Die neue Ausgabe des liberal-Magazins ist da

Das kostenlose Magazin der Friedrich-Naumann-Stiftung für die Freiheit.

Nachricht13.04.2018Kirstin Härtig
Ralf Dahrendorf - großer Liberaler und Grenzgänger
Ralf Dahrendorf - großer Liberaler und GrenzgängerFriedrich-Naumann-Stiftung für die Freiheit

Vielleicht werden Sie beim Betrachten des Titelbildes von liberal bemerkt haben: Wir haben das wichtigste Sprachrohr der Friedrich-Naumann-Stiftung für die Freiheit gestalterisch und inhaltlich modernisiert. Künftig erscheint liberal zudem vier Mal jährlich statt wie bisher sechs Mal. Das alles mit einem Ziel: den zentralen Debatten unserer Zeit einen attraktiven Rahmen zu bieten. Auch wenn das neue Cover in Schwarz-Weiß gehalten ist, fehlt es dem Magazin nicht an Farbtupfern – vor allem nicht an politischen.

Dass leidenschaftliche Debatten die Grundlage des Liberalismus sind, verkörperte kein Zweiter so sehr wie Ralf Dahrendorf (1929-2009). Wer könnte also das neu gestaltete Cover besser prägen als dieser große Liberale – gleichzeitig ein Grenzgänger – der deutschen und europäischen Nachkriegsgeschichte? Tatsächlich hat Dahrendorf mit vielen seiner Werke wie niemand sonst wegweisende Impulse für die Liberalen gesetzt und sie, nicht nur damals, auf die Höhe der Zeit gebracht. Franziska Meifort hat kürzlich eine bedeutsame und höchst lesenswerte Biografie über diese liberale Persönlichkeit, die Zeit ihres Lebens „über Grenzen“ ging (gleichzeitig der Titel von Dahrendorfs eigenen Lebenserinnerungen) veröffentlicht. Ein ausführliches Interview mit ihr finden Sie in dieser Ausgabe. Außerdem würdigen und interpretieren Ex-Bundespräsident Joachim Gauck und Marco Buschmann, Erster Parlamentarischer Geschäftsführer der FDP-Bundestagsfraktion, Dahrendorfs Leben, Werk und Wirken.

Kirstin Härtig

Demokratie ist kein Zustand, sondern eine fortwährende Aufgabe.

Kirstin Härtig, Chefredakteurin des liberal-Magazins

Wolfgang Gerhardt hatte vor längerer Zeit eine Ausarbeitung Dahrendorfs aus dem Jahr 1988 entdeckt, den dieser für den „Liberal International Congress“ in Pisa verfasst hatte. Gerhardt ließ den Text, der in seiner Aktualität und Präzision erstaunt, erneut drucken und weltweit versenden. Eines der Hauptthemen von Dahrendorf war Zeit seines Lebens die Bildung. Das Wahrnehmen von „Lebenschancen“ war für ihn der Schlüssel zum Verständnis sozialer Prozesse. Darauf stellt Karl-Heinz Paqué in seinem Beitrag zu ihm in dieser Ausgabe ab.

Ralf Dahrendorf hat uns auch heute, fast eine Dekade nach seinem Tod, noch sehr viel zu sagen. Liberale kommen an ihm nicht vorbei, wenn sie einen dauerhaften und erkennbaren Beitrag für eine freiheitliche Gesellschaft liefern wollen. Dieser muss weit über ein parteipolitisches Programm hinausgehen. Denn Liberalismus ist immer mehr als das: Er wird getragen von Charakter und Haltung und dokumentiert sich nicht nur in programmatischen Spiegelstrichen, die meistens in fensterlosen Räumen erarbeitet werden.

Chefredakteurin liberal - Das Magazin für die Freiheit
Kirstin Härtig

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