Jury: Mario Vargas Llosa erhält Freiheitspreis 2008

13.02.2008

Der Freiheitspreis der Friedrich-Naumann-Stiftung für die Freiheit wird am 8. November 2008 in der Frankfurter Paulskirche an den peruanischen Schriftsteller Mario Vargas Llosa verliehen. Das hat die Jury der Stiftung in Berlin entschieden. Sie ehrt damit nicht nur das literarische Werk Vargas Llosas, sondern auch sein Engagement für liberale Werte und mehr Bürgerrechte in Lateinamerika.

„In seinem literarischen Werk, seinem politischen Engagement und seiner persönlichen Haltung wirkt Mario Vargas Llosa als Stimme der Freiheit, auf seinem Kontinent wie in der ganzen Welt. Mit seiner Unerschrockenheit und seiner intellektuellen Kraft ist er in einem Umfeld der stets gefährdeten Freiheit und des verführerischen Populismus eine wegweisende Persönlichkeit“, so begründeten der Vorstandsvorsitzende der Stiftung, Wolfgang Gerhardt MdB, und die Vorsitzende der Jury, Karen Horn, die Entscheidung.

In der Person Mario Vargas Llosa erhalte die Auszeichnung ein politischer Autor, der sich stets durch die Kraft des Wortes für die Achtung der Menschenrechte und für die friedliche Überwindung von Diktaturen eingesetzt habe.

Mit dem Preis, der alle zwei Jahre verliehen wird, werden Persönlichkeiten gewürdigt, die Impulse für eine liberale Bürgergesellschaft gegeben haben und so zur Fortentwicklung freiheitlicher Ziele und Werte in der Welt beitragen. Den Freiheitspreis 2006 erhielt der frühere Bundesaußenminister Hans-Dietrich Genscher.

*Foto: Jerry Bauer / Suhrkamp Verlag

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Mario Vargas Llosa im : "Mit 17 Jahren war ich ein Jahr lang Kommunist. Später in den 60er Jahren erfuhr ich, dass der reale Kommunismus Formen der Ungerechtigkeit schaffte und eben nicht Ideale wie Gerechtigkeit und Freiheit. Da wurde mir einfach klar, dass nicht der Kommunismus, sondern die Demokratie den Kampf gegen Ungerechtigkeit ermöglicht."

von Mario Vargas Llosa

Verleihung des an Hans-Dietrich Genscher