Hochschule ist Motor und Generator

12.11.2004

Der FNSt-Vize-Vorsitzende Axel HOFFMANN begrüßte dazu u.a. den Generalsekretär der Deutschen Forschungsgemeinschaft, Reinhard Grunwald, der den etwa 100 Gästen vor Augen führte, dass das Land im internationalen Vergleich sehr weit zurückgefallen ist.

In den Thesen, die er an seine deprimierende Analyse anschloss, hob Grunwald hervor, was in Deutschland getan werden müsse, um wieder einen Spitzenplatz im internationalen Vergleich zu erringen. So dürfe es nicht bei der Erarbeitung von Wissen bleiben. Das geschehe permanent und sehr erfolgreich. Auch die Produktion und der Handel mit der entwickelten Spitzentechnologie gehöre nach Deutschland. Wer von den Hochschulen Innovationen und Wachstum erwarte, müsse einige Voraussetzungen schaffen.

Grunwald nannte in diesem Zusammenhang eine ausgeprägtere Solidarität im Wissenschaftsbereich, Bereitschaft zu mehr Eigenverantwortung, aber auch eine groß angelegte Wertschöpfungsdiskussion in unserer Gesellschaft und eine stärkere Ergebnisorientierung. "Es muss weniger über Alterssicherung, sondern mehr über Nachwuchsförderung gesprochen werden!" Universitäten könnten dann Motoren für Innovationen und Generatoren von Wachstum zugleich sein.

In seiner Begrüßungsrede hatte Axel Hoffmann darauf hingewiesen, dass von den Hochschulen "ein Mehr an Innovation" verlangt werden müsse. Sie müssten die Fähigkeit entwickeln, "die Menschen so auszubilden, dass sie mit ihrer persönlichen Erfüllung auch die Leistungsfähigkeit des Standortes Deutschland sichern".

In zwei sich an die "Keynote" des DFG-Generalsekretärs anschließende Diskussionsrunden stellten sich Politiker, Wissenschaftler und Studentenvertreter den Themen "Neue Wege in der Lehre" und "Innovationen in der Forschung". Zu den Teilnehmern gehörten u.a. der FDP-Europaabgeordnete Alexander Graf Lambsdorff und die Präsidentin der Fachhochschule München, Prof. Dr. Marion Schick, die FDP-Bundestagsabgeordnete Ulrike Flach, der Vorstandsvorsitzende der Charité Berlin, Prof. Dr. Detlev Ganten, der Managing Director des Telekom Innovation Center, Peter Möckel, und der Bundesvorsitzende der Liberalen Hochschulgruppen, Martin Hörig.