Ideen ohne Grenzen – Aktuelle Herausforderungen für die europäische Verkehrspolitik

12.12.2008

Zum zweiten Mal in diesem Jahr konnten junge Studenten die Theodor-Heuss-Akademie als Forum nutzen, um über die europäische Verkehrspolitik zu diskutieren. Mit angesehenen Experten aus unterschiedlichen Fachbereichen, von der Logistik bis zur Luftfahrt, wurde ihnen ein arbeitsintensives Programm geboten.

 

Nach einer kurzen Einweisung in die aktuelle Verkehrssituation in Europa von Professor Hans-Helmut Grandjot, ehemaliger Lehrstuhlinhaber an der Hochschule Heilbronn, diskutierten die Studenten mit Rüdiger Bonneß, Deutsche Flugsicherung, und Dr. Adolf Zobel, Bundesverband Güterkraftverkehr, Logistik und Entsorgung. Mit Winfried Wenzel, Nahverkehr Rheinland, und Dr. Christoph Lerche, Deutsche Bahn AG, konnten die Studenten mit zwei Experten von Schienenverkehrsunternehmen ihr theoretisches Wissen ergänzen.

 

Die Theodor-Heuss-Akademie steht in der Tradition, die Seminarteilnehmer aktiv in das Seminar mit einzubinden. So auch in diesem Jahr: Herausforderungen wie eine von den Studenten durchzuführende Podiumsdiskussion und die seit mehr als zehn Jahren bestehende Zukunftswerkstatt mussten gemeistert werden. Die Podiumsdiskussion versetzte die Studenten in die Rolle ihrer möglichen zukünftigen Arbeitgeber. Der Lerneffekt, auch fremde Positionen in der Öffentlichkeit zu vertreten und sich in unterschiedliche Argumentationsketten hineinzudenken, gab den Teilnehmern einen einmaligen Eindruck von den verschiedenen Interessen der unterschiedlichen Akteure. So mussten die simulierten Vertreter aus Wirtschaft, Verbänden und Wissenschaft um die Gunst des Publikums ringen.

 

Kreativität und der Blick über den eigenen Tellerrand waren in der Zukunftswerkstatt gefragt. Ideen mussten entwickelt werden, wie sich eine zukünftige europäische Verkehrsordnung gestalten könnte. Das Jahr 2060 wurde dabei anvisiert und es ergaben sich viele kreative Ideen. So wurde von vielen Arbeitsgruppen ein weltweit einheitliches, vollautomatisches Infrastruktursystem für den Personen- und Güterverkehr entwickelt. In vorhandene Straßen- und Schienennetze integrierte Magnetspuren führen zu einem effizienten Weiterentwickeln der vorhandenen Infrastruktur. Der Luft- und Expressverkehr soll durch ein geostationäres Liftsystem ersetzt werden.

Alles Zukunftsmusik? Die Theodor-Heuss-Akademie bietet Studenten die Möglichkeit, über Grenzen hinweg neue Wege zu finden.

 

Andreas Feld

Referent für Kooperationsveranstaltungen