Freiheitspreis 2014 geht an Helen Zille

28.07.2014

Die Friedrich-Naumann-Stiftung für die Freiheit verleiht den diesjährigen Freiheitspreis im November an die Ministerpräsidentin der südafrikanischen Provinz Westkap, Helen Zille. Der ehemalige Bundespräsident Horst Köhler wird die Preisträgerin in der Paulskirche in Frankfurt am Main würdigen.

Zille ist die Großnichte des Berliner Milieumalers Heinrich Zille. Die gelernte Journalistin wuchs aber in Südafrika auf und wurde durch ihre Recherchen zum Mord an dem Bürgerrechtler Steve Biko weltweit bekannt. Sie engagierte sich unter anderem in der Bürgerrechtsbewegung Black Sash für ein Ende der Apartheid. Seit 2009 ist Zille Ministerpräsidentin der Provinz Western Cape und Vorsitzende der Democratic Alliance, die liberal-demokratische und zugleich größte Oppositionspartei Südafrikas.

„Helen Zille ist ein leuchtendes Vorbild in ihrem Kampf gegen die Apartheid und für die Demokratie. Mit ihrem beharrlichen Engagement für eine offene Gesellschaft, für individuelle Freiheit und Chancengerechtigkeit aller in Südafrika lebenden Menschen leistet sie Außergewöhnliches für ihr Land und für die Freiheit “, sagte der Vorstandsvorsitzende der Stiftung, Wolfgang Gerhardt, zur Begründung der Ehrung.

>>Der Freiheitspreis wird am 8. November 2014 in der Paulskirche in Frankfurt am Main verliehen. Kontakt: freiheitspreis@freiheit.org

Einen Eindruck ihrer täglichen Arbeit vermittelt Helen Zille mit dem Kurznachrichtendienst twitter: Hier teilt sie begeistert ein Video der südafrikanischen Tourismuszentrale, dass dafür wirbt, einen neuen Blick auf das Land zu werfen.

Love it! RT @AshrafGarda: SA Tourism's "Reconsider SA" advert http://t.co/U1CAfdnR5U- talking about it now #MediaShow @safmradio

— Helen Zille (@helenzille) 11. Juni 2014

Hintergund: Mit dem Freiheitspreis der Friedrich-Naumann-Stiftung werden alle zwei Jahre Persönlichkeiten geehrt, die Impulse für eine liberale Bürgergesellschaft gegeben und auf diese Weise zur Fortentwicklung freiheitlicher Ziele und Werte beigetragen haben. 2006 ging der Preis an den früheren Bundesaußenminister Hans-Dietrich Genscher, 2008 an den peruanischen Schriftsteller Mario Vargas Llosa, 2010 an die Publizistin Necla Kelek und 2012 an den Philosophen Professor Wolfgang Kersting.