Gewalt gegen Frauen
Aufgeklärt gegen sexuelle Belästigung im Netz!

Die Friedrich-Naumann-Stiftung arbeitet mit dem Internet Democracy Project in Indien im Kampf gegen Online-Belästigung von Frauen zusammen.
Illustration Gewalt gegen Frauen
In Indien arbeitet die Friedrich-Naumann-Stiftung für die Freiheit mit dem Internet Democracy Project zusammen, um Online-Belästigung von Frauen zu bekämpfen. © dpa

Heute ist der Internationale Tag zur Beseitigung von Gewalt gegen Frauen, der weltweit zur Bekämpfung von Diskriminierung und Gewalt jeder Form gegenüber Frauen und Mädchen aufruft. In Indien kämpft die Stiftung zusammen mit dem Internet Democracy Project gegen Belästigung von Frauen und Mädchen in den Sozialen Medien.

In Indien sind mittlerweile mehr als 600 Millionen Menschen online. Das ist ein rasantes Wachstum: Noch vor zehn Jahren hatten nur 62 Millionen Menschen (oder fünf Prozent der Bevölkerung) auf dem Subkontinent Zugang zum Internet.

Nicht verwunderlich ist daher, dass auch die Anzahl von Hasskommentaren in den sozialen Medien und in Chatprogrammen in den vergangenen Jahren massiv zugenommen hat. Insbesondere Frauen sehen sich oft mit sexualisierten Beleidigungen, Bedrohungen und sexueller Belästigung konfrontiert. In einer Gesellschaft, in der traditionelle Geschlechterrollen weiterhin dominieren und Frauen in vielen gesellschaftlichen Bereichen noch nicht gleichgestellt sind, ist das leider keine Überraschung. Umso wichtiger ist es, Frauen einen möglichst guten Schutz gegen Hass und Belästigung zu bieten.

Illustration auf dem Menschenrechtsbericht
In Zusammenarbeit mit dem Internet Democracy Project kämpft die Stiftung in Indien gegen Online-Belästigung von Frauen in Sozialen Medien und Messengern. © Internet Democracy Project

Gemeinsam mit dem Internet Democracy Project – einer Organisation, die die digitale Transformation aus einem feministischen Blickwinkel analysiert – hat das Büro der Stiftung in Delhi einen praktischen Leitfaden für Frauen im Umgang mit Online-Belästigung entwickelt. Er zeigt, wie sich Frauen besser schützen können und gibt Empfehlungen wie Opfer reagieren sollen. Die Stärkung der Medienkompetenz oder praktische Skills wie das Blockieren aufdringlicher Nutzer, können erste technische Reaktionen auf Belästigung im Netz sein. Der Leitfaden beinhaltet aber auch konkrete Tipps und praktische Maßnahmen für Frauen und geschlechtsspezifische Minderheiten, um ihr Online-Leben fortzusetzen, ohne sich von Belästigungen einschüchtern zu lassen. Von sexueller Belästigung betroffene Frauen wird erklärt, wie sie sich vertrauensvoll an Online-Communities wenden können, um mit Unterstützerinnen gemeinsam gegen Belästiger vorzugehen. Der Leitfaden sensibilisiert und klärt Frauen über ihre Rechte auf und motiviert sie, nicht untätig zu bleiben, sondern aktiv ihre Rechte einzufordern, um das Potential des Netzes für die Emanzipation von Frauen zu nutzen.

Dieser Text ist ein Vorabauszug aus dem Menschenrechtsbericht 2019, der zum Internationalen Tag der Menschenrechte am 10. Dezember veröffentlicht wird.

Für Medienanfragen kontaktieren Sie bitte

Daniela Oberstein, Pressereferentin und stellv. Pressesprecherin Ausland
Daniela Oberstein
Stellvertretende Pressesprecherin Ausland
Telefon: +49 30 288778 55