Forum de St. Louis
Der Senegal - starker Anker in Westafrika

Vom 19. bis zum 21. September findet das Forum de St. Louis erstmalig in Berlin statt. Die Konferenz, bei der Akteure aus Kultur, Politik und Wirtschaft zusammenfinden, wird von der Friedrich-Naumann-Stiftung für die Freiheit unterstützt. Wir freuen uns, die senegalesische Veranstaltung bei uns willkommen zu heißen. In diesem Rahmen porträtieren wir sowohl den Senegal selbst als auch einige der zahlreichen spannenden Gäste.

Seit der Unabhängigkeit im Jahr 1960 gab es in Senegal drei friedliche Machtwechsel. Das macht den Staat in Westafrika zu einem der stabilsten seines Kontinents. Aber auch weltweit hat Senegal seinen Ruf weiter gefestigt. Im Jahr 2016 wurde dem Ex-Diktator der Republik Tschad Hissène Habré unter großer internationaler Beachtung von den extra eingerichteten „Außerordentlichen Kammern“ in Dakar der Prozess gemacht. Nicht verwunderlich, dass sich Senegal als eines der wenigen Länder im Rahmen der Afrikanischen Union gegen den Rückzug afrikanischer Staaten aus dem Internationalen Strafgerichtshof ausspricht.

Wirtschaftlich befindet sich Senegal in einem Umbruch. Während die meisten Senegalesen nach wie vor von der Landwirtschaft und der Fischerei leben, gewinnt der Dienstleistungssektor stark an Bedeutung – allen voran die Telekommunikations- und IT-Branche sowie der Finanzsektor. Senegal kann ein stetiges Wirtschaftswachstum von zuletzt 6,8 % ( 2017) nachweisen. Das Entwicklungsgefälle zwischen dem Zentrum Dakar und den ländlichen Regionen bleibt dabei weiterhin eine Herausforderung. Ebenso die junge Generation, für welche ausreichende und zukunftsfähige Beschäftigungsmöglichkeiten zu schaffen sind: Rund die Hälfte der Senegalesen ist jünger als 19 Jahre.

Aber auch kulturell hat der Senegal einiges zu bieten. In St. Louis, an der nordwestlichen Küste Senegals, findet beispielsweise jedes Jahr im Mai ein internationales Jazzfestival mit Musikgrößen aus aller Welt statt. Der Jazz kehrt hier gewissermassen an seine Quelle zurück.

Die Friedrich-Naumann-Stiftung für die Freiheit organisiert im Senegal verstärkt Aktivitäten im Bereich „liberale Marktwirtschaft“. Ziel ist es, Perspektiven für vor allem junge Menschen im Bereich der Privatwirtschaft aufzuzeigen sowie Eigeninitiative und Unternehmergeist zu stärken.

Der aktuelle Präsident Macky Sall will das Land bis zum Jahr 2035 zu einem Schwellenland gemacht haben und setzt den Entwicklungsplan „Plan Senegal Emergant“ Schritt für Schritt mit Infrastrukturmaßnahmen im ganzen Land um. Dazu wurde unter anderem ein neuer Flughafen außerhalb von Dakar gebaut. Außerdem ist eine Stadt in Planung, die die schnell wachsende Hauptstadt entlasten soll, diese wird 30 km vor den Toren Dakars neu gebaut.

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