18. Juli 2017 I Berlin

Prof. Vitit Muntarbhorn, langjähriger Partner der Stiftung für die Freiheit und unabhängiger Experte der Vereinten Nationen für sexuelle Orientierung und Geschlechtsidentität, gibt während der FNF Veranstaltung ein exklusives Statement zur Lage der Rechte von LSBTI.

Die politischen Beziehungen zwischen Deutschland und der Türkei sind angespannt. An der Türkei wird vor allem die zunehmende Einschränkung der Rechtsstaatlichkeit und der Menschenrechte kritisiert. Zugleich sind auch in Deutschland nationalistische und rechtspopulistische Politiken im Aufwind. Welche Konsequenzen haben diese Entwicklungen für Lesben und Schwule? Welche Gemeinsamkeiten, welche Unterschiede gibt es zwischen Türkei und Deutschland? Welche Rolle spielen Religion, Rassismus und Nationalismus in beiden Ländern? Wie wirkt sich die zunehmende politische Polarisierung auf die Migranten-Community und das Zusammenleben in Deutschland aus?  Wie lässt sich auch dem politischen Narrativ der „neuen Rechten“ entgegenzutreten, das ausschließlich muslimischen MigrantInnen pauschal Homophobie unterstellt und auf dieser Grundlage Angst und Hass gegen Flüchtlinge schürt. Wie lässt sich also ein „Gemeinsam“ gegen Homophobie und für Demokratie bauen?

Diese und andere Fragen wurden während der Podiumsdiskussion mit Henny Engels, Lesben- und Schwulenverband in Deutschland, Murat Köylü, KAOS GL - Menschenrechtsorganisation in der Türkei, Olcay Miyanyedi, Türkische Gemeinde Deutschland und Waqar Tariq, Liberal-Islamischer Bund e.V., diskutiert.

Publikationen zum Thema

Fokus Menschenrechte: „Pogrome in Tschetschenien“

Menschenrechtsverletzungen in Tschetschenien sind keine Seltenheit. Zwei Jahrzehnte lang führte Russland in der heute autonomen Region einen erbarmungslosen Krieg gegen muslimische Aufständische. Gewalt und Diskriminierungen gegen Homosexuelle sind in der muslimisch geprägten Region zwar keine Seltenheit, systematische Verfolgung und Razzien hatten Homosexuelle bisher jedoch eher nicht zu befürchten. Dies änderte sich im April 2017. Wie nach und nach bekannt wurde, führten tschetschenische Sicherheitsbeamte massenhafte Verhaftungen vermeintlich homosexueller Männer durch, ließen sie zum Teil in geheimen Gefängnissen verschwinden und folterten sie. Mindestens drei Menschen fielen diesen pogromhaften Verfolgungen zum Opfer. Der liberale Politiker und Aktivist Yuri Guaiana berichtet von seinen Erfahrungen vor Ort, als er im Mai 2017 im Rahmen einer Unterschriftenaktion für eine Aufklärung der Geschehnisse in Tschetschenien in Moskau verhaftet wurde. Mehr

Publikationen zum Thema

LGBTI in Südafrika

Südafrika ist das einzige Land auf dem afrikanischen Kontinent, dessen Verfassung Diskriminierung aufgrund der sexuellen Orientierung einer Person verbietet und gleichgeschlechtliche Ehen gesetzlich anerkennt. Doch die Kluft zwischen liberaler Gesetzgebung und gelebter Realität ist groß. Mehr