Jubiläum
"Politische Bildung ist unser Auftrag"

Festveranstaltung zum 40. Jährigen Jubiläum der Thomas-Dehler-Stiftung
Hoffmann
Norbert Hoffmann, Generalsekretär FDP Bayer © Friedrich-Naumann-Stiftung für die Freiheit

Anlässlich ihres 40-jährigen Bestehens feierte die Thomas-Dehler-Stiftung das Jubiläum gemeinsam mit zahlreichen Gästen, Partnern und Freunden in den Clubräumen des Münchner Künstlerhauses am Lehnbachplatz. Musikalisch begleitet wurde der Abend vom Musiker Oscar Lange.

Seit nunmehr 40 Jahren setzt sich die Thomas-Dehler-Stiftung, gemeinsam mit der Friedrich-Naumann-Stiftung für die Freiheit, für liberale Bildungsarbeit in ganz Bayern ein. Für eine offene und freie Gesellschaft sind liberale Prinzipien unverzichtbar – genauso wie eine sie vertretende Kraft. Und daher gestaltet die Thomas-Dehler-Stiftung ganz im Sinne ihres Namensgebers mit einem vielfältigen Programm politische Bildungsarbeit und mischt sich in gesellschaftspolitische Debatten ein - damals und wie heute.

Die Notwendigkeit einer liberalen Stiftung in Bayern und die daraus erwachsene Aufgabe für die Zukunft ist klar, wie Vizepräsidentin Sabine Leutheusser-Schnarrenberger erläuterte: „Wir müssen in Zukunft mit aller Kraft diese liberale und offene Gesellschaft verteidigen und zu einer aufgeklärten Zivilgesellschaft beitragen. Nur wenn die Bürgerinnen und Bürger informiert sind, kann die Zivilgesellschaft auch wehrhaft sein. Wir wollen ergänzend zur politischen- und medialen Öffentlichkeit Kenntnisse für das Agieren des Bürgers im öffentlichen Raum fördern.“

Eröffnet wurde die Jubiläumsfeier vom Präsidenten der Thomas-Dehler-Stiftung und Mitglied des Deutschen Bundestages, Thomas Hacker. In einem Rückblick auf die vergangenen Jahre der Stiftung hob Thomas Hacker besonders die Leuchtturmprojekte, wie die Nürnberger Sicherheitstagung, den Thomas-Dehler-Preis oder das Churrfränkische Treffen hervor und betonte dabei die sehr gute und offene Zusammenarbeit der Stiftung mit Verbänden, Gremien und Kooperationspartnern in Bayern. „Politische Bildung ist unser Auftrag und im Sinne Dehlers werden wir uns auch in Zukunft in Bayern engagieren.“ Damit bekräftigte Thomas Hacker, dass die Thomas-Dehler-Stiftung künftig noch stärker zu einem Forum für liberale Bildungsarbeit in Bayern werden wird.

Im Namen der FDP Bayern überreichte Generalsekretär Norbert Hoffmann Glückwünsche an die Thomas-Dehler-Stiftung. Norbert Hoffmann betonte die gesellschaftliche Relevanz, die die Stiftung seit vielen Jahren für die bildungspolitische Arbeit in Bayern habe. Die Stiftung habe sich in den Jahren Ihres Bestehens zu einem starken zivilgesellschaftlichen Akteur entwickelt.

Der Vorsitzende der FDP Landtagsfraktion Martin Hagen würdigte die vielseitig-programmatische Arbeit der Thomas-Dehler-Stiftung und das Eintreten für eine liberale Demokratie. In seinem Grußwort übergab er die besten Wünsche seitens der FDP Landtagsfraktion und betonte, dass die Thomas-Dehler-Stiftung für Bayern ein entscheidendes Bildungswerk und Demokratieförderer sei.

Den großen Festvortrag hielt der Ehrenvorsitzende der Friedrich-Naumann-Stiftung für die Freiheit Wolfgang Gerhardt. Seine Rede war ein Appell an die Bildung und Vernunft: „Es fehlt in Deutschland an vielen Ecken an politischer Grundbildung“. Es sei erschreckend zu sehen, wie „leichtsinnig Politik geworden ist und wie leichtfertig Wahlstimmen vergeben werden“, sagte Gerhardt. In einer Zeit, in der Informationen überall zugänglich seien, sei es fatal, diese Möglichkeiten der Meinungsbildung nicht zu nutzen. Gerade unter diesen Umständen ist es an Stiftungen wie der Thomas-Dehler-Stiftung, in der Fläche Angebote zu schaffen, um Aufklärung, Diskurs und Diskussion zu ermöglichen und zu fördern.

Wie liberale Stiftungsarbeit in Zukunft aussehen könne, resümierte die Vizepräsidentin der Thomas-Dehler-Stiftung Sabine Leutheusser-Schnarrenberger, in Ihrem Ausblick. Zwei wesentliche Ziele definierte sie für die künftigen Aufgaben der Stiftung. Zum einen soll ein individuell zugeschnittenes Angebot die politische Bildung vor Ort stärken. Weiterhin sollen die Programme der Thomas-Dehler-Stiftung „Lust und Interesse an politischer Partizipation wecken und darüber informieren, wie sich jeder individuell in seiner Region engagieren kann.“ Dazu werde die Stiftung „noch stärker abseits der großen Städte aktiv sein und mit maßgeschneiderten Angeboten drängende gesellschaftspolitische Debatten führen“, betonte Sabine Leutheusser-Schnarrenberger.