Genscher erhält ersten Freiheitspreis der Stiftung

15.11.2006

Die Friedrich-Naumann-Stiftung verleiht den Freiheitspreis 2006 an Hans-Dietrich Genscher, der mit seinem politischen Engagement als Außenminister der Bundesrepublik Deutschland einen Beitrag für die Freiheit von Millionen von Menschen erbracht hat. Der Freiheitspreis wird im Rahmen eines großen Festakts am 25. November ab 11.00 Uhr in der Frankfurter Paulskirche erstmals verliehen. Gewürdigt werden damit Persönlichkeiten, die Impulse für die Entwicklung einer liberalen Bürgergesellschaft gegeben haben und so zur Fortentwicklung freiheitlicher Ziele und Werte in Deutschland und in Europa beitragen.

Neben Wolfgang Gerhardt, Vorstandsvorsitzender der Friedrich-Naumann-Stiftung, und Karen Horn, Vorsitzende der Jury des Freiheitspreises und Wirtschaftsredakteurin der Frankfurter Allgemeinen Zeitung, wird auch Richard von Weizsäcker anlässlich der Verleihung zu Gast sein. Der ehemalige Bundespräsident von Weizsäcker wird die Laudatio auf Genscher halten.

„Sein mutiges Eintreten für eine neue Deutschlandpolitik, seine Überzeugung von und sein Mitwirken in der Konferenz für Sicherheit und Zusammenarbeit in Europa, der sogenannten Helsinki-Konferenz, hat entscheidende Impulse für die Überwindung der Spaltung Europas und damit auch für die Überwindung der Teilung Deutschlands gegeben. Seine Beharrlichkeit gegenüber Widerständen und sein Wille auch über Tabus hinwegzuhelfen und Vertrauen zu bilden haben dabei Charakter und Haltung eines großen Politikers sichtbar gemacht“, heißt es in der Begründung der Preisverleihung durch die Jury.

Karen Horn würdigte Genscher im Anschluss an die Jurysitzung in Potsdam: „Hans-Dietrich Genscher hat mit der Unterzeichnung der KSZE-Schlussakte im Jahre 1975 den Beginn eines grundlegenden, neuen, multilateralen Entspannungsdialogs in Europa markiert. Sie ist der Ausgangspunkt eines Prozesses, der auf dem Fundament der Ostpolitik der sozial-liberalen Koalition begann und über den Brief zur Deutschen Einheit von Walter Scheel schließlich in die Überwindung der Spaltung des Kontinents mündete. Er hat wie kein anderer Impulse für Verständigung, Sicherheit, Frieden und vor allem Freiheit in Deutschland und Europa gegeben.“

Aufgrund des großen Interesses an der Veranstaltung bitten wir, von weiteren Anmeldungen abzusehen. sind weiter möglich.